Aufs Hintere Sonnwendjoch

Unschwierige, landschaftlich reizvolle Halbtagestour auf einen bekannten Aussichtsgipfel. (Autor: Horst Höfler, Gerlinde M. Witt)
11 km
750 m
4.00 h
Abstieg - Zurück zur Weggabelung. Dort dem rechts hinunterführenden Steig durch Wiesen und westlich zu einer Almhütte hinüber folgen. Nun nicht in gleicher Richtung weiter zur Bärenbadalm, sondern scharf links ab und auf der Almstraße in Südostrichtung abwärts zu den Hütten der Steinkaseralm. Über die Teerstraße zur Ackernalm.

Dauer - Ackernalm – Wildenkaralm 1 Std.; Wildenkaralm – Hinteres Sonnwendjoch 1.45 Std.; Hinteres Sonnwendjoch – Ackernalm 1.15 Std. Höhenunterschied: Ackernalm – Wildenkaralm etwa 220 m; Wildenkaralm – Hinteres Sonnwendjoch etwa 520 m.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied750 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktAckernalm (1383m).
TourencharakterAm mächtigsten wirkt das Hintere Sonnwendjoch von der Rotwand aus. Wenn man von Norden, über die Hintertoralm, zum Wildenkarjoch (Tour 21) aufsteigt, ist man viel näher an dieser beeindruckenden Schrofenmauer dran, doch gewinnt sie erst aus der richtigen Distanz. Mitnichten ein Bergwanderziel, das ist der Eindruck, der sich einem aufdrängt, wenn man das Hintere Sonnwendjoch aus seiner Nordschau betrachtet. Von Süden, etwa vom Thalerjoch aus gesehen, zeigt das Hintere Sonnwendjoch ein ganz anderes »Gesicht« - begrünte, wenn auch von der Erosion angenagte Hänge bis zum Gipfelgrat hinauf. Vorgelagert befindet sich der Wiesenkamm des Burgsteins, der sich nur in seiner Mittelzone mit einem bewaldeten Schrofengürtel »wehrt«, während er nach Norden hin beeindruckende, wenn auch nicht allzu hohe, senkrechte Wände aufweist. Zwischen den Burgstein-Wänden und dem östlichen Teil des Sonnwendjoch-Südhangs ist ein liebliches Tälchen, der so genannte Burgstein- oder Schnittlauchgraben, eingelagert, durch das unsere Wanderung führt. Wenn auch die Hintere-Sonnwendjoch-Tour nicht superlang ist, so kehrt man danach trotzdem gern in der Ackernalm ein. Und wessen Auftrieb immer noch nach Gipfelzielen strebt, der kann ja Tour 37 (Thalerjoch/Veitsberg) dranhängen. Es ist aber auch schön, nichts mehr zu tun, sich einfach durchhängen zu lassen und die Brotzeit, den blitzblanken Himmel, den leisen Wind und die kleine Müdigkeit zu genießen. Leistungsdruck – wozu? In unserer Zeit mit ihrer atemlosen Hektik, wo der eine Termin den anderen jagt, bleibt ohnehin viel zu wenig Muße, um einmal richtig durchzuschnaufen, sich zu erholen, frische Kräfte zu sammeln. Dies lässt sich wunderbar bei einer solch kleinen Tour tun. (G. W.) Aufstieg Vom Parkplatz bei der Ackernalm knapp eineinhalb Kilometer auf der Mautstraße zurück, bis nach links (Norden) ein Sträßchen zur Wildenkaralm abzweigt. Über dieses dorthin. Jetzt in Südwestrichtung (Wegweiser »Hinteres Sonnwendjoch«) in den Burgsteingraben hinein und durch dieses teils blockerfüllte Tälchen auf schönem Pfad, zuletzt etwas steil, in den Sattel zwischen Burgstein und Hinterem Sonnwendjoch. Kurz westlich weiter, bis man auf den von der Steinkaseralm heraufführenden Weg trifft. Hinauf auf den Kamm und östlich zum Gipfelkreuz.
Beste Jahreszeit
KartentippTopogr. Karte Mangfallgebirge, 1 - 50 000, BLVA.
VerkehrsanbindungVon Norden auf der B 307 nach Bayrischzell, von dort südlich (Richtung Kufstein) ins Ursprungtal. Von Süden über Kufstein, Vorderthiersee, Landl und Ursprungpass dorthin. Nächstgelegene Bahnstation ist Bayrischzell. Von dort Busverbindung ins Ursprungtal mit Haltestelle »Beim Schweren Gatter«. Die Ackernalm-Mautstraße (deutliche Beschilderung) beginnt zwei Kilometer südlich der Landesgrenze, zwischen dieser und dem Ort Landl.
GastronomieAckernalm (1383 m), privat, bewirtschaftet etwa von Mitte Mai bis Ende Oktober, 30 Schlafplätze.
Unterkunft
Ackernalm (1383 m), privat, bewirtschaftet etwa von Mitte Mai bis Ende Oktober, 30 Schlafplätze.

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