Auf den Siplingerkopf

In die Wunderwelt der Nagelfluhfelsen. Steile Wanderung, im unteren Bereich auf Alpwegen, im oberen Bereich auf schmalen Bergpfaden. Bis zum Gipfel ohne größere Probleme, Trittsicherheit aber erforderlich; die Überschreitung des Siplingerkopfs zum Heidenkopf erfordert Schwindelfreiheit. Gipfelgrat teilweise lehmig. Nicht bei Nässe begehen, dann Übergang sehr gefährlich! (Autor: Heinrich Bauregger)
8 km
725 m
4.00 h
Das Gunzesrieder Tal ist ab Gunzesrieder Säge nahezu verkehrsfrei und überrascht mit zahlreichen kleinen Weilern und Einzelhöfen, von denen viele noch die traditionelle Schindelbedeckung aufweisen. Im hinteren Talbereich überrascht uns die Landschaft mit ungewöhnlichen Felsformationen, den Siplingernadeln. Diese aus Nagelfluh bestehenden Türme sind zwar nicht zu erklettern, geben aber ein faszinierendes Landschaftsbild ab. Über allen thront der Siplingerkopf, dem wir bei dieser Tour sprichwörtlich auf den Kopf steigen wollen. Direkt beim Ausgangspunkt bietet nach der Tour der Aubach noch interessante Spielmöglichkeiten.
Die Rundtour.
Vom Parkplatz bei der Hinteren Aualpe queren wir den Aubach und folgen zunächst dem Wegweiser in Richtung »Hirschgundalpe«. Gleich hinter der Brücke halten wir uns rechts und wandern am Aubach entlang. Ein Steg führt uns über einen Seitenbach, dann steigt er in Serpentinen an und durch einen lichten Wald – durchsetzt mit Nagelfluhfelsen – erreichen wir die abgelegenen Weideflächen der Siplingeralp. Über uns thront die Siplingernadel, die unschwer zu erkennen ist, da sie von einem Kreuz geschmückt wird. Der gut ausgebaute Wanderweg endet hier und nun steigen wir auf schmalem Pfad weiter bergan. Erst oberhalb der Alpwiesen wird der Weg nun wieder deutlich. Seitlich an der Siplingernadel vorbei erreichen wir über kurze Serpentinen den Nordgrat des Siplingerkopfs. Über den schrofendurchsetzten Grat gelangen wir dann hinauf zum Gipfelkreuz. Auf der Ostseite des Siplingerkopfs erfolgt dann der Abstieg auf einem Teilstück des Oberallgäuer Rundwegs hinab in eine Mulde, dann leichter Gegenanstieg bis in den Sattel (1560 m) oberhalb der Oberen Wilhelminealp. Dort weist uns links ein Wegweiser die Route zu den Hirschgundalpen. Von dort schlendern wir auf dem breiten Alpfahrweg in weiten Kehren hinab ins Aubachtal zurück zu unserem Ausgangspunkt.
Variante.
Mit großen Kindern können wir auch den Übergang zum Heidenkopf machen. Dieser erfordert jedoch bereits Bergerfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Ausgesetzte felsige Stellen erwarten uns dabei am tiefsten Punkt des Übergangs zum Heidenkopf sowie kurz unterhalb dieses Gipfels im Abstieg in Richtung Scheidwangalpe.

kindgerechtes Wandern im Allgäu

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied725 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBlaichach, 733 m
TourencharakterDauer -
Von der Hinteren Aualpe zum Siplingerkopf
2.30 Std., Abstieg über die
Hirschgundalpe 2 Std.; insgesamt 4.30 Std.
Höhenunterschied:
725 m im Auf- wie im Abstieg.
Hinweise
Ab 8 Jahren; der Übergang zum Heidenkopf nicht unter 12 Jahren.
KartentippTopogr. Karte 1 - 50000 Allgäuer Alpen (BLVA).
VerkehrsanbindungAuto Auf der B 19 bis Ausfahrt Immenstadt und über Blaichach ins Gunzesrieder Tal und weiter bis zur Gunzesrieder Säge (930 m). Dort beginnt die mautpflichtige Straße ins Aubachtal, der wir 5 km bis zur Hinteren Aualpe (1052 m) folgen. Dort Wanderparkplatz. Bahn/Bus Mit dem Allgäu-Schwaben-Takt bis Blaichach oder Sonthofen, dann weiter mit dem Bus bis Gunzesrieder Säge. Von dort allerdings noch 5 km bis zum Ausgangspunkt (1.15 Std.).
GastronomieAuf der Rundtour gibt es leider keine Einkehrmöglichkeit. Falls wir jedoch die Mautstraße ab Ausgangspunkt weiterfahren treffen wir auf die - n Schweidwangalpe (1368 m), bewirtschaftet von Ende Mai bis Mitte Oktober. n Gasthaus Alpenrose (930 m) bei der Gunzesrieder Säge, ganzjährig bewirtschaftet.
Tipps
Für kleinere Kinder (ab 4 Jahren) empfiehlt sich im Gunzesrieder Tal der Besuch des Ostertaltobels. Der Start ist bei der Gunzesrieder Säge (Parkplatz, 930 m) und führt ins tief eingeschnittene Tal des Ostertalbaches. Der gut angelegte Steig überwindet steile Felsstufen und passiert mehrere Wasserfälle. Am Tobelende Rastplatz mit Pavillon. Die Rückkehr erfolgt auf demselben Weg oder über die Buhlsalpe (Fahrweg, aber mit Einkehrmöglichkeit). Gehzeit - 1.30 Std.
Höchster Punkt
Siplingerkopf, 1746 m
Unterkunft
Auf der Rundtour gibt es leider keine Einkehrmöglichkeit. Falls wir jedoch die Mautstraße ab Ausgangspunkt weiterfahren treffen wir auf die - Schweidwangalpe (1368 m), bewirtschaftet von Ende Mai bis Mitte Oktober. Gasthaus Alpenrose (930 m) bei der Gunzesrieder Säge, ganzjährig bewirtschaftet.

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