Auf die Badener Höhe

Vom Schwarzenbach-Stausee über den Herrenwieser See. Bequeme Waldwanderung mit Ausnahme des steilen, felsigen, Trittsicherheit erfordernden Aufstiegs vom Herrenwieser See auf die Badener Höhe. (Autor: Chris Bergmann)
20 km
400 m
5.00 h

Ausflugsziel Schwarzenbach-Talsperre

Imposant ist ein Blick von der Sperrmauer des Schwarzenbach-Stausees in das darunter liegende Tal sowie über den See und hinauf zum Ziel der Wanderung, der von einem steinernen Aussichtsturm überragten Badener Höhe. Beim Hotel »Schwarzenbach« geht es mit schönem Blick auf die Badener Höhe über die Staumauer und dahinter links auf den bequemen Seeuferweg, wobei die Markierung »gelbe Raute« die Route weist. An der Verzweigung »Stauseeufer« kurz vor der Bucht, in welcher der Seebach in den Stausee mündet, geht es mit der »roten Raute« des Westwegs aufwärts, bald begleitet von dem rauschenden Seebach, der im Herrenwieser See entspringt.

Am Herrenwieser See

Der Herrenwieser See (834 m) steht als einer der schönsten Karseen des Schwarzwalds als Naturdenkmal unter Schutz. Der bis zu 9,5 Meter tiefe See, auf dem an Mittsommer Seerosen ihre Blüten entfalten, hat eine Fläche von 1,8 Hektar und wird von der 170 Meter hohen Karwand überragt. An seinem Ostufer laden an der Abzweigung des Promenadenwegs Richtung Schwarzenbachtal eine Schutzhütte und Bänke zur Rast. Vom See führt der Westweg auf einem steilen, felsigen Steig hinauf zum Zweiseenblick, einem Aussichtsfelsen mit atemberaubendem Tiefblick auf den Herrenwieser See und den Schwarzenbachstausee - Während der Schwarzenbacher Stausee sofort ins Auge springt, erscheint der Herrenwieser See aus dieser Perspektive eher wie eine Waldwiese – das moorige Wasser ist tiefschwarz, auf seinen Rändern liegen Schwingrasen.

Aussichtsreiche Badener Höhe

Der steile Steig endet oben am Bussemer-Stein, von dem der Westweg bequem zum Friedrichsturm, dem Aussichtsturm auf der Badener Höhe, weiterführt. Die Badener Höhe bildet mit 1.002 Metern den höchsten Punkt des Stadtgebiets von Baden-Baden. Der 30 Meter hohe, 1891 eröffnete und 2003 nach grundlegender Sanierung und Erneuerung als Aussichtsturm wieder eröffnete Friedrichsturm bietet ein Panorama bis hin zu den Vogesen; benannt ist er nach Großherzog Friedrich I. von Baden, der 1852–1907 regierte. Von der Badener Höhe führt der Westweg abwärts im Wald zum Herrenwieser Sattel, passiert wenig später das Naturfreundehaus »Badener Höhe« und erreicht schließlich die Bushaltestelle Sand bei der Sandkapelle an der Kreuzung der Schwarzwaldhochstraße mit der Straße von Bühl zur Schwarzenbach-Talsperre und ins Murgtal.

Ferienort Herrenwies

Am ehemaligen Kurhaus verlassen wir den Westweg und biegen links auf den mit der »gelben Raute« markierten Wanderweg durch das Schwarzenbachtal Richtung Herrenwies ab: Anfangs im Wald, dann mit prachtvoller Aussicht führt er durch den Hang des Schwarzenbachtals nach Herrenwies, wo am Waldsaum das Café-Restaurant »Waldesruh« zur Einkehr lädt. Das Kirchdorf Herrenwies (750 m) liegt wunderschön in einer Rodung in den Hängen des Schwarzenbachtals, das Feriendorf ist dank seiner Höhenlage für Familien mit Kindern ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen zum Herrenwieser See und zur Badener Höhe. Herrenwies entstand 1732 mit der Gründung einer Glashütte, die 1778 wieder geschlossen wurde. Die umgebenden Wälder dienten den Markgrafen zur Auerhahnjagd. Heute ist Herrenwies sommers wie im Winter ein beliebtes Feriengebiet mit Unterkünften, Campingplatz und Jugendherberge. Die ausgedehnten Wander- und Mountainbikewege von Herrenwies führen zum Herrenwieser See, auf die Badener Höhe, zur Schwarzenbach-Talsperre sowie zur Ganzjahres-Bobbahn und zum Aussichtsturm auf dem Mehliskopf. An der gotischen Kirche von Herrenwies beginnt ein rund 2,5 Kilometer langer Walderlebnispfad für Kinder. An acht Stationen vermittelt dieser naturnahe »Pirschpfad« Interessantes, Kurioses, Informatives und Lustiges zum Thema Wald. Leitfigur des Erlebnispfads ist ein »Glasmännchen«, das an den Stationen von den Geheimnissen des Waldes erzählt und zwischendurch als Wegmarkierung fungiert.

Spuren der Holzflößer

Hinter Herrenwies taucht der mit der »gelben Raute« markierte Weg wieder in den Wald ein und führt hinab zur Großen Schwallung. Die Große Herrenwieser Schwallung ist ein technisch und kulturhistorisch sehenswertes Bauwerk aus der Flößerzeit. Die fast 70 Meter lange und mehr als 20 Meter breite Staumauer war eine wichtige Einrichtung zum Flößen von Holz auf dem Schwarzenbach. Sie wurde Mitte des 19. Jh. gebaut und ist ein beeindruckendes Zeugnis der früher für das Murgtal so bedeutenden Flößerei. Ein weiteres Relikt der Flößerzeit ist der bereits im 18. Jh. angelegte Sandsee oberhalb von Herrenwies. Von der Schwallung ist es nicht mehr weit zum Stausee und zurück zur Schwarzenbach-Talsperre.


GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour20 km
Höhenunterschied400 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortForbach (332 m), Luftkurort im Murgtal zwischen Schwarzenbach-Talsperre und Hohloh
AusgangspunktBushaltestelle und Parkplätze an der Schwarzenbach-Talsperre
Endpunktwie Ausgangspunkt
TourencharakterBaden, Surfen, Angeln, Rudern, Mountainbiken, Wandern – der Schwarzenbach-Stausee ist der größte See im Nordschwarzwald und eines der beliebtesten Ausflugsziele der Region. Die idyllische Lage, umrahmt von Schwarzwaldbergen, ist geradezu ideal für Spaziergänge, Wanderungen und Radtouren, im Sommer kann man ein erfrischendes Bad genießen oder eine Bootstour unternehmen. Ein Rundweg führt entlang des Nordufers und im Wald oberhalb der Südseite rund um den Stausee, an der Staumauer erläutern Infotafeln die Geschichte der Talsperre, beim Hotel-Restaurant »Schwarzenbach« befindet sich an der Staumauer ein Bootsverleih. Hier beginnt unsere Wanderung zum Herrenwieser See, einem idyllischen Karsee, von dem ein Felssteig weiter aufwärts und zum Aussichtsturm auf der Badener Höhe führt. Nach dem Abstieg zur Sandkapelle an der Schwarzwaldhochstraße geht es bequem zurück durch das naturschöne Schwarzenbachtal. Von der Sandkapelle kann man auch mit dem Bus zurückfahren.
Beste Jahreszeit
KartentippFreizeitkarte (1:50 000) Blatt 501 Baden-Baden/Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, Blatt 1 (Landesvermessungsamt Baden-Württemberg)
VerkehrsanbindungAuto: Auf der A 5 Basel–Karlsruhe, Ausfahrt Rastatt, dann auf der B 462 durch das Murgtal nach Forbach und in Forbach-Raumünzach abzweigen zur Schwarzenbach-Talsperre an der Straße Richtung Schwarzwaldhochstraße
Bahn: S-Bahn Rastatt – Gaggenau – Gernsbach – Freudenstadt bis Forbach-Raumünzach, dort Bus zur Schwarzenbach-Talsperre
GastronomieSchwarzenbach-Talsperre
Sand
Herrenwies
Tourismusbüro
Tourist-Info Forbach, Landstraße 27 (Rathaus), 76596 Forbach, Tel. 07228-390, www.forbach.de
Tourist-Information Baden-Baden, Schwarzwaldstraße 52, 76530 Baden-Baden, Tel. 07221/275200, www.baden-baden.de

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