Auf den Widderstein

In der Region um den Hochtannberg finden sich verschiedene lohnende Gipfelziele. Der Widderstein (2533 m) bildet eine der markantesten Berggestalten rund um den Pass. Er ragt direkt am Übergang zwischen Bregenzerwald und Kleinwalsertal kirchturmhoch empor. (Autor: Karin Pegoraro, Manfred Föger)
An der Ostseite des Hochtannbergs steigen wir in nordwestlicher Richtung auf; der Weg leitet teilweise recht steil über die Flächen der Widdersteinalpe einem Bergrücken entgegen. Nach gut 40 Minuten kommen wir zu einer Weggabelung. Westwärts (links) führt ein Steig auf die Höferspitze (2131 m), wir halten uns jedoch rechts und wandern an der Nordseite des Höhenrückens entlang zum Hochalppass (1938 m).

Nun geht es zu einer Wegkreuzung hinab, an der wir uns erneut rechts wenden und den Bergrücken in Richtung Widderstein emporsteigen. Zunächst recht steil, flacht der Weg bald ab und bringt uns zu einer Stelle mit mehreren Abzweigungsmöglichkeiten. Ein unmarkierter Weg erlaubt einen Abstecher zum Hochalpsee, rechts geht es direkt zum Widdersteinhaus. Wir halten uns links und beginnen den Gipfelanstieg, der zunächst noch recht harmlos ist. Doch nach etwa 400 Metern stehen wir an einem felsigen Einstieg. Durch eine teilweise enge Rinne klettern wir auf den Nordwestgrat und erreichen in einer sanften Westschleife unter schweißtreibender »Felsarbeit« das Gipfelkreuz (3 Std.).

Zurück an der Einstiegsstelle, halten wir uns links und erreichen in etwa 25 Minuten die Widdersteinhütte. Hier bietet sich für den erschöpften Gipfelstürmer eine letzte Einkehrmöglichkeit, bevor es an den Abstieg hinunter zum Hochtannberg, geht. Diese knapp 400 Höhenmeter haben es nach der Gipfelbesteigung tatsächlich in sich und können »in die Knie gehen«. Passagenweise ist der Pfad recht steil, am Ende flacht er jedoch ab und wir erreichen voll neuer Eindrücke den Ausgangspunkt (5:30 Std.).
Beschränkt man sich auf die Rundwanderung vom Pass zur Widdersteinhütte, reduziert sich die Gehzeit um mehr als eine Stunde. Die Tour ist dann auch für Familien geeignet.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied1000 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktHochtannberg (1676 m).
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterAlpine Tour in entsprechendem Gelände mit leichter Kletterei im Gipfelanstieg; Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. 
Beste Jahreszeit
Kartentippfreytag & berndt-WK Bregenzerwald, 1:50 000. Kompass-WK 2 Bregenzerwald – Westallgäu, 1:50 000.
MarkierungenÜbliche Wanderwegemarkierung; Wegweiser an allen Kreuzungspunkten.
VerkehrsanbindungDer Hochtannberg ist der Passübergang zwischen Schröcken und Warth. Er liegt direkt an der Bregenzerwald-Bundesstraße B 200. Bei direkter Anreise in die Region empfiehlt sich als Alternative die Anreise vom Arlberg über die Verbindung Lech–Warth bzw. aus dem Tiroler Lechtal. Die Buslinie Nr. 40 (Dornbirn–Warth) verkehrt ganzjährig zum Pass, die Linie Nr. 42 (Schoppernau–Lech) nur in den Sommermonaten.
GastronomieGasthof Adler am Ausgangspunkt; unterwegs Widdersteinhütte.
Unterkunft
Gasthof in Hochkrummbach; verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten in Schröcken und Warth.
Tourismusbüro
Warth-Schröcken Tourismus, Heimboden Nr. 2, A-6888 Schröcken, www.tiscover.at/schroecken
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