Auf die Rotwand

Für die Münchner gehört das Spitzingseegebiet zu den beliebtesten Bergwanderrevieren. Zu dieser Beliebtheit beigetragen haben sicherlich die zahlreichen bewirtschafteten Almen und Hütten in seinem Einzugsbereich. Eine Sonderstellung genießt dabei die Rotwand mit ihrem ganzjährig bewirtschafteten Unterkunftshaus. (Autor: Heinrich Bauregger)
13 km
1119 m
4.00 h
Da unsere Wanderung erst auf einer Höhe von 1611 Metern beginnt, haben wir viel Zeit, um die Panoramastrecke zum Rotwandhaus zu bewältigen. Um aber so schnell wie möglich eine möglichst freie Sicht zu haben, steigen wir zuerst vom Taubensteinsattel auf einem felsigen Steig seitlich (links) am Taubenstein vorbei in einen kleinen Sattel.

Falls wir trittsicher sind, statten wir hier dem Taubenstein (der seit Errichtung der Seilbahn zum selbständigen Gipfelziel anvanciert ist) einen kurzen Besuch ab. Der Weiterweg stellt dann wiederum keinerlei Problem dar. In nur mäßiger Steigung wandern wir zuerst in überwiegend freiem Gelände südwärts und queren unterhalb der Kammlinie den Lempersberg. Ein Stück hinab, dann wieder hinauf zum Kirchsteinsattel, von dem aus wir bereits das Rotwandhaus im Blick haben. In weitem Rechtsbogen nun hinab zu dieser schön gelegenen Alpenvereinshütte, die übrigens mit einer Solaranlage ausgestattet ist und zu den Vorreitern bei dieser umweltfreundlichen Energiegewinnung zählt.

Der Anstieg zum Gipfel der Rotwand ist ebenfalls leicht - Wir gehen von der Höhe ein Stück den Anstiegsweg zurück und folgen dann den rechts abzweigenden, weiten Serpentinen hinauf zum Gipfel. Falls wir für die Rückkehr die Seilbahn nicht benutzen wollen, bietet sich ein schöner Abstiegsweg über die Wildfeldalm an, der uns ohne jede Schwierigkeit hinab zum Spitzingsee bringt. Von dort ist es nur ein kurzes Stück den Seeuferweg entlang zurück zum Parkplatz an der Taubensteinbahn.

Wer einmal mehr Zeit übrig hat, wird Lust verspüren, dieses beliebte Wanderrevier intensiver zu erkunden. Und hier und da wird er auch noch seine ruhigen Plätzchen finden. Empfehlenswert ist es in jedem Fall, einmal die zwar etwas langen, aber ruhigen Anstiege von der Ostseite, von Geitau bzw. aus dem Ursprungtal, zu versuchen. Oder man kann im Winter wiederkommen und sich an der berühmten Rotwandreibn versuchen.

Dauer: Übergang von der Bergstation zum Rotwandhaus 1:15 Std., Abstecher auf die Rotwand 30 Min. Abstieg zum Spitzingsee 2:15 Std.; insgesamt: 4 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied1119 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortSpitzingsee
AusgangspunktTaubensteinbahn, Talstation
EndpunktTaubensteinbahn, Talstation
TourencharakterBreite Wanderwege und Almfahrwege.
Beste Jahreszeit
KartentippTopographische Karte 1 - 50 000 Mangfallgebirge (BLVA).
VerkehrsanbindungÜber Miesbach, Schliersee und Fischhausen-Neuhaus bis zur Spitzingseestraße, über den Spitzingsattel und jenseits hinab zur Talstation der Taubensteinbahn. Dort mehrere gebührenpflichtige Parkplätze.
GastronomieRestaurant in der Bergstation der Gondelbahn. Rotwandhaus (ganzjährig bewirtschaftet)
Tipps
Und nach der Tour: Am Schliersee befinden sich zwei Badeanstalten und die Liegewiese am Südufer des Sees.
Höchster Punkt
Rotwand, 1884 m

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Heinrich Bauregger

Bayerische Hausberge

Die »Bayerischen Hausberge« sind Bergklassiker zwischen Berchtesgaden und Füssen. Eine reichhaltige Palette herrlichster Unternehmungen in den Bergen.

Jetzt bestellen