Aus dem Leutascher Tal zur Partenkirchner Dreitorspitze

Lang und mühsam gibt sich die Route auf diesen eindrucksvollen Felsenberg. In Gipfelnähe trifft man auf eine schöne Klettersteiganlage, die zwar stellenweise recht ausgesetzt, aber so grundsolide angelegt ist, dass man – sofern man schwindelfrei ist – außer dem nötigen Respekt keine Bange haben muss. Vorsichtshalber sollte man dort einen Steinschlaghelm aufsetzen. (Autor: Siegfried Garnweidner)
Vom Wirtshaus Hubertus auf dem Fahrweg gegen Nordwesten in den Wald und nach Norden Richtung Lochlehngrube. Oberhalb der Grube durch einen lichten Waldabschnitt kurz nach Südwesten und bei der Quelle rechts abdrehen. Anschließend nach Norden ins Bergleintal hinunter. Zunächst verläuft der Bergweg recht moderat durch den Talgrund, schwingt sich aber dann beachtlich auf. Dabei muss man auf den rutschigen Felsen – vor allem bei Nässe – besonders aufpassen. Auf der linken Hangseite nun recht mühselig hinauf, ein paar Reißen queren, und knapp unter der 2000-Meter-Linie dreht die Route auf die rechte Talseite hinüber, führt an einer kleinen, privaten Hütte vorbei und Richtung Meilerhütte weiter. Will man nicht zur Hütte hinauf, biegt man an einer der beiden markierten Abzweigungen vom Wanderweg links ab. Ansonsten folgt man dem Weg steil zur Meilerhütte hinauf.
Vom Alpenvereinshaus geht es ein wenig hinab und auf der rechten Hangseite in felsiges Berggelände hinein. Recht einfach, aber doch am Drahtseil, auf das Leutascher Platt. Auf Trittspuren über steilen Kalkschutt zum Einstieg des Eisenwegs. Etwa 200 Höhenmeter klettert man durch spannende Felspartien munter hinauf, bis der wilde Fels abflacht. Dort geht es in losen Schotter hinein, der besondere Vorsicht gebietet, auch mit Rücksicht auf weiter unten Gehende. Die letzte Viertelstunde ohne Seil den Markierungszeichen folgend zum Gipfel hinauf. Zurück geht man entlang der Aufstiegsroute.
Eine schöne, aber noch längere Rückwegsvariante bietet sich im Abstieg vom Leutascher Platt gegen Südosten zum Söllerpass und durch die Söllerrinne ins Leutascher Tal an.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied1640 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktHubertushof in Leutasch-Lochlehn (Reindlau).
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDie Berge des Wettersteinkamms sind nicht einfach zu bewältigen. Lange Zuwege und schroffe Felsen sorgen dafür. Doch die beiden Dreitorspitzen bilden eine Ausnahme. Vor allem die Partenkirchner Variante dieser beiden Gipfel geht mit vertretbarem Aufwand einher, wenn man vor der Klettersteiganlage unter dem Gipfel keine Scheu hat.
Beste Jahreszeit
KartentippUK L 31»Werdenfelser Land«, 1:50000, Bayer. Landesvermessungsamt; Kompass Wanderkarte, 1:50000, Blatt 5; Freytag & Berndt Wanderkarte, 1:50000, Blatt 322.
MarkierungenRote Markierungspunkte.
VerkehrsanbindungLinienbusverbindung ab Bahnhof Mittenwald; mit dem Auto von Garmisch-Partenkirchen auf der Bundesstraße bis Mittenwald und ins Leutascher Tal.
GastronomieMeilerhütte.
Tipps
Variante für Fortgeschrittene. Möglich, aber technisch nicht einfach und nur mit Seilsicherung ratsam, ist der Übergang von der Partenkirchner zur Leutascher Dreitorspitze (Stellen im III. Schwierigkeitsgrad; 0:45Std., 1km).
Unterkunft
Meilerhütte.
Tourismusbüro
Leutasch.
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