Auf Triftsteig durch die Kaiserklamm

Der Weg durch die Klamm ist durch Seilgeländer und zahlreiche Brückchen gehbar gemacht; Schwindelfreiheit ist Voraussetzung! Weiter auf Wanderweg bzw. unbefestigter Fahrstraße. (Autor: Heinrich Bauregger)
14 km
989 m
4.00 h
Vom Parkplatz am Kaiserhaus folgen wir einige Minuten dem gesperrten Fahrweg hinunter zur Brandenberger Ache. Direkt bei der Brücke beginnt links der gesicherte Steig durch die wildromantische Kaiserklamm. Hoch über dem sprudelnden Wasser wandern wir auf ihm eng an den steilen Felsen entlang talaufwärts. Zahlreiche Brückchen und zwei kleine Tunnels ebnen uns dabei den Weg. Bereits nach 20 Minuten ist allerdings das Schauspiel vorbei. Das Tal öffnet sich wieder, und wir gehen auf gutem Wanderweg durch lichten Wald mit zahlreichen schönen Schwalbenwurzenzianen immer der Ache entlang, bis wir am »zweiten oberen Ausstieg« auf eine Forststraße treffen. Auf dieser wandern wir etwa 100 Meter bis zu einer Brücke (Trauersteg). Vor ihr führt unser Weg links weg, und weiter geht es durch schönen Wald – immer auf der linken Seite der Ache – bis zur nächsten Brücke. Dort queren wir die Ache und folgen dann nach der Brücke links der talwärts führenden, unbefestigten Forststraße. Ab hier müssen wir mit Mountainbikern als Wegbegleiter rechnen. Das stark eingeschnittene und bewaldete Tal weitet sich. Nach einer Gehstunde erreichen wir das frühere Zollgebäude und bald darauf die Reste der ehemaligen Erzherzog-Johann-Klause. Wir queren die Brandenberger Ache erneut und wandern die letzten Meter hinauf zur gleichnamigen Ausflugswirtschaft – die Besucher aus Bayern und Tirol anzieht – mit der reizvollen Kapelle oberhalb.
Der Rückweg erfolgt auf dem Anstiegsweg; beim Trauersteg können wir jedoch die Forststraße direkt zurück zum Kaiserhaus benutzen.

Dauer.
Vom Kaiserhaus durch die Kaiserklamm zur Erzherzog-Johann-Klause 21/2 Std., Rückweg 2 Std.; insgesamt 41/2 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied989 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz beim Kaiserhaus
EndpunktParkplatz beim Kaiserhaus
TourencharakterDas Gebiet um Brandenberg im Bereich des Unterinntals war seit dem späten Mittelalter durch seinen Holzreichtum berühmt. Die Bergwerke im Inntal wurden aus diesem schwer zugänglichen Tal mit Holz versorgt. Im reißenden Wasser hat man einst die gesammelten Stämme talauswärts getriftet, wobei die Ache zu diesem Zweck bei den Klausen jeweils angestaut wurde. Kaiser Franz Joseph I. ließ es sich nicht nehmen, einmal das gewaltige Spektakel der Holztrift selbst mitzuerleben. Ein mittlerweile 500 Jahre altes Forsthaus erhielt zum Gedenken an diesen Tag den Namen »Kaiserhaus«, die obere der beiden Klammen im Brandenberger Tal wurde zur »Kaiserklamm« erhoben. Heute können wir auf den damals durch die Talschluchten angelegten Triftsteigen in naturbelassener Landschaft beschaulich wandern.
Beste Jahreszeit
KartentippFreytag & Berndt-Wanderkarte 1 - 50 000, Nr. 321 Achensee – Rofan – Unterinntal.
VerkehrsanbindungSalzburger Autobahn bis Inntaldreieck, weiter Richtung Innsbruck bis Abfahrt Kramsach, rechts durch den Ort und über Brandenberg bzw. Aurach in den hintersten Talgrund (Ausschilderung »Kaiserklamm«, die letzten Meter auf unbefestigter Straße, 18 km ab Autobahn); Parkplatz beim Kaiserhaus.
GastronomieDie Erzherzog-Johann-Klause ist ganzjährig, das Kaiserhaus von Ostern bis Anfang November bewirtschaftet (bei beiden besteht Übernachtungsmöglichkeit).
Informationen
Und nach der Tour. Ein Besuch des mittelalterlichen Kerns von Rattenberg am Inn. Das kleinste Städtchen Tirols ist Zentrum der Tiroler Glasveredelungskunst mit Glasbläsereien und -schleifereien.
Höchster Punkt
Erzherzog-Johann-Klause, 824 m.