Stadtspaziergang in der Bundeshauptstadt

Babelsberg, Pfaueninsel und Pfingstberg

Durch die Potsdam-Berliner Weltkulturerbe-Landschaft. Bequeme Parkwanderung mit wunderschönen Ausblicken über die Havelseen und die Potsdam-Berliner UNESCO-Weltkulturerbe-Landschaft. (Autor: Bernhard Pollmann)
23 km
100 m
5.00 h
Die einzigartige Wirkung dieser von herausragenden Architekten und Künstlern des Klassizismus und der Romantik gestalteten Landschaft mit ihrem »arkadischen« Gepräge, den verschlungenen Wegeführungen und mannigfaltigen Sichtbezügen macht dieses Gebiet an der seenartig erweiterten Havel zu einer der herausragendsten Kultur- und Natur-Wanderlandschaften Deutschlands. Auch der Europäische Fernwanderweg 11 führt durch dieses Gebiet. Die in jeder Hinsicht einzigartige Wanderung – für die man gut zwei Tage brauchen kann – führt zu den Weltkulturerbestätten Babelsberg, Glienicke, Pfaueninsel und Neuer Garten mit ihren Schlössern, Museen und Gärten. Den krönenden Abschluss bildet der gigantische Rundblick vom Belvedere auf dem Pfingstberg.

Schloss und Park Babelsberg

Wir verlassen den Hauptbahnhof Potsdam durch den Nordausgang, queren die Babelsberger Straße und gehen zwischen Wiese und Parkplatz zur Promenade vor dem Havelkanal Neue Fahrt, hinter dem sich die stadtbildprägende Kuppel der klassizistischen Nikolaikirche zeigt. Auf der Promenade längs der von Ausflugsbooten belebten Neuen Fahrt führt die Blaustrich-Markierung des Europäischen Fernwanderwegs 11 in Grünanlagen rechts, überquert auf einer Holzbrücke die hier in die Havel mündende Nuthe, taucht bald nach Unterqueren der ersten Straßenbrücke am Havelhaus in den Park Babelsberg ein und erreicht dort das Strandbad am Tiefen See.

Hier verlassen wir den E 11, folgen der Wasserlinie geradeaus zum aussichtsreichen Kleinen Schloss (Restaurant), steigen wenig später auf der Goldenen Rosentreppe hinauf zum Schloss Babelsberg, dem ersten »gothic castle« in Deutschland, und genießen den erstklassigen Blick auf Potsdam und die Havellandschaft; in Sicht ist auch die Glienicker Brücke.

Der Park Babelsberg mit seinem »gotischen« Schloss und anderen gotisierenden Bauwerken zählt zu den Höhepunkten der im 19. Jh. im Stil englischer Gärten gestalteten Havellandschaft am Übergang von Potsdam und dem späteren Groß-Berlin. Die Parkanlagen, Gärten, Teiche, Denkmäler und Gebäude wurden ab 1833 im Hang des Babelsbergs über dem von der Havel durchflossenen Tiefen See als Sommerresidenz des Kronprinzen und nachmaligen preußischen Königs und deutschen Kaisers Wilhelm I. angelegt mit Sichtkontakt zu den Parkanlagen von Schloss Klein-Glienicke.

Die Gestaltung des 124 ha großen Landschaftsgartens oblag ab 1833 Peter Joseph Lenné und ab 1843 Hermann von Pückler-Muskau. Schloss Babelsberg (Museum) wurde 1833–1849 nach Entwürfen von Friedrich Schinkel und Ludwig Persius im Tudorstil errichtet; es war das erste »gothic castle« in Deutschland. Das klassizistische Kleine Schloss am Seeufer entstand 1841/42 durch Umbau eines ehemaligen Gärtnerhauses. Der neugotische Flatowturm wurde 1853–1856 von Johann Heinrich Strack auf einer Hügelkuppe als Aussichtsturm errichtet.

Für einen Rundgang durch den Park sollten mindestens 2 Std. veranschlagt werden. An den Panoramasitzbänken vor Schloss Babelsberg, die zur Glienicker Brücke schauen, gehen wir rechts weiter, steigen spätestens nach Passieren des historischen Dampfmaschinenhauses hinab zur unteren Promenade längs der Glienicker Lake – hier mündet der Teltowkanal in die Havel – und treffen an der Parkbrücke wieder auf die Blaustrich-Markierung des E 11.

Der Blaustrich-Markierung folgend, überqueren wir die Parkbrücke – links die Glienicker Lake, rechts die Fortsetzung des Griebnitzsees – und treffen hinter dem Restaurant »Prinz Leopold« auf eine Verzweigung. Während sich der E 11 rechts wendet (er führt zum Wannsee), folgen wir dem rot bezeichneten Bugaweg links weiter durch die Waldmüllerstraße am Restaurant »Bürgershof« vorbei, erreichen beim Jagdschloss Glienicke Berliner Territorium und treffen gegenüber vom Schloss Klein-Glienicke auf die Königstraße (B 1) - Hier ginge es links weiter zur Glienicker Brücke, wir queren jedoch die Königstraße und betreten das Gelände des klassizistischen Schlosses Glienicke durch das Hauptportal.

Lustgarten Glienicke

Nach Betreten des Geländes von Schloss Glienicke durch das Hauptportal gehen wir am Restaurant vorbei, wenden uns links und erreichen das von Friedrich Schinkel umgebaute Casino. Dort bietet sich ein prachtvoller Blick über die Havel und den Jungfernsee hinweg auf Potsdam mit dem Belvedere auf dem Pfingstberg. Der 1816/24–1845 von Peter Joseph Lenné als »pleasureground« (Lustgarten) angelegte Landschaftspark von Schloss Glienicke an der Havel zählt zu den bedeutendsten Berliner Parklandschaften.

Der englische Name verweist darauf, dass das Ziel die Schaffung eines romantischen englischen Gartens war. 1824 begann Friedrich Schinkel mit dem Umbau eines alten Billardhauses über dem aussichtsreichen Hochufer an der Havel zum Casino. Das Casino bildet heute einen der schönsten Panoramapunkte über der Havel – mit einem der besten Sonnenuntergangsblicke.

Schinkel leitete auch den Umbau von Schloss Glienicke in Formen des Klassizismus. Heute bildet Schloss Glienicke den Rahmen für Solo- und Kammerkonzerte klassischer Musik, im Sommer finden die Veranstaltungen in der Orangerie des Schlosses statt. Unterhalb des Casinos sehen wir die Havelpromenade, auf die wir nun wechseln: Kurz zurück, dann links und wieder links, und wir befinden uns auf der Havelpromenade, die teils unter alten Bäumen, teils mit exzellenten Ausblicken an der Teufelsbrücke vorbei zum gepflegten Gartenrestaurant »Moorlake« und weiter zum Fähranleger gegenüber der Pfaueninsel führt.

Der schönste Blickpunkt auf diesem Wegstück ist die 1841–1844 von Ludwig Persius am Nordufer des Jungfernsees an der Havel errichtete Heilandskirche; sie ist das bedeutendste Beispiel romantisch-klassizistischer Sakralarchitektur im Berlin-Brandenburger Raum. Von DDR-Grenztruppen wurde das evangelische Gotteshaus 1961 vandalisiert, um ein Betreten unmöglich zu machen. Nach dem Ende der sozialistischen Diktatur erfolgte 1993–1996 die Restaurierung, heute steht die Heilandskirche als Kulturerbe der Menschheit unter dem Schutz der UNESCO.

Die von einer offenen Arkadenhalle umgebene »Landschaftskirche« wirkt wie eine dreischiffige Basilika, die malerische Wirkung wird durch die Wasserspiegelung noch gesteigert. Die rosa Backstein-Wandflächen werden durch horizontale Bänder aus blau glasierten Fliesen gegliedert. Der frei stehende Campanile trägt eine der ältesten erhaltenen Potsdamer Glocken (1406).

Liebesschloss auf der Pfaueninsel

Mit der Pendelfähre erreichen wir die autofreie Pfaueninsel, auf der Rauchverbot herrscht, und folgen dem Hauptweg im Uhrzeigersinn. Die Pfaueninsel in der Havel zählt mit dem weißen Schloss, den Garten- und Parklandschaften, dem Luisentempel, dem Rosenlabyrinth usw. zu den schönsten Wanderzielen vor den Toren Berlins. Seit 1990 steht das Ensemble aus Architektur und gestalteter Natur unter dem Schutz der UNESCO. Benannt ist die Insel nach den ab 1795 hier angesiedelten Pfauen. Die Pfauen spazieren frei auf den (Wald-)Wegen umher.

Theodor Fontane schwärmte: »Pfaueninsel! Wie ein Märchen steigt ein Bild aus meinen Kindertagen vor mir auf: Ein Schloss, Palmen und Känguruhs; Papageien kreischen; Pfauen sitzen auf hoher Stange oder schlagen ein Rad, Volièren, Springbrunnen, überschattete Wiesen; Schlängelpfade, die überall hinführten und nirgends; ein rätselvolles Eiland, eine Oase, ein Blumenteppich inmitten der Mark.« Das weiße Schloss entstand 1794–1797 als Liebesnest für den mit Luise verheirateten Kronprinzen und nachmaligen König Friedrich Wilhelm III. und seine damalige Geliebte Gräfin Lichtenau.

Johann Gottlieb Brendel schuf eine künstliche »gotische« Ruine mit weißer Holzverkleidung und Trompe-l'Œil-Malereien. Die gotisierende Eisenbrücke zwischen den Türmchen wurde 1806 in der Berliner Königlichen Eisengießerei gegossen. Zuletzt erreichen wir den Rosengarten. Peter Joseph Lenné legte ihn ab 1821 an, am Beginn der durchgreifenden Umgestaltung der Pfaueninsel zum englischen Landschaftsgarten. Im Rosengarten und im 1989 angelegten Ergänzungsrosengarten (er zeigt die 220 historischen Rosensorten aus Lennés Rosengarten in systematischer Anordnung) verströmen mehr als 1000 Rosenstöcke aus der Zeit bis 1850 ihren Duft.

Zur Glienicker Agentenbrücke

Vom Rosengarten gehen wir hinab zum Fähranleger, kehren mit der Pendelfähre zurück ans Festland, gehen kurz rechts und wechseln am Ende der Restaurantgebäude auf den Weg, der bergwärts in den Laubwald hinaufführt. An der ersten Kreuzung – rechts ein Aussichtspunkt – geht es geradeaus. An der evangelischen Kirche Sankt Peter und Paul vorbei, die 1834–1837 von August Stüler nach Entwürfen Friedrich Schinkels errichtet wurde.

Auf Nikolskoe bietet sich ein prachtvoller Blick auf die Havel, desgleichen am gleich darauf erreichten Gasthaus Blockhaus Nikolskoe, das auf ein 1819 im russischen Stil errichtetes und nach dem späteren Zaren Nikolaus I. benanntes Blockhaus zurückgeht. Vom Blockhaus an die Straße tretend, gehen wir kurz rechts hinauf und zweigen gegenüber einer Parkplatzzufahrt rechts auf den Waldweg ab. Er führt hinab zum am Ausgang eines Tals gelegenen Restaurant Moorlake.

Dort beginnt am unteren Ende des Parkplatzes links der Waldweg durch den Glienicker Volkspark, einen Landschaftsgarten, in dem wir an Verzweigungen den weißen Richtungsdreiecken folgen, an einer Wiese halb rechts hinauf zu einem schönen Aussichtspunkt gelangen, wenig später oberhalb der Teufelsbrücke entlangwandern und dann zurückkehren zum Schloss Glienicke. Hier treten wir wieder an die Königstraße und gehen nun rechts zur Glienicker Brücke, die einen schönen Blick zum Schloss Babelsberg bietet. In Zeiten des Kalten Kriegs verlief hier die kommunistische Demarkationslinie durch Deutschland, in dieser Zeit erlangte die Glienicker Brücke Berühmtheit als Austauschort von Spionen.

Schloss Cecilienhof

Hinter der Glienicker Brücke zweigen wir rechts in die Grünanlagen längs der Havel bzw. des Jungfernsees ab, kommen am Sacrow-Fähranleger vorbei und betreten an der Schwanenbrücke den Neuen Garten (UNESCO-Weltkulturerbe). Hier der Gelbstrich-Markierung folgend, gelangen wir zur Nordbucht des Heiligen Sees und sehen dort in der Nähe einer ruhigen FKK-Wiese zwischen Bäumen Schloss Cecilienhof, eines der schönsten Potsdamer Schlösser.

Schloss Cecilienhof, 1913–1917 von Paul Schultze-Naumburg im Neuen Garten für Kronprinz Wilhelm und seine Frau Cecilie zu Mecklenburg-Schwerin errichtet, fungiert heute als Museum der Potsdamer Konferenz und beherbergt ein Hotel. Der vielgestaltige letzte Schlossbau der Hohenzollern mit seiner dekorativen Verbindung aus Ziegelarchitektur, Naturstein und Fachwerkverblendung orientierte sich an englischen Landhäusern im Tudorstil.

In Schloss Cecilienhof trafen US-Präsident Harry S. Truman, der britische Premier Winston Churchill und der sowjetische Diktator Stalin am 17. Juli 1945 zur ersten und letzten Konferenz der »Großen Drei« nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa zusammen. Nach einem Erdrutsch-Wahlsieg der Labour Party reiste Churchill am 25. Juli ab, Clement Attlee als neuer Premier leitete während der zweiten Konferenzphase die britische Delegation.

Bis zum 2. August verständigten sich die Teilnehmer auf ein Kommuniqué über die territorialen, wirtschaftlichen und politischen Grundsätze für die Behandlung des besiegten nationalsozialistischen Deutschen Reichs. Vorbehaltlich einer friedensvertraglichen Lösung erkannten die Westalliierten die Westverschiebung der polnischen Grenze bis an die Flüsse Oder und Neiße und die Vertreibung der Deutschen aus ihrer dortigen Heimat an. Die deutsche Bevölkerung aus den Ostgebieten, der Tschechoslowakei und Ungarn sollte in »ordnungsgemäßer und humaner« Weise ausgesiedelt werden.

Pfingstberg-Panorama

Vom Schloss Cecilienhof geht es am Jungfernsee entlang zur Meierei (Schiffsanlegestelle, Gaststätte). Dort verlassen wir den Neuen Garten und folgen der Großen Weinmeisterstraße kurz halb links, bis die Markierungen halb rechts (Am Pfingstberg) zum Belvedere (UNESCO-Weltkulturerbe) auf den Pfingstberg hinaufführen.

Das Belvedere – hier wird Eintritt verlangt, um Vandalen fern zu halten – auf dem 96m hohen Pfingstberg, der höchsten Erhebung Potsdams, ist der faszinierendste Panoramapunkt der als Weltkulturerbe ausgewiesenen Potsdam-Berliner Schlösser-, Teiche- und Parklandschaft an der Havel. Wie in einer mediterranen Landschaft schweift der Blick von dem klassizistischen Prachtbau über die Wälder und Parks des Havellands, auf die Pfaueninsel, über das Zentrum Potsdams und bis hin zum Fernsehturm am Alexanderplatz in Berlin.

Der preußische König Friedrich Wilhelm IV., der »Romantiker auf dem Thron«, skizzierte die Pläne für ein Aussichts-Lustschloss auf der die Havellandschaft beherrschenden Anhöhe. 1847–1852 errichtete Ludwig Hesse den Bassinhof und die Rückfront mit den Türmen sowie die offenen Kolonnadengänge auf den Hofseiten. Nach der Entmündigung des Königs 1858 wurde das Projekt in reduzierter Form zu Ende geführt: Friedrich Stüler errichtete die kuppelgewölbte Pfeilerhalle als Entrée in den Bassinhof, Peter Joseph Lenné legte ab 1862 den Landschaftspark an, in den er den Pomona-Tempel (1801), das Erstlingswerk Friedrich Schinkels, einbezog.

Nach 1945 verfiel das Gebäude, in dessen Nachbarschaft der KGB nach Westberlin lauschte. Großzügige Spenden von Werner Otto und der Stiftung Reemtsma ermöglichten nach der deutschen Wiedervereinigung eine glanzvolle Restaurierung. Bundespräsident Rau eröffnete 2003 den Ostturm, seither sind wieder beide Türme zugänglich – ein Glanzpunkt, auf dem man sich kaum satt sehen kann.

Holländisches Viertel

Aus dem Belvedere auf dem Pfingstberg tretend, wandern wir rechts hinab im Wald am jüdischen Friedhof entlang zur russisch-orthodoxen Kirche auf dem Kapellenberg und folgen von dort den Wegweisern hinab in den Neuen Garten, und zwar Richtung Marmorpalais. An diesem Museum am Heiligen See wenden wir uns rechts und gelangen an der Orangerie (Café) vorbei auf der Seeuferpromenade zur Gotischen Bibliothek am Südende des Sees.

Hier queren wir an der Ampel die Straße und gehen geradeaus durch die Kurfürstenstraße, an der Gabelung halb rechts. Die Gelbstrich-Markierung zweigt bald darauf links in das Holländische Viertel ab. Im Edikt von Potsdam sicherte Friedrich Wilhelm, der »große« Kurfürst von Brandenburg und Herzog in Preußen, am 8. November 1685 den verfolgten französischen Hugenotten Glaubensfreiheit, Niederlassungsrecht und wirtschaftliche Privilegien in Brandenburg und Preußen zu.

In der Folgezeit wanderten rund 20000 Hugenotten nach Brandenburg und Preußen ein, und in Potsdam entstand das Holländische Viertel, das heute einzige barocke Stadtviertel im holländischen Stil außerhalb der Niederlande. Im Holländischen Viertel kann man sich durch Nebenstraßen mit Cafés und Läden treiben lassen und dann welchen Rückweg auch immer nehmen:

Straßennäher ist der Weg über den Platz der Einheit und vorbei an der Nikolaikirche, die Alternative ist die als Fußgängerzone ausgewiesene Brandenburger Straße. Sie führt zum Brandenburger Tor am Luisenplatz, wo Straßenbahn und Bus die zwei Haltestellen zurück zum Hauptbahnhof fahren.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour23 km
Höhenunterschied100 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortPotsdam ist die Hauptstadt des Bundeslands Brandenburg und bildet mit ihren über Jahrhunderte hinweg angelegten Parks, Gärten und Schlössern – am berühmtesten ist Sanssouci – sowie dem historischen Stadtkern eines der bedeutendsten Gesamtkunstwerke von gestalteter Natur und Architektur in Deutschland.
AusgangspunktHauptbahnhof Potsdam. Hier bestehen auch gute Parkmöglichkeiten.
TourencharakterDas Park-, Seen- und Schlösserensemble beidseits der Havel am Übergang von Potsdam zur Bundeshauptstadt Berlin ist die größte UNESCO Welterbestätten-Landschaft in Deutschland und aus der Wandersperspektive ein Gebiet absoluter Schönheit.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Freizeitkarte 1 - 50 000, Blatt Havelseengebiet (Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg), oder Kompass Wander- und Radtourenkarte 1:50 000, Blatt 745 Havelland.
VerkehrsanbindungPotsdam liegt an der B 1 von Berlin nach Brandenburg/Havel.
GastronomieZahlreiche Einkehrmöglichkeiten längs des gesamten Wegs (außer auf der Pfaueninsel).
Tipps
Potsdam: Unter dem preußischen »Soldatenkönig« Friedrich Wilhelm I. (regierte 1713–1740) erfolgte der Ausbau Potsdams zum Garnisonsstandort. Mit der Grundsteinlegung für Schloss Sanssouci unter König Friedrich II., dem Großen (regierte 1740–1786), begann 1744 die Errichtung der glanzvollen Schloss- und Parkanlagen, die die Stadt umgeben. Eine neue künstlerische Blütezeit bildete die Regierung des »romantischen« Königs Friedrich Wilhelm IV. (1840–1858/61). 1945 wurden weite Teile der Stadt von britischen Bomben und der Sowjetarmee in Trümmer gelegt, 1958 begann die sozialistische Umgestaltung des Stadtzentrums - Stadtschloss, Garnisonkirche, Heilig-Geist-Kirche und andere wurden als »Symbole des Militarismus« abgerissen, durch sozialistische Plattenbauten wurden Sichtbezüge verunstaltet bzw. zerstört. 1990 wurde die 142000 Einwohner zählende Stadt Hauptstadt des deutschen Bundeslandes Brandenburg. Durch umfassende Renovierungen, die u. a. durch großzügige Spenden von Privatpersonen ermöglicht wurden, ist die Kulturlandschaft seither zu einem großen Teil wieder hergestellt worden.
Tourismusbüro
Tourist-Information der Stadt Potsdam, Friedrich-Ebert-Straße 5, 14467 Potsdam, www.potsdam.de

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