Auf der Sonnenseite des Wettersteingebirges

Abstieg

zur Esterbergalm 1 Std., Weiterweg über die Daxkapelle zum Ausgangspunkt 1.30 Std., insgesamt 2.30 Std. (Autor: Michael Pröttel)
8 km
3810 m
10.00 h
Freitag 9 km 5.45 Std. ’ 1250, ‘1170 HmÜber die Arnspitze in die LeutaschÜberschreitung vom Isartal in die Leutasch, bei der ein idealer Aussichtsgipfel mitgenommen wirdScharnitz – Arnspitzhütte – Arnspitze – Riedbergscharte – Leutasch (Burggraben)Wegverlauf Direkt am nördlichen Ortsschild von Scharnitz (964 m) weist ein grünes Schild »Arnspitze« auf unsere Route hin. Man überquert eine Brücke und kommt an eine Weggabelung. Hier gehen wir geradeaus und folgen einem weiteren Schild »Große Arnspitze« – zunächst angenehm flach, dann etwas steiler auf einer Forststraße durch Bergmischwald bergan. Der Fahrweg endet an einem Wendeplatz, wir nehmen halb links einen schmalen, mit roten Punkten markierten Fußweg. Nun wechseln sich steilere und flachere Passagen ab. Nach einer kurzen felsigen Passage muss man aufpassen, dass man nicht geradeaus geht, sondern rechts dem Wegweiser »Arnspitze« folgt. Nach einer guten Stunde quert der Weg in die breite Rinne der Hasellähne hinein. An ihrer (in Gehrichtung) linken Seite steigen wir nun durch die Latschenzone weiter bergauf. Bald ziehen die Serpentinen eine Schotterfläche hinauf, um sich kurz darauf etwas nach Süden zu wenden. Man erreicht einen Absatz, wo man auf den von Mittenwald herkommenden Weg stößt. Diese Abzweigung sollte man sich für den Abstieg merken. Weiter geht es in Richtung Südwesten auf einen kleinen Sattel zu. Bevor man diesen erreicht, lohnt sich ein Abstecher zur unbewirtschafteten Arnspitzhütte, die sich als Brotzeitplatz geradezu aufdrängt (2.15 Std., 1930 m). Zurück zum Aufstiegsweg und auf besagten Sattel mit Marterl zu. Hier wendet sich der Weg nach rechts und gewinnt in steilen Serpentinen durch felsdurchsetzte Latschenhänge an Höhe. Wir umgehen einen Felsaufschwung, queren in eine breite Rinne und steigen durch diese bis zu deren Ende. Hier halten wir uns rechts, nehmen an einer kurzen Felsstufe die Hände zu Hilfe und stehen kurz darauf am Gipfel der Arnspitze (3.15 Std., 2196 m).Auf gleichem Weg steigt man bis zur Weggabelung mit Schild »Mittenwald« ab. Hier quert man nach links lange unterhalb der Achterköpfe nach Norden, bis man am Riedkopf einen aussichtsreichen Rücken erreicht. Über diesen geht es hinab zur Riedbergscharte (4.45 Std., 1449 m), nun nach links und steil bergab über viele Serpentinen (bei Gabelung links) hinunter in die Leutasch zum Ortsteil Burggraben (5.45 Std., 1040 m).Samstag 18 km 7.30 Std. ’ 1300 Hm, ‘1300 HmRundtour auf die GehrenspitzeDurch ein wunderschönes Hochtal zu beeindruckendem AussichtsbergPuitbach – Puittal – Scharnitzjoch – Gehrenspitze – Scharnitzjoch – Wangalm – Leutasch (Puitbach)Wegverlauf Man beginnt die Tour im Ortsteil Puitbach (1089 m) auf dem Teerweg direkt gegenüber dem kleinen Bushaltestellenschild. Er wird bald zu einem Schotterweg und wendet sich nach rechts auf den Wald zu. Nachdem man ein Metallgatter passiert hat, stößt man auf einen Holzplatz. Von dort nach links weiter auf einem breiten Forstweg. An der nächsten Gabelung gehen wir geradeaus, also nicht halb links. Bald darauf kommen wir an eine Wegkreuzung, wo ein Schild auf »Scharnitzjoch« und »Wangalm« hinweist. Diesem folgen wir bergauf. Der Weg wird nun schmäler und ist ab jetzt mit roten Punkten markiert. Hinter einer Linkskehre wird der Weg zum Fuß-weg und führt nun steiler, zunächst oberhalb des Baches, dann etwas weiter von ihm entfernt, in vielen Serpentinen bergan. Plötzlich wird der Wald lichter, und schon stehen wir am Beginn des wunderschönen Puittales (1.10 Std., 1500 m). Ab jetzt wandern wir westlich auf das in der Ferne liegende Scharnitzjoch zu. In angenehmer Steigung geht es wechselnd durch Almwiesen und Latschenzonen hoch, immer eingerahmt von beeindruckend steilen Felswänden. Nachdem wir das Bachbett überschritten haben, queren wir kurz weglos, dann wieder auf dem Steig, hinauf zum aussichtsreichen Scharnitzjoch (2.30 Std., 2048 m). Hier wenden wir uns nach links, gehen an der kleinen Erinnerungshütte vorbei und folgen dem Grasrücken weiter ansteigend bis zu den ersten Felsaufschwüngen. Diese werden südseitig umgangen, der Pfad wird nun felsiger und schlechter. Wir kommen auf einen kleinen Absatz und sehen den weiteren Wegverlauf, der uns in leichtem Auf und Ab, kurz etwas erodierter, aber nie ausgesetzt, ohne Orientierungsschwierigkeiten direkt auf den Gipfel der Gehrenspitze führt (3.30 Std., 2367 m).Man wandert zum Scharnitzjoch zurück und wendet sich nach links (Schild »Wangalm«) auf einem zunächst noch erodierten Weg abwärts. Nachdem man den Talboden erreicht hat, wird der Weg wieder besser und führt uns zuerst an Felsblöcken vorbei, dann durch Almgelände immer in südlicher Richtung direkt zur frei gelegenen Wang-alm (4.15 Std., 1753 m). Wir überqueren die Terrasse der Wangalm und gehen durch das gegenüberliegende Türchen eines Weidezaunes auf einem zunächst unausgeprägten Wiesenpfad bergab. Dieser ist bald deutlich ausgetreten und führt uns in vielen Schleifen zu einem Fahrweg hinunter, dem wir nun nach links folgen. Der Fahrweg stößt kurz danach auf eine breite Forststraße. Hier wenden wir uns nach rechts (nicht dem Schild »Klamm« nach links folgen!) und wandern entlang dem steileren, alten Fahrweg weiter bergab. Einmal überqueren wir die Forststraße, wenig später gabelt sich unser Weg, wobei es egal ist, welchen Zweig wir nehmen, da beide Möglich-keiten gleich wieder zusammenführen. Der Weg ist nun ziemlich erodiert, Teleskopstöcke sind hier sehr angenehm. Man kann ein Stück lang einem parallel zum Fahrweg verlaufenden Pfad folgen, was die Kniegelenke etwas schont. Plötzlich weitet sich der alte Fahrweg zu einem Holzplatz, und wir erreichen den Rand einer großen Wiese. Hier wenden wir uns nach links. Der Weg endet sogleich, wir gehen durch die Wiese geradeaus weiter, bis wir auf einen Querweg stoßen. Wir halten uns etwas links und stoßen auf einen am Waldrand verlaufenden breiten Forstweg. Diesem folgen wir nun immer in Richtung Osten. Kurz vor der ersten Ortschaft gehen wir an einer Schranke vorbei, dahinter halb rechts bergab und wandern bald auf einem Teerweg auf die Häuser zu. (Hinweis: Dieses in der UK L 31 mit »Leutasch« gekennzeichnete Dorf ist der Ortsteil »Kirchplatz«.) Vor dem Hotel »Xander« biegen wir nach links ab. Der Straßenkurve folgend geht man bis vor die Spenglerei »Kluckner« und vor dieser wieder nach links (Holzschild »Lehner, Gasse«). Es beginnt ein Fußweg, der entlang dem Waldrand (nicht halb links dem Schild »Höhenweg« folgen) zum Ortsteil Gasse führt. Hier geht man vor der Bäckerei links, kurz dahinter führt der Wanderweg weiter bis zu den Häusern von Lehner. Man folgt dem Holzschild »Ortsteil Lehner« und somit dem Teerweg nach rechts, stößt auf eine Querstraße, geht links und geradeaus bis zu einer Christusstatue. Direkt daneben beginnt ein Fahrweg, auf dem man die Wiese überquert. Man folgt dem Weg bis zu dem kurz vor dem Puitbach verlaufenden Waldrand und wendet sich hier nach rechts. Das letzte Stück geht man nun zur Verkürzung weglos am Waldrand entlang bis zur Hauptstraße. An der Straße angekommen, wendet man sich nach links und steht sogleich am Ausgangspunkt in Puitbach (7.30 Std.).Alternative Man kann die Rundtour auch verkürzen, indem man am Ortsteil Kirchplatz endet und von dort mit dem Bus zu seinem jeweiligen Übernachtungsort im Leutascher Tal fährt.Sonntag 12 km 6.30 Std. ’ 1260, ‘1400 HmÜber die Obere Wettersteinspitze nach MittenwaldSteile Anstiege im östlichsten Wetterstein mit Bademöglichkeit zum SchlussLeutasch (Burggraben) – Franzosensteig – Gamsanger – Obere Wettersteinspitze – Gamsanger – Ferchensee – Lautersee – MittenwaldWegverlauf Man startet am östlichen Ende des Ortsteils Burggraben (1040 m, gegenüber dem Gasthof »Brücke«), überquert die Leutascher Ache auf einer Brücke und geht zunächst flach nach Norden am Waldrand entlang. Bald wendet man sich nach links in den Wald hinein. Dort gewinnt man schnell an Höhe und hat nach einer knappen halben Stunde von einer Lichtung aus einen schönen Blick auf die Arnspitzgruppe. Der Weg führt weiter steil in der Mitte des bewaldeten Bergeinschnitts nach oben. Man erreicht den Waldsattel (1 Std., 1450 m), der zwischen dem Grünkopf und dem Beginn des langen Wettersteinkammes liegt. Es geht kurz auf der anderen Seite bergab, bis man beim Schild »Achtung Staatsgrenze« auf eine Weggabelung stößt. Hier nach links und zunächst flacher, dann steiler absteigend knapp 200 Höhenmeter nach Nordwesten hinab. Bei zwei Wegen, die von rechts dazustoßen, halten wir uns jeweils links. Kurz danach muss man aufpassen: Bei der darauffolgenden Gabelung biegen wir scharf nach links – südlich – ab (Schild »Wettersteinspitze«). Ein paar freie Serpentinen führen zu den vor uns liegenden steilen Hängen. Ab jetzt wechseln sich steile und z.T. ausgesetzte Passagen (Drahtseile) und flachere Abschnitte ab. Immer gut auf die roten Markierungen achtend erreicht man anstrengend den flachen Absatz des sogenannten Gamsangers (3 Std). Dahinter geht es wieder steiler über Serpentinen (hier einmal nicht geradeaus, sondern rechts haltend den Markierungen nach) auf die ersten Felsen zu. Von nun an muss man konzentriert weiter bergan steigen, vor allem um unterhalb befindliche Bergsteiger nicht mit losgetretenem Gestein zu gefährden. Nach einem kurzen weiteren Absatz folgt der Steig einem felsdurchsetzten Rücken, über den wir immer den roten Punkten folgend den von der Oberen zur Unteren Wettersteinspitze verlaufenden Grat erreichen. Hier wenden wir uns nach rechts und stehen wenige Meter danach am Gipfelkreuz der Oberen Wettersteinspitze (3.30 Std., 2297 m). Wir gehen auf gleichem Weg zu der von oben gesehen zweiten Gabelung zurück und steigen halb links hinab in Richtung »Ferchensee«, dessen Südufer wir bald darauf erreichen. Man geht am Ufer entlang (nördlich) und stößt auf einen breiten Fahrweg. Diesem folgt man ein Stück nach rechts, bis man links in den Fußweg zum »Lautersee« abzweigen kann. Vom Lautersee (5.45 Std., 995 m) benutzt man wieder einen Fahrweg bis zum Beginn des Lainbaches, durch dessen schönes Tal ein breiter Fußweg hinunter nach Mittenwald führt. Vom Ortszentrum (6.30 Std., 911 m) bei der Kirche »Peter und Paul« aus folgt man der Bahnhofstraße zum nah gelegenen Bahnhof.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied3810 m
Dauer10.00 h
AusgangspunktScharnitz (964 m), Brücke am Ortsbeginn.
EndpunktMittenwald (911 m).
TourencharakterAlpspitze – Höllentalklamm – Zugspitze! Würde man Münchner Bergsteiger nach ihren Lieblingszielen im Wettersteingebirge befragen, lägen diese drei Highlights mit Sicherheit auf den vordersten Plätzen. Lange Warteschlangen sind an den Kassenhäuschen der Garmischer Bergbahnen an schönen Wochenenden daher der Normalzustand. Von Bergeinsamkeit kann dann auch in der tiefen Höllentalklamm keine Rede mehr sein. Kluge Köpfe kehren an solchen Tagen der berühmten Nordseite den Rücken zu und schnüren ihre Bergschuhe in einem beschaulichen, ruhigen Hochtal an der Südseite des Wettersteingebirges: Eingerahmt von den gewaltigen Südwänden der Scharnitz-, Schüsselkar- und Dreitorspitze im Norden und dem Arnspitzmassiv im Süden wartet das grüne Tal der Leutasch mit drei wunderschönen und wenig überlaufenen Bergtouren auf.Der Tourenvorschlag für dieses Bergwochenende führt von Scharnitz aus über die Arnspitze ins Leutascher Tal, macht weiter eine Runde auf die Gehrenspitze und endet, nach einem Abstecher auf die Obere Wettersteinspitze, schließlich in Mittenwald. Es wird ausnahmsweise nicht auf Berghütten, sondern im Tal geschlafen. Wer auf eine Hüttenübernachtung Lust hat, kann am zweiten Tag aber auch auf der aussichtsreichen Wangalm übernachten.
Beste Jahreszeit
KartentippUK L 31 »Werdenfelser Land« 1:50000, Bayerisches Landesvermessungsamt.
VerkehrsanbindungDie Anreise erfolgt idealerweise mit dem Zug. Der Ausgangspunkt in Scharnitz und der Endpunkt in Mittenwald haben direkte Zugverbindung mit München Hbf. Zwischen den Ortsteilen und Ausgangspunkten in der Leutasch verkehrt ein öffentlicher Bus. (Fahrplan im Internet: www.seefeld.com/media/media_pdf/sommer/Busfahrplan_Zwischensaison_Seefeld-Unterleutasch.pdf) Kfz-Benutzer können natürlich ihr Auto auch in Scharnitz abstellen und am Sonntag mit der Bahn eine Station zurückfahren. Anfahrt über die A 95 über Garmisch- Partenkirchen und Mittenwald nach Scharnitz.
Unterkunft
In der Leutasch gibt es eine Vielzahl netter Privatunterkünfte. Für die vorgestellte Tour eignet sich zum Übernachten am besten der Ortsteil Burggraben, da dort zwei der drei Touren enden bzw. beginnen. Weitere Einkehr- und Unterkunftsmöglichkeiten bieten am zweiten Tag die Wettersteinhütte (DAV, 1717 m), ganzjährig bewirtschaftet, Tel. 0043/5214/ 6688 und die Wangalm (privat, 1753 m), Anfang Juni bis Mitte Oktober bewirtschaftet, Tel. 0043/664/2112749.