Auf die Cima Sasso (1916 m)

Recht anspruchsvolle Gipfeltour; Trittsicherheit und Erfahrung in weglosem Gelände unerlässlich! Bei Nebel ist von der Tour abzuraten. (Autor: Eugen E. Hüsler)
Der Aufstieg beginnt gleich neben der Kirche. Man nimmt den alten, zuerst mit weißen Pfeilen, dann rot-weiß markierten Pfad, der sich zwischen den Häusern von Cicogna hindurchschlängelt, dann in Serpentinen über den Steilhang hinaufzieht, zunächst weitgehend ohne Aussicht. Nur ab und zu geben die Kastanienbäume einen Blick auf die glitzernde Wasserfläche des Lago Maggiore frei. Dafür vermitteln die Tafeln des Themenweges (»La civiltà della fatica«) Einblicke in das harte Leben der Bergbauern. Mehr Aussicht gibt's dann auf der Alpe Prà (1250 m; 1:30 Std.); im Sommer lädt die Casa dell'Alpino mit ihrer Terrasse zur Rast ein. Der Weiterweg führt hinter der Alm in den Wald, links um den ersten Gratzacken herum und in seinem Rücken durch eine gerade meterbreite Scharte auf die Ostseite des Kamms zur verfallenen Alpe Leciuri (1311 m).
Links im Wald zurück zum Grat, dann über leichte Felsen auf den Monte Spigo (1439 m). Den Vorbau der Colma di Belmello umgeht man rechts, auf der Ostseite des Kamms, den Gipfelfelsen weicht die Spur erst rechts aus (sie können auch direkt überklettert werden), ehe sie nach links auf eine kleine Anhöhe (ca. 1620 m) knapp unter dem höchsten Punkt quert. Gut zu erkennen ist der weitere Verlauf des Anstiegs: zunächst leicht abwärts zum Kamm, dann am Grat entlang, zuletzt ein paar Zacken rechts umgehend, in die kleine Scharte (ca. 1750 m) vor dem Gipfelaufschwung. Über einBlockfeld steil aufwärts (Steinmännchen), dann in die Ostflanke und – die abschüssige, felsdurchsetzte Flanke im Anstieg querend – zum Grat. Man gewinnt ihn im Rücken des Gipfels; links über leichte Felsen zum höchsten Punkt der Cima Sasso (4:15 Std.). Abstieg auf demselben Weg.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied1410 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktCicogna (732 m), Bergnest in der Val Pogallo. Parkplatz vor dem Dorf
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterMitten in den »Parco Nazionale Val Grande« führt diese Wanderung, aus dem Pogallotal über die verlassenen Almen bis zum »Steingipfel« (= Cima Sasso). Es ist eine Tour, die einem vor allem eines deutlich macht: die ungeheure Wildheit dieser Bergregion am Südrand der Alpen, die gewaltigen Höhenunterschiede auf engem Raum.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass 1:50000, Blatt 97 »Omegna – Varallo – Lago d'Orta«
MarkierungenBis zur Alpe Leciuri rot-weiß markierter Weg, im weiteren Verlauf ohne Bezeichnung. Am Gipfelaufschwung einige Steinmännchen
VerkehrsanbindungCicogna (732m) erreicht man von Intra über Santino. Hinter dem Ponte Casletto (411m) einige extrem enge Serpentinen
GastronomieCasa dell'Alpino (1250 m), Auskunft über Bewirtschaftung über Tel. 0323/53326 oder 339/2669347
Unterkunft
Keine
Tourismusbüro
Comune di Verbania, Assessorato al Turismo, Corso Zanitello 8, I-28922 Verbania; Tel. +39/0323/503249, turismo@comune.verbania.it, www.verbania-turismo.it

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