Auf die Kampenwand

»Wann i mit meiner Wampen kannt, gangat i auf d'Kampenwand!« Als Leser dieses Artikel wird Sie ein allzu großer Bauch sicher nicht an der Besteigung hindern – wie es in diesem urbayerischen Spruch zum Ausdruck gebracht wird. Etwas sportlich und trittsicher sollte man aber schon sein, auch wenn der hier beschriebene Anstieg durch die Seilbahnbenutzung erheblich verkürzt wird. (Autor: Michael Pröttel)
3 km
320 m
2.00 h
Von der Seilbahnbergstation aus gehen wir in Richtung des Berggasthofs Münchner Haus und links an diesem vorbei. Kurz wird es etwas steiler, bis man einen flachen Rücken erreicht, auf dem ein Kreuz steht.

Der breite Weg führt uns nun an einem Felsturm vorbei und leicht absteigend hinunter zur Steinlingalm. Direkt bei der Alm wenden wir uns nach rechts und folgen dem erodierten Fußweg bergauf. Der Weg ist in viele Teilwege aufgegliedert. Am besten entscheiden wir uns für den mit roten Punkten markierten Hauptweg, um Kniegelenke und auch den Boden zu schonen.

Der Weg wird bald steiniger, und wir erreichen die ersten Felswände. Hier biegen wir nach links ab. Es geht nun weiter durch die beeindruckenden Felsschluchten der so genannten Kaisersäle. Teilweise muss man die Hände zu Hilfe nehmen. Die Markierungen führen uns nach rechts noch einmal durch eine enge Felsschlucht. Das Gelände öffnet sich, und wir sehen das Gipfelkreuz vor uns. Um dieses zu erreichen, müssen wir mit Hilfe einer Eisenkette die felsige, steile Nordseite des Gipfelblockes umgehen.

Dahinter wird der Weg wieder leichter, und wir stehen auch schon an dem zwölf Meter hohen Gipfelkreuz der Kampenwand. (1:15 Std.). Zurück geht es auf demselben Weg (2:30 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour3 km
Höhenunterschied320 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBergstation der Kampenwand-Seilbahn.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDurch Seilbahnhilfe bequeme Möglichkeit, die bekannte Kampenwand zu besteigen. Zu Anfang breiter Fußweg, dann steile, teilweise erodierte Serpentinen. Zuletzt ist für den Gipfelanstieg Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefragt. 
Beste Jahreszeit
KartentippTouristenkarte Chiemsee und Umgebung, 1:50000, Bayerisches Landesvermessungsamt.
MarkierungenWegweiser und rote Punkte.
VerkehrsanbindungMit dem Auto von München auf der A8 bis Ausfahrt Frasdorf und von hier über Aschau nach Hohenaschau und der Beschilderung folgend zum Großparkplatz der Kampenwandbahn. Mit dem Zug von München mit Umsteigen in Prien nach Aschau. Von dort mit dem Bus zur Kampenwandbahn.
GastronomieSteinlingalm, Tel. 08052/2982, Montag Ruhetag. Die Alm ist ganzjährig geöffnet (im Winter Donnerstag bis Sonntag), aber generell nur, wenn auch die Seilbahn fährt.
Tipps
Varianten für Seilbahnneurotiker. Wer »by fair means« auf die Kampenwand will, dem empfehle ich folgende zwei Möglichkeiten:
A) Man steigt bis zur Dalsenalm auf, wendet sich hier nach Norden und folgt der Beschilderung zur Hofbauernalm und schließlich zum Münchner Haus. Weiter wie oben beschrieben.
B) Man steigt zur Hochplatte auf, hält sich aber an einem angegebenen »kleinen Waldsattel mit Wegweiser« in Richtung »Hochplatte« nach links und erreicht so den Verbindungskamm zwischen Hochplatte und Kampenwand. Hier wendet man sich nach Westen, wandert an der Piesenhauser Hochalm und dem Hochalpenkopf vorbei und kommt dann zu einer Weggabelung. Hier können Schwindelfreie links dem leichten Klettersteig auf den Gipfel folgen. Wer sich unsicher ist, hält sich rechts, umgeht den Berg an seiner Ostseite und stößt oberhalb der Steinlingalm auf beschriebenen Anstiegsweg.
Unterkunft
SonnenAlm, Tel. 08052/4411, www.kampenwand.de (Mehrbettzimmer); oder im Tal: Bauernhof Landinger, Einfang 10, 83229 Aschau i. Ch., Tel. 08052/2015, E-Mail: josef.landinger@bnro.de
Tourismusbüro
Aschau, Kampenwandstr. 38, 83229 Aschau i. Ch., Tel. 08052/9049-37, Fax 08052/9049-45, E-Mail: info@aschau.de

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