Auf der Südseite des Wettersteins über Plattach und Schönberg

Ab der Wettersteinalm sehr panoramareiche, aber lange und deshalb anstrengende Rundtour mit zwei kurzen Gipfelabstechern. Der Anstieg zum Plattach (manchmal auch Roßberg genannt) verläuft ohne Weg über einen freien, aber nicht schwierigen Gratrücken. Der Rest der Rundtour führt über gut erkennbare und meist markierte Bergwege. (Autor: Siegfried Garnweidner)
Vom letzten Parkplatz im Gaistal neben dem Salzbach auf grobem Fahrweg durch den Wald hinauf und vor der Bachbrücke nach links auf den markierten Wanderweg abzweigen. Nun der Markierung und den Wegtafeln folgen, aus dem Wald heraus und weiter oben in den Gutwald hinein.
Der kleine Weg wendet sich bis zu einer bewaldeten Gratrippe gegen Osten, dreht anschließend links ab und führt mehrmals auf und ab dahin, bis er sich schließlich kurz vor der Wettersteinhütte verzweigt. Zur Hütte sind es nur ein paar Meter nach rechts. Der Weiterweg führt an der Verzweigung links, durch einen Bachgraben und am Fahrweg zur Wangalm. Oder man geht links davon geradewegs den Hang hinauf und gleich weiter durch das Scharnitztal.
Zwischen eindrucksvollen Felsenblöcken verzweigt sich an gut beschilderter Stelle der Weg. Dort links halten und am Steilhang gegen Südwesten in ein breites Joch. Der Gipfelabstecher zum Roßberg (Plattach) biegt links ab und folgt der Grathöhe, ehe er sich die letzten Meter zum kleinen Kreuz steil aufschwingt. Bis ins Joch zurück geht es entlang der Anstiegsroute. Anschließend nach links weiter und zuerst gegen Nordwesten, später Westen über etliche Steilreißen, immer auf der Höhe von knapp über 2000m dahin. Schließlich steigt die Route deutlich an und führt in einen Wiesensattel. Von ihm sind es nach links über den breiten, aber steilen Wiesenrücken nur noch ein paar Minuten zur Liegewiese auf dem Schönberggipfel. Der Abstieg verläuft bis zum Wiesensattel entlang der Aufstiegsroute hinunter. Anschließend am schmalen Weg durch Krummholz und Felsen zur Rotmoosalm, wo man einkehren und im Matratzenlager übernachten kann. Unter der Alm auf einem Fahrweg absteigen und bei der Verzweigung neben dem Leitenbach scharf rechts ab. Etwa zwei Gehminuten weiter unten stehen Wegtafeln und verweisen auf den Bergweg Richtung Hämmermoosalm. Auf ihm links weiter, zum Steg über den Leitenbach und gleich dahinter auf einen schmalen Fahrweg. Er führt in geringem Gefälle ins Gaistal hinunter, und auf der Gaistalstraße wird der Ausgangspunkt wieder erreicht.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour16 km
Höhenunterschied1195 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktLeutasch, Salzbach-Parkplatz.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDie Szenerie der Wetterstein-Vorberge am Südrand scharf geschnittener Felsenwände ist mit landschaftlichen Höhepunkten gespickt. Und auf der Südseite des Gaistals, über das man während der gesamten Rundwanderung hinüberschaut, zeigen sich – nicht weniger markant – die einsamsten Gipfel der Mieminger Kette. Wer damit noch nicht bedient ist, schaut bei klarer Luft über das Inntal bis in die Stubaier Alpen hinaus. Unter den freien, aussichtsreichen Berghängen muss man allerdings durch einen längeren Waldbereich. Aber auch dort ist es recht interessant, denn rauschende Bäche säumen die Pfade ein, die zum Berg führen. Oben, auf der Höhenwanderung, geht man längere Zeit durch ein Kar- und Schuttgelände, das von wilden Bach- und Lawinengräben durchzogen ist, die sich von steil aufragenden Kalkwänden herunterziehen. Und wer auch damit noch nicht zufrieden ist, findet gleich drei bewirtschaftete Berghäuser, mit deren Hilfe er sich auf der langen, sonnenheißen Tour von einer Apfelschorle zur nächsten retten kann.
Beste Jahreszeit
KartentippUK L 31 »Werdenfelser Land«, 1:50000, Bayer. Landesvermessungsamt; Kompass Wander-karte, 1:50000, Blatt 5; Freytag & Berndt Wanderkarte, 1:50000, Blatt 322.
MarkierungenBis auf den Gipfelanstieg zum Plattach gibt es überall Wegetafeln und Markierungspunkte.
VerkehrsanbindungLinienbusverbindung ab Bahnhof Mittenwald; mit dem Auto von Garmisch-Partenkirchen auf der Bundesstraße bis Mittenwald und ins Leutascher Tal. Durch das Leutascher Tal bis Obern und nach Westen weiter zum gebührenpflichtigen Salzbach-Parkplatz.
GastronomieWettersteinhütte, Wangalm, Rotmoosalm, Hämmermoosalm.
Tipps
Variante mit Übernachtung. Übernachtet man auf der Rotmoosalm, kann man am nächsten Tag noch über den Predigtstuhl zum Steinernen Hütt'l weitergehen und zur Tilfussalm absteigen (siehe Tour 16). Der ausgedehnte Weiterweg über den Hochwannigkopf (anders herum als in Tour 15 beschrieben) wäre dann vielleicht auch noch drin.
Unterkunft
Wettersteinhütte, Rotmoosalm, Hämmermoosalm.
Tourismusbüro
Leutasch.
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