Besler, 1679 m

Möglichkeiten oberhalb des Riedbergpasses Nur kurz ein Alpsträßchen, dann stark ausgetretene Fußwege, teilweise steil, bei Nässe unangenehm rutschig. (Autor: Dieter Seibert)
7 km
350 m
2.00 h
Anstieg über die Schönbergalpe Von der Passstraße spazieren wir auf dem Alpfahrweg hinab zur Schönbergalpe (1335 m), die oft von neugierigem Jungvieh umlagert ist. Gegenüber geht es kurz empor zur Verzweigung. Wir gehen geradeaus weiter, erst über Matten gegen die Felsen empor, dann immer schräg links in teilweise recht steilem, üppig überwuchertem Gelände (mit Türkenbundlilien) und durch ein Minitälchen auf einen Absatz mit einem malerischen Felslabyrinth, einem herrlichen Tummelfeld für Kinder. Bei der Verzweigung am Fuß der Wände biegen wir rechts ab, erreichen eine Lücke, steigen drüben 30 Hm wieder hinab, gehen unter den Felsen nach Osten hindurch und dann hinauf zum Gipfel, der nicht von einem schmalen Grat geprägt wird, sondern eine kleine Hochfläche bildet – eine Folge des stark verkarsteten Schrattenkalks. Man kann am Fuß der Wände auch nach links queren und über den kurzen Klettersteig mit recht rund getretenem Fels (entsprechende Erfahrung unbedingt nötig) den Gipfel viel rascher erreichen. Dinigörgen-Rundweg Wie beschrieben geht es zur Wegverzweigung kurz oberhalb der Schönbergalpe. Nun wenden wir uns nach rechts zur Geländekante, dann wandern wir im Auf und Ab durch die steilen, nassen Hänge des Schafkopfs mit großen Fichten zu einer weiteren Kante. Über Weideflächen geht es nun zur Straße bei der Dinigörgenalpe hinab. Etwa 25 Min. wandern wir auf ihr nach Osten, dann scharf nach links und bald danach auf einem Fußweg steil, meist durch Wald, zu den freien Grashängen hinauf. Dort geht es nach rechts unter die oben erwähnte Lücke und weiter wie dort beschrieben auf den Besler. Mit einem direkten Abstieg zur Schönbergalpe beträgt die Gesamtzeit gut 3 Std. Die ganz große Riedberger Runde In einem weiten Bogen kann man um die Täler der Bolgenach und der Schönberger Ache wandern. Die Route hier in Stichpunkten - Von Bolsterlang mit der Bahn zum Grat am Bolsterlangerhorn (1530 m) und auf guten Wegen am bewirtschafteten Schwabenhaus (1510 m) vorbei in den Sattel zwischen Ochsenkopf und Riedbergerhorn. Interessanter Aufstieg über den ausgeprägten Nordostgrat mit seinen kleinen Felsstufen zum Nordgipfel und über eine Senke hinweg zum Kreuz auf dem Riedbergerhorn. Hinab zum Parkplatz in Grasgehren (siehe Tour 3, bis hierher knapp 3 Std.), im Westen gleich unter dem Parkplatz über den Bach und auf dem breiten Weg neben ihm nach Süden bis zu einer Alpstraße. Wenige Meter nach links auf die große Passstraße und auf ihr rasch zur Abzweigung des am Anfang dieses Kapitels beschriebenen Normalwegs auf den Besler. Man erreicht ihn etwa in 1 1/4 Std. Von dessen Gipfel über den Klettersteig wieder hinab, dann nach Osten über den Grat und in den Hängen südlich davon zur Oberen Gundalpe und weiter in den Sattel vor dem Geißwiedenkopf. Nun durch die nordseitigen Hänge in einen weiteren Sattel mit Jagdhütte und auf dem Königsweg weit hinab zum Wildpark. Über den Hügel »Herrenberg« hinab und nach links zur Passstraße. Links um den Tunnel, dahinter über die Ache und durch Sonderdorf wieder etwas aufwärts nach Bolsterlang und zur Talstation. Ab Besler etwa 2 1/2 Std. Mit Familie und Kindern Die beschriebene Tour auf den Besler ist so kurz und abwechslungsreich, dass sie allen etwas größeren Kindern viel Spaß machen wird. Ein besonders abenteuerliches Schmankerl am Ende der Tour ist die Sturmannshöhle (siehe Kasten).

Dauer - Direkter Aufstieg plus direkter Abstieg reichlich 2 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied350 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktObermaiselstein (849 m), stattlicher Ferienort auf einer versteckten, sonnigen Hochfläche. Von dort auf der weitgehend gut ausgebauten Straße empor zum Riedbergpass (1420 m) und noch 600 m auf der Straße abwärts Richtung Balderschwang (parken am Straßenrand, 1390 m).
TourencharakterKein anderes Massiv in den Allgäuer Voralpen präsentiert sich so wild und malerisch, liegt zudem so auffallend im Blickfeld wie der Besler, obwohl er nur 1679 m hoch ist. Sein Zackenkamm trägt ein halbes Dutzend kantiger Felsköpfe mit scheinbar senkrechten Wändchen. Die Route ist ebenso kurz wie kurzweilig, zwar teilweise steil, doch ohne echte Probleme (außer bei Nässe); sie kann zudem variiert und erweitert werden. Da lockt etwa ein 25-m-Klettersteig durch die Nordwand – eine ideale Möglichkeit, so etwas einmal zu testen. Man kann auch von der Schönbergalpe über die Dinigörgenalpe und die Südwestseite zum Gipfel aufsteigen. Wer etwas Großes unternehmen will, begeht die Runde, die den Besler mit dem gegenüberliegenden Gipfel, dem Riedbergerhorn (siehe Tour 3), verbindet.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte des Bayerischen Landesvermessungsamt 1 - 50000, Blatt Allgäuer Alpen.
VerkehrsanbindungVon der Allgäu-Autobahn zur Ausfahrt Waltenhofen und auf der B 19 an Sonthofen vorbei nach Fischen, dort rechts ab und 3 km nach Obermaiselstein.
GastronomieEvtl. Gasthaus Grasgehren (1447 m), Gästezimmer, Tel. 08326/7773.
Tipps
Sturmannshöhle Südlich von Obermaiselstein befindet sich etwa 100 m über den flachen Wiesenböden der unscheinbare Eingang zur einzigen erschlossenen Höhle des Allgäus. Nach einer geräumigen Vorhalle führt ein schmaler Gang ins Innere des Berges. Er folgt einer natürlichen Kluft, eine Verwerfung, die bei der Alpenfaltung entstand und durch den einstigen Höhlenbach ihre heutige Form erhielt. Dieser zog sich inzwischen in ein tieferes Stockwerk zurück. Plötzlich endet der Gang, und die Höhle führt als fast senkrechter Schacht 62 m in die Tiefe. Auf guten Stufen und Leitern steigt man zum laut tosenden Bach hinab.
Höchster Punkt
Besler (1679 m)
Unterkunft
Wie Einkehr.
Tourismusbüro
Verkehrsamt Obermaiselstein, Am Schneid 18, 87538 Obermaiselstein, Tel. 08326/277, E-Mail: info@obermaiselstein.de.
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