Auf die Üntschenspitze

Technisch nicht schwierige, aber lange Bergwanderung auf Alm- und guten Bergwegen, wegen des sehr großen Höhenunterschieds ist jedoch Ausdauer erforderlich. (Autor: Karin Pegoraro, Manfred Föger)
Vom Ortszentrum von Schoppernau wandern wir auf der alten Bundesstraße, heute nur eine einfache Dorfstraße, in südöstlicher Richtung. Schon fast am Ortsrand halten wir uns links und gehen an der Talstation der Materialseilbahn zum Gasthof Neuhornbach vorbei in das Tal des Schrecksbachs hinauf. So harmlos der Anstieg auch beginnen mag, die wilde Landschaft um uns lässt keine Zweifel aufkommen – es geht in die alpine Region. An einer Weggabelung halten wir uns rechts, überschreiten kurz darauf eine Brücke und steigen in Serpentinen einen steilen Hang empor. An der orografisch rechten Seite des Tales wandern wir nun hoch über dem Bach weiter taleinwärts. Die Abzweigungen zur Hornbergalp und zur Althornbachalpe lassen wir links liegen und streben der weiter oben gelegenen Pisialpe (1405 m) entgegen, die wir nach einer Kehre erreichen.
Von dieser Alm gehen wir in einem weiten Bogen rund um den Talschluss, wobei der Weg von Ost- auf Südkurs schwenkt. Bald wird er steiler und folgt einem Seitenbachlauf parallel aufwärts. Auf Karten ist die Örtlichkeit als Häfen eingetragen. Nachdem wir zwei Wege, die nach links abzweigen, ignoriert haben, wendet sich unser Pfad in einer weiten Schleife nach rechts und erreicht das Häfnerjoch (1979 m; 3:30 Std.).
Nun beginnt der eigentliche Gipfelanstieg über den Grat, der in Nordwestrichtung der Spitze entgegenstrebt. Zwar nicht gerade extrem, führt er doch manchmal sehr nahe an die Nordabbrüche der Üntschenspitze heran und erfordert hier etwas Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Nach etwas mehr als einem Kilometer und rund 150 Höhenmetern ist es endlich so weit – Schoppernau liegt tief zu unseren Füßen, die Häuser klein wie in einem Puppendörfchen (4 Std.).
Nach einer kurzen Erholung vom schweißtreibenden Aufstieg brechen wir wieder auf, denn der Rückweg zum Ausgangsort ist weit. Wer zurück lieber eine andere Route wählt, kann vom Häfnerjoch zur Vorderüntschenalpe und nach Hinterhopfreben absteigen. Wir kehren jedoch auf dem Anstiegsweg nach Schoppernau zurück (7 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour17 km
Höhenunterschied1300 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSchoppernau (852 m).
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDie Berge rund um die Gemeinde Schoppernau sind sehr unterschiedlich: Während der im Norden dominierende Diedamskopf (2090 m) durch einen der modernsten Lifte des Bregenzerwaldes erschlossen und damit zum alpinen »Rummelplatz« geworden ist, herrscht auf vielen anderen Gipfeln noch Ruhe, da sie nur im Rahmen einer anstrengenden Tour zu bezwingen sind. So ist es auch mit der Üntschenspitze, die einiges an Ausdauer und Kraft erfordert.
Beste Jahreszeit
Kartentippfreytag & berndt-WK Bregenzerwald, 1:50 000. Kompass-WK 2 Bregenzerwald – Westallgäu, 1:50 000.
MarkierungenÜbliche Wanderwegemarkierung; Wegweiser an allen wichtigen Kreuzungspunkten.
VerkehrsanbindungSchoppernau liegt direkt an der Bregenzerwald-Bundesstraße B 200 im hinteren Teil der Region; im Ort verschiedene Parkmöglichkeiten. Die Buslinie Nr. 40 (Dornbirn– Warth) verbindet den Ort mit dem Rheintal und den Gemeinden des Vorderwaldes.
GastronomieEinfache Bewirtschaftung auf den Alpen (nur saisonal); verschiedenste Einkehrmöglichkeiten in Schoppernau.
Unterkunft
Verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten im Talort.
Tourismusbüro
Tourismusbüro Schoppernau, A-6886 Schoppernau, Tel. 05515/24 95, schoppernau@au-schoppernau.at, www.au-schoppernau.at
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