Auf die Sighignola

Grenz- und Aussichtswanderung über dem Ceresio, faszinierender Tiefblick auf die Bucht von Lugano. Nur bei trockenem Wetter empfehlenswert; der Abstieg am Nordwestgrat ist teilweise sehr steil. (Autor: Eugen E. Hüsler)
6 km
730 m
3.00 h
Die Route startet bei der weit übers Tal schauenden Kirche (606 m) von Arogno. Ein Holzschildchen weist in die Val Mara: erst steil durch einen Weinberg aufwärts, dann im Wald zu einem Wasserreservoir. Ohne Markierung in leichtem Auf und Ab durch die felsigen Hänge; rechts mündet ein weiß-rot-weiß bezeichneter Zustieg von der Talstraße. Mit ihm über ein paar Kehren bergan, dann in die Mulde unterhalb der Alpe Bovisio. Sie bleibt rechts abseits; die Fortsetzung des Gipfelweges tangiert eine kleine Anhöhe mit freiem Tiefblick auf den Luganer See. »Sighignola 40 Min.« liest man wenig höher auf einem Wegzeiger. Der Zickzackweg steigt über den bewaldeten Grenzrücken zügig an zur Straße. Sie endet wenige Meter weiter an der großen Aussichtsplattform (2:15 Std.).
Der Abstieg folgt dem Nordwestgrat des Berges; er zieht steil hinunter zur Verzweigung beim Grenzstein 18 (1084 m). Hier links in die felsdurchsetzte Westflanke der Sighignola und auf schmaler Spur durch teilweise abschüssige Hänge bergab. Das Weglein mündet schließlich in einen Fahrweg, der von San Vitale (684 m) heraufkommt. Auf der Straße, welche Arogno mit Caprino am Luganer See verbindet, kurz abwärts, dann dem alten, von Mauern flankierten Weg folgend hinunter zur Kirche (3:30 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied730 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktArogno (586 m), Bergdorf in der Valle Mara, 5 km von Maroggia. Parkmöglichkeit bei der Kirche.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterEigentlich ist er ja nicht zu übersehen, der schroffe, bis zum Gipfel bewaldete Rücken gegenüber der Luganeser Seebucht, und bei zigtausend Erinnerungsfotos an Ticino, sole e amore durfte er dezent den Hintergrund abgeben. Rund tausend Meter hoch ragt die Sighignola (1314 m) über der italienischen Enklave Campione in den blauen Himmel: Kulissenberg, mehr nicht? Natürlich wird der Grenzgipfel besucht, vorwiegend allerdings von Lanzo d'Intelvi aus, weil's da eine strada ex-militare gibt. Oben an der »Vetta d'Italia« (so eine Tafel) schauen dann alle in die Schweiz, genießen Sonntagsausflügler, in schwarzes Leder verpackte Motorradfahrer und verschwitzte Radler die fast grenzenlos weite Aussicht. Letztere haben – wenn sie am Luganer See gestartet sind – einen über 15 Kilometer langen Anstieg hinter sich, mit ein paar knackigen Rampen im Maratal. Steil sind auch die Fußwege zum großen Panorama, und Aussicht gibt's unterwegs kaum. Umso größer ist dann die Überraschung, wenn man hinaustritt auf die Plattform, hinabschaut zum großen Fjord des Sees und auf Lugano, im weiten Horizont den mächtigen Monte Rosa entdeckt: hier ist der Gipfel das Ziel.
Beste Jahreszeit
KartentippLandeskarte der Schweiz 1:50 000, Blatt 286 T »Malcantone«
MarkierungenSpärliche weiß-rot-weiße Bezeichnungen, gelbe Wegzeiger. Im Herbstlaub ist die Wegspur gelegentlich nicht ganz leicht zu finden.
VerkehrsanbindungBusverbindungen Maroggia – Arogno – Lanzo d'Intelvi – Sighignola.
GastronomieRistorante am Gipfel der Sighignola, während der Ferienzeit durchgehend, sonst an Wochenenden und Feiertagen geöffnet.
Tourismusbüro
Lugano Turismo, Riva Albertolli, CH-6901 Lugano; Tel. 091/9 13 32 32, Fax 9 23 53 52, E-Mail info@lugano-tourism.ch, Internet www.lugano-tourism.ch.

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