Ausflug zum Frienstein

Abwechslungsreiche Wanderung, vorwiegend auf gut begehbaren Wegen; am Frienstein Pfade mit Eisengriffen, nur für Schwindelfreie geeignet, steiler Abstieg auf leiterartigen Treppen (Autor: Tassilo Wengel)
8 km
240 m
2.00 h
Vom Lichtenhainer Wasserfall zum Kuhstall.
Wir überqueren die alte Steinbrücke beim Gasthof Lichtenhainer Wasserfall und wenden uns nach links. Der Weg führt in den Wald, anfangs bachaufwärts an der Kirnitzsch entlang, und windet sich allmählich zum Neuen Wildenstein mit dem Kuhstall hinauf (siehe auch Tour 10). Gleich neben dem großen Felsentor lädt seit 1823 die Bergwirtschaft zur Rast ein. Über die »Himmelsleiter« gelangt man zum Gipfelplateau auf 336 Meter Höhe mit Panoramablick auf die Hintere Sächsische Schweiz. Eine alte Zisterne und Falze für Türbeschläge erinnern an die frühere Besiedlung des Gipfelplateaus. Vor allem die Berken von der Duba lebten Ende des 14. Jahrhundert hier oben.
Über den Fremdenweg zum Frienstein.
Zurück am Kuhstall, folgen wir zunächst dem Wegweiser »Fremdenweg, Kleiner Winterberg 3/4 Std.« (Markierung roter Punkt) und steigen auf Treppen abwärts. Der Fremdenweg entpuppt sich als breiter Waldweg, auf dem wir die Zeughausstraße erreichen und sie beim Wettinplatz überqueren. Am Wegweiser beim Königsweg folgen wir der Markierung grüner Querstrich Richtung Frienstein und steigen zunächst einige Holzstufen aufwärts. Unser Weg führt durch schönen Buchenwald, der besonders in der herbstlichen Laubfärbung prachtvoll leuchtet, und an den bizarren Felsen des Kleinen Winterberges vorbei. Auf einem Hangweg geht es weiter. Durch die Bäume können wir Mittelndorf erkennen und bald mehrere schöne Ausblicke genießen. Es folgt ein romantischer, aber schmaler Weg, der sich ohne wesentliche Höhenunterschiede am Hang entlangzieht und immer wieder den Blick auf eigenwillig geformte Felsen freigibt. Schließlich erreichen wir den Frienstein, der auch als Vorderes Raubschloss bezeichnet wird. Ein schmaler Pfad führt dicht am Abgrund entlang um den Frienstein herum zur Friensteinhöhle, auch Idagrotte genannt. Hier befindet sich ein schöner Rastplatz mit Aussicht. Der Blick reicht bis zum Hausberg und dem Neuen Wildenstein mit dem Kuhstall.
Auf Königsweg und Zeughausstraße zurück.
Von der Idagrotte folgen wir dem Weg abwärts und kommen am Friensteinflössel vorbei. Es bietet allerdings kein Trinkwasser und ist nur zum Erfrischen geeignet. Nach einem kurzen bequemen Wegstück steigen wir steil über leiterartige Treppen ab, die auf den Königsweg münden. Dort schwenken wir nach links, halten uns an der Weggabelung rechts (Markierung grüner Querstrich) und erreichen die Zeughausstraße. Sie führt zum Beuthenfall, von dem aus wir auf dem Flößersteig zum Gasthof Lichtenhainer Wasserfall zurückkehren.

GEHZEITEN.
Gasthof Lichtenhainer Wasserfall – Kuhstall 3/4 Std. – Frienstein 1 Std. – Gasthof Lichtenhainer Wasserfall 3/4 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied240 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGasthof Lichtenhainer Wasserfall
EndpunktGasthof Lichtenhainer Wasserfall
TourencharakterDie zerklüfteten Felsen beim Oberen Affensteinweg faszinierten schon frühzeitig Naturliebhaber und Romantiker. Besonders der Kuhstall ist seit Langem ein viel besuchtes Ausflugsgebiet und vom Lichtenhainer Wasserfall bequem zu erreichen. Besonders reizvolle Ausblicke auf bekannte Felsmassive bieten sich vom Frienstein.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1 - 25000 mit Wanderwegen des Landesvermessungsamtes Sachsen, Blatt 45
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der A4 oder A13 bis zur Anschlussstelle Dresden Altstadt und durch Dresden Richtung Pirna, oder bis Autobahndreieck Dresden-West, auf der A17 bis Anschlussstelle Pirna und auf der B172 über Pirna und Bad Schandau zum Gasthof Lichtenhainer Wasserfall. Mit der S-Bahn bis Bad Schandau, weiter mit der Kirnitzschtalbahn oder per Bus
GastronomieGasthof Lichtenhainer Wasserfall, Kirnitzschtalstr. 11, Tel. 035971/53733. Unterwegs - Berggasthof Kuhstall, Tel. 035971/52044, April–Okt. tägl. 10–18 Uhr
Tipps
EINKEHR-TIPP. Nachdem bereits ab 1807 am Felsentor des »Kuhstalls« Wegzehrung angeboten worden war, wurde im Jahr 1823 der Berggasthof Kuhstall mit Biergarten eröffnet. Heute ist das historische Gasthaus vor allem für seine hausgemachten Eintöpfe berühmt, zu denen eine besonders gute Linsensuppe gehört.
Unterkunft
Kirnitzschtal - Gasthof Lichtenhainer Wasserfall, Kirnitzschtalstr. 11, Tel. 035971/53733, www.lichtenhainer-wasserfall.de; Hotel Forsthaus, Kirnitzschtalstr. 5, Tel. 035022/584-0, www.weka-touristik.de/hotel-forsthaus
Tourismusbüro
Fremdenverkehrsamt Kirnitzschtal, Sebnitzer Str. 2, 01855 Altendorf, Tel. 035022/42774, fva-kirnitzschtal@freenet.de, www.saechsische-schweiz-urlaub.com

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