Bei Bad Urach durch die Hölle

Abwechslungsreiche Wanderung mit drei Anstiegen am stark gegliederten Albtrauf; zu Beginn ein Asphaltweg, anschließend Wald- bzw. breite Forstwege; zwei Wasserfälle, frühgeschichtliche Burgstelle und Burgruine. (Autor: Peter und Ute Freier)
1 km
450 m
3.00 h
Parkplatz – Kopf des GütersteinerWasserfalls (45Min.) – Runder Berg (30Min.) – UracherWasserfall (knapp 45Min.) – Burgruine Hohenurach (1 Std.) – Parkplatz (30Min.). Zum Gütersteiner Wasserfall und auf den Runden Berg: Vom Parkplatz »Wasserfall« folgen Sie einem asphaltierten Fahrweg (Markierung: blaues Dreieck, Gütersteiner Wasserfall), der im breiten Maisental den Brühlbach (Abfluss des Uracher Wasserfalls) überquert. Nach einigen hundert Metern halten Sie sich an einer Weggabelung rechts, an einem Weiher links und passieren den Gestütshof Güterstein, eine Zweigstelle des Haupt- und Landgestüts Marbach. Kurz darauf steigen Sie an einer Weggabelung nach rechts (Markierung: blaues Dreieck) in Kehren steil an zum Gütersteiner Wasserfall. Unterhalb einer Felswand fließt von einer aus Kalksinter gebildeten Terrasse mit kleinen Wasserbecken das Wasser über zahlreiche schmale, aus angelagertem Kalk entstandene Felssporne ab. Sie folgen einem Waldweg (Markierung: rote Gabel), anschließend einem ansteigenden Forstweg (Markierung: rote Gabel, Hölle) und halten sich in einer Rechtskehre des Forstwegs links (Markierung: rote Gabel, Hölle). Sie steigen in einen Sattel auf, aus dem Sie vollends ansteigen zum Gipfelplateau des Runden Bergs (711m). In den Boden eingerammte Pfosten vermitteln eine Vorstellung von der Größe des Langhauses eines befestigten alamannischen Fürstensitzes (4.–6. Jh.). Durch die Hölle zum Uracher Wasserfall: Zurück im Sattel steigen Sie bei einer Hütte nach links auf einem Pfad (Markierung: rote Gabel) in Kehren hinunter in die »Hölle«, eine ausgedehnte Steinschutthalde aus zahllosen Felsbrocken, die von der hohen Wand des Rutschenfelsens abgewittert sind. Aufgrund der Höhe des Rutschenfelsens ist die Sonneneinstrahlung auch im Hochsommer gering, so dass es selbst an warmen Tagen hier unten recht kühl sein kann. Am Fuß des Uracher Wasserfalls halten Sie sich an einer Weggabelung rechts und steigen zu einem breiten Absatz hinauf; oben gibt es Bänke, einen Kiosk und eine Grillstelle. Von dieser Kalksinter-Terrasse stürzt der Uracher Wasserfall 37Meter tief hinab, im Hochsommer als dünnes Rinnsal, nach heftigen Niederschlägen und während der Schneeschmelze jedoch mit mehr als 1000 Litern pro Sekunde. Zur Burgruine Hohenurach und zurück zum Ausgangspunkt: Auf dem Hangabsatz folgen Sie einem Forstweg (Markierung: rotes Dreieck), der bequem zu einer Wegkreuzung in einem Sattel führt (580m; Schutzhütte und Grillstelle). Geradeaus steigt ein Weg steil an zu den umfangreichen Mauerresten der Burgruine Hohenurach (692m). Sie kehren in den Sattel zurück, steigen nach rechts in das Maisental ab (Markierung: blaue Raute) und erreichen nach rechts entlang des Brühlbachs Ihren Ausgangspunkt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour1 km
Höhenunterschied450 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGebührenpflichtiger Parkplatz »Wasserfall«.
Endpunktwie Ausgangspunkt
TourencharakterDie Umgebung von Bad Urach gilt als eine der reizvollsten Landschaften der Mittleren Alb mit dem höchsten Wasserfall der Schwäbischen Alb, mit der malerischen Burgruine Hohenurach und mit einer bedeutenden alamannischen Burgstelle auf dem Runden Berg, einem nur noch durch einen schmalen Grat mit der Albhochfläche verbundenen Bergkegel.
Beste Jahreszeit
KartentippFreizeitkarte des LVA B-W, Blatt 524 (Bad Urach), 1:50 000.
VerkehrsanbindungPKW: Von Reutlingen B 28 über Metzingen nach Bad Urach; am Stadtrand an der ersten Ampelkreuzung rechts abbiegen und 500m zum Parkplatz »Wasserfall«. Bahn: Linie Stuttgart–Tübingen bis Metzingen, umsteigen in die Ermstalbahn und bis zur Haltestelle Bad Urach-Wasserfall.
GastronomieMaisentalstüble mit Biergarten am Parkplatz; Kiosk am Kopf des Uracher Wasserfalls (nur im Sommer).
Informationen
BAD URACH Sehenswert sind in der Altstadt von Bad Urach: der Marktplatz mit einem spätgotischen Brunnen und einem Fachwerkrathaus (15. Jh.); das Haus am Gorisbrunnen, ein Fachwerkgebäude (15. Jh.) im Stil eines italienischen Renaissancehauses; das Residenzschloss, in dem zwischen 1442/43 und 1482, als die Grafschaft Württemberg geteilt war, die Uracher Linie der Grafen von Württemberg lebte (Führungen täglich außer Mo); die St. Amanduskirche, eine spätgotische Basilika (1475–1500) mit einem Betstuhl des Herzogs Eberhard im Bart (Ende 15. Jh.). Nassen Freizeitspaß für die ganze Familie bieten die Bäder von Bad Urach: Von Mitte Mai bis Mitte September ist das kleine, reizvoll am südlichen Talhang in der Nähe der Jugendherberge gelegene Höhenfreibad am Tiergartenberg geöffnet; ganzjährigen Badespaß bietet das Thermalbad »AlbThermen« im Kurviertel.
Unterkunft
In Bad Urach mehrere Hotels und Gasthöfe; Jugendherberge Bad Urach; nahebei Naturfreundehaus Seltbachtal.
Tourismusbüro
Bei den Thermen 4, 72574 Bad Urach, Tel. 07125/94 32-0, www.bad-urach.de

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