Auf den Spuren der Eiszeit

Bequeme Wanderung auf breiten Waldwegen, in Spechthausen am Rande der Straße. (Autor: Tassilo Wengel)
14 km
155 m
3.00 h
Durch das Schwärzetal nach Spechthausen Wir starten am Eingang des Forstbotanischen Gartens im Schwappachweg und folgen dem Weg weiter in Richtung Zoo (Wegweiser). Der Wanderweg mit der Markierung blauer Querstrich führt an der Verwaltung des Gartens vorbei, durch ein Waldstück und zu einer Weggabelung. Wir wenden uns an dieser Gabelung nach rechts und folgen der Markierung blauer Querstrich zum Eberswalder Tierpark, der 1928 gegründet wurde. Aus einem kleinen Heimattierpark entwickelte sich ein national wie international angesehener Zoologischer Garten, der nach einem Zootest der Zeitschrift »Stern« mit der besten Note abschloss und sich deshalb als der »beste kleine Zoo Deutschlands« bezeichnen kann. Für das leibliche Wohl sorgen die Zoogaststätte »Kleiner Bär« und die Imbissgaststätte »Dschungelsnack«.Wir setzen unsere Wanderung am Zoo zuerst geradeaus weiter fort und biegen dann vor der Straße nach links ab. Durch den Wald geht es durch das Schwärzetal nach Spechthausen, das wir auf der Straße An der Schwärze erreichen.Durch das Nonnenfließ Mit der Dorfstraße (B2) gehen wir nach rechts auf dem Fußweg neben der Straße in Richtung Melchow und biegen etwa 150 Meter nach dem Ortsausgang von Spechthausen nach links in den Forstweg ein (Markierung blauer Querstrich). An einer Informationstafel erhalten wir einen Überblick über das Nonnenfließ. Unser Wanderweg führt über eine Brücke, an der folgenden Gabelung halten wir uns links und kommen durch Buchenwald zu einer Wanderhütte.Wir wandern auf breitem Waldweg weiter und kommen zum Liesenkreuz, einem sagenhaften Ort. Dort gehen wir nach rechts (Wegweiser Schönholz) und treffen auf die Kreuzung am Schneidemühlenweg, wo wir nach links abbiegen. Durch Kiefernwald, der stellenweise von Fichten, Buchen und Lärchen durchsetzt ist, wandern wir auf einem breiten Forstweg, dem Kayser-Damm, weiter. Dort, wo sich die Markierung blauer Querstrich scharf nach rechts wendet, bleiben wir auf dem Forstweg, der nun ein Pflasterweg geworden ist. Am Findling mit der Aufschrift Kayser-Damm treffen wir auf die Bernauer Heerstraße, bei der wir uns auf historischen Wegen befinden, da sie schon Friedrich der Große benutzte. Nun gehen wir nach links und wandern bis zur Kreuzung mit dem Klobbicker Damm, wo bei einem Findling mit Inschrift an der Seite der Wegkreuzung eine Sitzgruppe zur Rast einlädt. Dort wenden wir uns nach links und wandern auf der breiten Kopfsteinpflasterstraße geradewegs nach Spechthausen, das wir auf der B2 erreichen. Im Ort geht es nach links, wir biegen an bekannter Stelle in die Straße An der Schwärze ein und erreichen den Ausgangspunkt am Forstbotanischen Garten in Eberswalde.Der Forstbotanische Garten in Eberswalde Der Garten wurde gegründet, als 1830 die Höhere Forstlehranstalt nach Eberswalde kam. Als Bestandteil des Landschaftsschutzgebietes »Unteres Schwärzetal« gehören mannigfaltige Boden- und Reliefunterschiede wie Fließgewässer, Moorbiotope, frische Hangstandorte und sogar kleine Dünenbildungen zum Charakteristikum des Gartens und bieten so auf natürliche Weise vielfältige Möglichkeiten, 1100 Pflanzensippen aus heimischer und fremder Flora zur Geltung zu bringen.

Forstbotanischer Garten – Spechthausen 0.45Std. – Wanderhütte 0.30Std. – Spechthausen 1.30Std. – zurück zum Forstbotanischer Garten 0.45Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied155 m
Dauer3.00 h
AusgangspunktForstbotanischer Garten Eberswalde.
EndpunktForstbotanischer Garten Eberswalde.
TourencharakterEberswalde liegt im Thorn-Eberswalde-Urstromtal, durch das die Schmelzwasser der sich nach Norden zurückziehenden Gletscher der Weichselkaltzeit vor rund 15000 Jahren flossen. In dieser Zeit entstand durch die Schmelzwasser auch das Nonnenfließ, wo heute noch die Kraft des Wassers das mäandrierende Flussbett verändert. Die terrassenartigen Uferhänge lassen diese »Arbeit« des Wassers im Laufe der Zeit deutlich erkennen. Eine Wanderung durch die schattigen Buchenwälder am Nonnenfließ ist zu jeder Jahreszeit schön und erholsam.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Spezialwanderkarte Schorfheide – Werbellinsee Nr.1040, 1:50000.
VerkehrsanbindungAuto: Autobahn A11 Berlin-Prenzlau, Ausfahrt Finowfurt, auf B167 über Finow nach Eberswalde. Bahn/Bus: Berlin – Stralsund und Berlin – Stettin bis Eberswalde, mit Bus zum Forst- botanischen Garten.
GastronomieEberswalder Zoo: Zoogaststätte »Brauner Bär« am Zooeingang. Spechthausen: Restaurant Waldhof, Hauptstraße 39.
Tipps
Ausflug zum Schiffshebewerk Von Eberswalde lohnt sich ein Abstecher zum Schiffshebewerk Niederfinow. Es wurde zwischen 1927 und 1934 im Oder-Havel-Kanal gebaut und überwindet in 5Minuten eine Höhe von 36m. Eine Schleusung dauert insgesamt 20Minuten Großartig ist die Aussicht von der oberen Plattform auf eine Bilderbuchlandschaft der Eiszeit mit Pommerschen Endmoräne im Nordosten, dem Barnim im Süden und dem Niederoderbruch im Osten. Carlsburg in Falkenberg Schon lange kein Geheimtipp mehr, lädt in der kleinen Stadt Falkenberg (von Eberswalde auf der B167 erreichbar) auf dem steil aufragenden Paschenberg das Bergrestaurant Carlsburg zum Verweilen ein. Von der Terrasse oder dem Wintergarten aus kann man die herrliche Aussicht über die Oderlandschaft genießen. Gastraum und Wintergarten sind im rustikalen Bergbaudenstil gehalten und die Speisekarte bietet Hausmannskost mit gehobenem Anspruch. Die Palette reicht von hausgemachter Wurst und Sülze bis zur märkischen Landente. Carlsburg, Burgstraße 9, www.carlsburg.de
Unterkunft
Eberswalde Central-Hotel Eberswalde, Alfred-Nobel-Str. 2, Tel. 03334/2170, www.central-hotel-berlin.de/eb.html

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