Auf den Pöhlberg

Wald- und Aussichtswanderung auf bequemen, teils steilen Wegen und Pfaden. (Autor: Bernhard Pollmann)
8 km
260 m
1.00 h
Ausgangspunkt ist der Marktplatz mit seinen Patrizierhäusern, dem barocken Rathaus und dem Hotel Wilder Mann in einem der ältesten (1507) Gebäude der Stadt.
Vom Markt folgen wir der Großen Kirchgasse aufwärts zur lutherischen Annenkirche, der größten spätgotischen Hallenkirche Sachsens, zweigen am Köselitzplatz bei der katholischen Heilig-Kreuz-Kirche halb links in die Ernst-Roch-Straße ab und gelangen an den Sportplätzen vorbei zur B95 (Robert-Blum-Straße). Nach Queren der Bundesstraße geht es halb links weiter, wobei sich der E3 nun am Stadtpark mit dem Tiergehege teilt: Geradeaus führt der E3 Richtung Marienberg, rechts hinauf leitet die E3-Variante zum Pöhlberg.
Schon bald wechselt die Blaustrich-Markierung links auf den Waldweg »Mittlerer Rundgang«, nun in Begleitung der Lehrtafeln eines Natur- und Bergbaulehrpfads. An der Andreas-Abfahrt vorbei führt der Waldweg am Rand eines artenreichen Waldes, in dem Blockhalden und Felsen sichtbar sind, zu den Butterfässer genannten Basaltsäulen. An der Verzweigung im Osthang wählen wir den aufwärts führenden Weg und gelangen an einer weiteren Skischneise zu einer Raststelle mit prachtvollem Blick auf das östliche Erzgebirge.
Hier wenden wir uns scharf rechts auf den »Oberen Rundgang« und zweigen schließlich links auf den Asphaltweg zum Aussichtsturm, dem Pöhlbergturm (1897) auf dem Gipfel des Pöhlbergs, ab. Die Terrassen des Berghotels bieten eine erstklassige Aussicht.
Nach diesem Gipfelabstecher kehren wir zurück zum »Mittleren Rundgang« und folgen dem E3 (Blaustrich) rechts weiter auf dem Waldweg im Hang.
Schon bald zweigt der Bergbaulehrpfad zur Bergbauwüstung Sankt Briccius ab, während der E3 geradeaus weiter im Hang durch den Wald führt und ab einer Schutzhütte eine prachtvolle Aussicht zum Kamm des Erzgebirges mit Fichtel- und Keilberg sowie dem Bärenstein bietet. An den Orgelpfeifen-Basaltsäuen mündet der E3 auf die Pöhlbergauffahrt und folgt ihr zurück in die Stadt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied260 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktMarktplatz in der Altstadt von Annaberg; alternativ Parkplatz am Beginn der Pöhlbergauffahrt bzw. Wanderparkplatz an der Pöhlbergauffahrt.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDer Ausflug über den sagenumwobenen Pöhlberg, die mächtigste Basaltkuppe des oberen Erzgebirges, bietet einzigartige Panoramen und führt zu herausragenden geologischen Formationen. Die Tour um den Pöhlberg ist eine Abstecher-Teilstrecke des Europäischen Fernwanderwegs 3.
Beste Jahreszeit
KartentippNaturparkkarte Erzgebirge-Vogtland 1:25000 Blatt 3/4 (Landesvermessungsamt Sachsen).
MarkierungenBlauer Strich und namentliche Ausschilderungen.
VerkehrsanbindungAnfahrt auf der B95 Chemnitz – Annaberg-Buchholz – Oberwiesenthal.
GastronomieAnnaberg, Pöhlberg.
Tipps
Pöhlberg. Der teils von artenreichen Laubwäldern geschmückte, teils überaus aussichtsreiche Pöhlberg (831m) erhebt sich als nördlichste unter den markanten Basaltkuppen des oberen Erzgebirges steil zwischen der Stadt Annaberg und einer weiten Hecken- und Feldflurlandschaft und zählt zu den aussichtsreichsten Bergen des Erzgebirges. Westwärts schweift der Blick über Annaberg-Buchholz und das Zschopautal hinweg auf das Westerzgebirge. Im Süden sind die beiden höchsten Gipfel des Gebirges, Keilberg und Fichtelberg, sichtbar, während sich im Osten die flachwellige Pultfläche des Osterzgebirges erstreckt; auch die Basaltkuppen Bärenstein und Scheibenberg sind in Sicht. Gemeinsam ist diesen Basaltbergen vulkanischen Ursprungs das Auftreten von Basaltsäulen; am Scheibenberg werden sie »Orgelpfeifen«, am Pöhlberg auch »Butterfässer« genannt. Im Osthang des Pöhlbergs wurden ab der Zeit um 1400 silberhaltige Kupfererze, Zinkblende und lokal auch Zinnerz führende Gänge abgebaut. Infolge des großen Holzbedarfs des Bergbaus wurde der Pöhlberg völlig entwaldet; 1881–86 begann die Wiederaufforstung mit standortwidrigen Fichtenmonokulturen; in den blockreichen Steilhängen im Gipfelbereich dominieren inzwischen wieder Laubbäume.
Tourismusbüro
Große Kreisstadt Annaberg-Buchholz, Amt für Marketing/Tourismus, Markt 1, 09456 Annaberg-Buchholz, Tel. 03733/425280, Internet: www.annaberg-buchholz.de
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