Bergdorf Gerstruben

Abwechslungsreiche Wanderung durch spannenden Tobel (Autor: Christiane Floto, Antje Martin)
8 km
330 m
2.00 h
Wir parken auf dem Parkplatz Renksteg, überqueren die Straße zur Fellhornbahn und folgen dem ausgeschilderten Wirtschaftsweg Richtung Golfplatz. Vorbei am Golfplatz folgen wir der Straße weiter über Dietersbach in Richtung Spielmannsau, bis wir links die Möglichkeit haben, auf einen kleinen Pfad abzubiegen. Gutes Schuhwerk ist auf diesem Weg für die »Zweibeiner« Pflicht, bei Nässe wird es hier sehr schnell rutschig. Durch den Wald kommen wir nun in den Hölltobel, hier wandern wir steil bergauf auf gut gesichertem Steig weiter, überqueren einen Bach und haben kurz danach die Möglichkeit, einen kleinen Abstecher auf eine Plattform zu wagen, von dort aus haben wir einen tollen Blick in den Tobel. Ängstliche Hunde sollte man hier besser an die Leine nehmen, der Blick in die Tiefe ist nichts für vorsichtige Vierbeiner! Noch ein kurzes Stück bergauf und wir kommen auf die Zugangsstraße nach Gerstruben. Nach einigen Minuten sehen wir die ersten Häuser und können einen aussichtsreichen Rundumblick in die Allgäuer Berge genießen. Auch die 400–500 Jahre alten Walserhäuser und die kleine Kapelle von Gerstruben sind schön anzuschauen. Die Siedlung Gerstruben war noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts von Bergbauernfamilien bewohnt und ist sehr gut erhalten, sie gilt als traditionsreiches Kulturgut. Hier oben, inmitten der hohen Allgäuer Berge, hat man das Gefühl, in einer anderen Zeit gelandet zu sein – keine Autos, kein Lärm, totale Abgeschiedenheit wie vor Hunderten von Jahren. Möchte man eines der alten Walserhäuser von innen besichtigen, empfiehlt es sich, die Tour an einem Samstag zu starten. Zu dieser Zeit warten zwei sehr nette Damen darauf, interessierten Wanderern die liebevoll originalgetreu hergerichteten Räumlichkeiten zu zeigen. Spätestens bei dieser Besichtigung fühlt man sich wie auf einer Zeitreise – und man fragt sich, wie die Menschen hier oben vor 400 Jahren die langen, schneereichen Winter überstanden haben ... Nach einer ausgiebigen Rast im Gasthof Gerstruben – hier sind auch Vierbeiner herzlich willkommen – folgen wir der Zufahrtsstraße bergab, bis wir wieder am Parkplatz Renksteg ankommen. Alternativ können wir aber auch über den Christlessee zurückkehren, hierbei aber bitte wie in Tour 20 beschrieben beachten, dass man eine Gitterbrücke überqueren muss – dies bedeutet oft eine große Überwindung für einen ängstlichen Vierbeiner.

Thermentour
Wandern mit Hund

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied330 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz Renksteg in Oberstdorf
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterGerstruben ist eine der ältesten Siedlungen Deutschlands mit einer aufregenden Kulisse inmitten der Allgäuer Alpen. Der Aufstieg führt durch den wilden Hölltobel mit einem sehenswerten Wasserfall.
Beste Jahreszeit
KartentippTopographische Karte des Bayerischen Landesvermessungsamtes 1 - 30 000, Blatt Allgäu
VerkehrsanbindungVon Kempten aus auf der B 19 bis Oberstdorf, am Orts- eingang rechts Richtung Fellhornbahn bis zum Parkplatz Renksteg
Tipps
Das Museumsdorf Gerstruben Eines der alten Walser- häuser ist liebevoll zu einem Museum hergerichtet worden, man kann hier ein komplett eingerichtetes, denkmalgeschütztes Bauernhaus besichtigen. Öffnungszeiten - in der Saison immer samstags 13–16 Uhr.
Informationen
Tipp - Nach der Tour Entspannen in der Oberstdorf-Therme

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