Aussichtsreich über Arco

Eine herrliche, unschwierige Tour, die Kultur und Natur verbindet. Von Santa Maria di Laghel führt ein Pfad hinauf zum Gipfel; kurze, harmlose Klettereinlage vor dem Gipfel. In der Mittagshitze im Hochsommer nicht zu empfehlen. (Autor: Joachim Lutz, Sabine Malecha)
2 km
300 m
2.00 h
Von Arco zum Monte Colodri.
Vom Parkplatz bei der Sarcabrücke schlendern wir durch die mittelalterliche Altstadt von Arco zum großen Hauptplatz mit der Kirche »Collegiata di Santa Maria Assunta«. Sie wurde zwischen 1613 und 1617 nach den Plänen von Giovanni Maria Filippi di Dasindo, Architekt des kaiserlichen Gefolges, erbaut und enthält wertvolle Altäre, Skulpturen, Gemälde und einen reichen Schatz an Kelchen, Kreuzen und Monstranzen.
Gegenüber der Kirche folgen wir immer den Schildern Richtung »Castello di Arco« und erreichen nach einer steilen Treppe, die von hohen Steinmauern eingerahmt wird, einen bequemen Weg, der uns in weiten Kehren zur Burg hinaufführt. Auf diesem Weg wandern wir mit Sicht auf die Dächer der Altstadt und das Nordufer des Gardasees nach oben zum Burgeingang (278 m; 25 Min.).
Nach der Burgbesichtigung nehmen wir den breiten Weg unterhalb der Burg Richtung Norden zum Parkplatz der Burg. Nach dem Tor biegen wir nach rechts ab und folgen einer kleinen Straße, durch Olivenhaine aufwärts, Richtung Laghel. Vorbei an zahlreichen Kreuzwegstationen kommen wir zur Wallfahrtskirche »Santa Maria di Laghel« (15 Min).
Über den »Sentiero dei Lecci«.
Hier geht es weiter zum Gipfel des Monte Colodri (35Min.). Wir folgen dem Steig bergauf, an Hinweistafeln vorbei, die uns über die hiesige Fauna und Flora informieren. Hier herrscht eine reine Mittelmeervegetation vor (Steineichen, Buchsbaum, Ginster u. v. m.). An allen Abzweigungen halten wir uns rechts. Am Wegweiser nicht links Richtung Monte Colt gehen, sondern Richtung Monte Colodri. Es folgt ein kurzes Kletterstück über eine unschwierige Felsstufe zum Gipfel. Das Colodri- Kreuz (400 m) ragt in den tiefblauen Himmel. Von hier hat man einen fantastischen Blick auf den See. Auf gleichem Weg geht es zurück (50 Min.).
Besichtigungstipps Arco.
Die sehr sehenswerte und gepflegte Burg Arco besteht aus mehreren Türmen und Gebäuden, die schon von Weitem sichtbar die Stadt majestätisch überragen. Prunkstück der Burg ist ein Saal mit Fresken u. a. von Würfelspiel, Drachentöter und Rittereinweisung. Es ist sicher, dass die Burg schon um 1000 bestand. 1196 erklärte Frederico von Arco die Burg öffentlich zum lehensfreien Grundbesitz der Einwohner der Pfarrgemeinde Arco. Albrecht Dürer malte die Burg 1495; sein Gemälde »Le Val D’Arco/Fenediger Klausen« ist heute im Louvre zu besichtigen. Öffnungszeiten - April– Sept. täglich 10–19 Uhr, Okt.–März 10–16 Uhr, Jan. nur am Wochenende. Am Ende des erzherzoglichen Parks, der von Albert von Hasburg im Jahre 1872 um seine Villa herum angelegt worden war, erstreckt sich über etwa einen Hektar der Arboreto (der Baum- und Pflanzenpark). Öffnungszeiten: April–Sept. täglich 9–19 Uhr, Okt.–März 9–16 Uhr; der Eintritt ist frei.

Wandern Gardasee

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour2 km
Höhenunterschied300 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortArco
AusgangspunktSarcabrücke in Arco
EndpunktSarcabrücke in Arco
TourencharakterArco, das »Nizza des Trentino«, ist ein Touristenziel ersten Ranges - ein Paradies für Wanderer, Klettersteiggeher, Kletterer, Mountainbiker und Wassersportler, aber auch für Kulturliebhaber und Caféfreunde. Der älteste Teil der Stadt befindet sich am Fuß eines Felsens, auf dessen Gipfel sich die Reste der Burg der Grafen von Arco befinden. Der Ortsname Arco leitet sich von »arx« ab, was so viel bedeutet wie Festung. Der Tourismus entwickelte sich hier schon in der zweiten Hälfte des vorletzten Jahrhunderts, als Arco unter den Habsburgern als Ziel der gehobenen Gesellschaft Österreichs galt. Selbst im Winter ist es aufgrund der Lage – eingebettet zwischen den Bergen und nahe dem See – mild, was der Stadt den Bei - namen »Nizza des Trentino« verliehen hat. Der älteste Teil der Stadt ist bis heute von mittelalterlichen Mauern umgeben und beherbergt reizvolle Gassen, Gebäude und Plätze mit charakteristischen Brunnen. Arco liegt ganze 90 m hoch, die Burg immerhin schon 278 m, und der Monte Colodri ist sogar 400 m hoch. Er ist das Aussichtsziel unserer Wanderung, während die Burg und die Altstadt von Arco die kulturellen Höhepunkte bilden.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass-Wanderkarten - 1:50 000, Blatt 102 Lago di Garda, Monte Baldo; 1:35 000, Blatt 096 Alto Garda, Val di Ledro
MarkierungenHinweistafeln und teils rot-weiße Markierung
VerkehrsanbindungBrennerautobahn A 22, Ausfahrt Trento Centro oder Rovereto Sud, und weiter der Beschilderung nach Riva del Garda, Arco folgen (ca. 20 km). Parkmöglichkeit an der Sarcabrücke in Arco Richtung Sarcatal/Dro.
GastronomieIn Arco unzählige Bars und Restaurants
Informationen
LOCALE RUSTICO. Zwischen Riva del Garda und Arco, in der Località (dem Ortsteil) La Grotta, befindet sich das Restaurant »Alla Grotta«.Mit seiner rustikalen Einrichtung, dem großen Garten und der behaglichen Atmosphäre zählt es zu den charakteristischen Lokalen der Gegend. Der ehemalige Kuhstall wurde in den 70er-Jahren zu einem rustikalen Lokal umgebaut. Das Angebot auf der Speisekarte erstreckt sich von der Trentiner Küche über Grillspezialitäten bis zu Schweizer Gerichten. Da kann man die Herkunft der Betreiber erahnen. Schweizer im Trentino, da muss die Gegend etwas ganz Besonderes bieten. Ristorante »Alla Grotta«, Isa & Ebi Rausch, Via Monte Brione 5, S. Giorgio, Arco, Tel. 0039/0464/55 32 44, Fax 0039/0464/51 86 99, www.allagrotta.com
Tourismusbüro
TOURIST-INFO Ingarda Trentino – Ufficio Periferico, Viale delle Palme 1, 38062 Arco, Tel. 0039/0464/53 22 55, Fax 0039/0464/53 23 53, E-Mail - info@gardatrentino.it, www.gardatrentino.it

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