Auf den Monte Torriggia (1703 m)

Abwechslungsreiche, im Hochsommer ziemlich »heiße« Runde auf markierten Wegen. (Autor: Eugen E. Hüsler)
8 km
980 m
5.00 h
Vom Parkplatz in Cùrsolo (886m) durch den Ort auf dem alten, mauergesäumten Weg bergan zum Monte Vecchio (1094 m; 45 Min.), wo man auf der Terrasse des Rifugio al Monte Vecchio di Orasso seinen Durst stillen kann. Richtig heiß unterm Hemd wird's allerdings erst am Weiterweg, der, gut bezeichnet, über den steilen Wiesenhang ansteigt, zunächst gegen drei isoliert stehende, mächtige Buchen, dann links haltend zu den »Denti della Vecchia«, ein paar ziemlich ruinöse Felszähne. Ein Stück oberhalb stößt man auf eine beschilderte Weggabelung (ca. 1560 m): rechts über den gutmütigen Grat zum Gipfel des Monte Torriggia (1703m; 2:45Std.), links zur Alpe Pluni (Polunia, 1454m).
Die längst aufgegebene Alm liegt im Rücken des Monte Torriggia, ein wegloser Direktabstieg nach Nordwesten ist aber nicht ratsam (Felsen, verstrauchtes Gelände). Da geht man besser zurück zur erwähnten Wegverzweigung und folgt dem ordentlichen Pfad, der leicht fallend die Westflanke des Bergstocks schneidet. Ein kurzer Abstecher (Hinweistafel) führt durchs Unterholz hinauf zur Alpetta (1563 m), dem »schönsten Rastplatz an der Torriggia«. Zu einer längeren Rast lädt natürlich auch Pluni (3:30Std.) ein, weniger die zum Biwak umfunktionierte ehemalige Alphütte. Über die Valle Vigezzo hinweg geht der Blick zu den Walliser und Tessiner Alpen; im Osten bauen sich die dunklen Felsen der Rocce del Gridone (2155m) auf. Der Rückweg nach Cùrsolo führt, allmählich an Höhe verlierend, um die Costa di Torriggia, den Südwestkamm des Bergstocks, herum und senkt sich dann zu den Ruinen der Monti di Cùrsolo (1275m). Anschließend geht man im Zickzack auf dem alten Plattenweg hinab ins Tal, mit Aussicht auf Gurro (812m), über dem die hohe Pyramide des Monte Zeda (2156m) in den Himmel ragt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied980 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktCùrsolo (886 m), Bergdorf in der obersten Val Cannobina
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterKontraste am Lago Maggiore: Hier der Ufersaum, verbaut, verkehrsgeplagt, im Sommer viel Volk am und im Wasser; dort das Hinterland, Natur pur, kaum Menschen, ein paar Bergnester. Dazu kommt im Fall der Valle Cannobina ein verzweigtes, markiertes Wegenetz, was eine Fülle von Tourenmöglichkeiten eröffnet, zwischen dem Tal und den (teilweise beachtlich hohen) Gipfeln. Einen besonders reizvollen Blick über die Val Cannobina, seine verästelte Topografie und die langen Grate bietet der Monte Torriggia.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass 1:50000, Blatt 90 »Lago Maggiore – Lago di Varese«
MarkierungenGut bezeichnete Wege; Hinweistafeln an den Verzweigungen
VerkehrsanbindungVon Cannobio (214 m) am Lago Maggiore recht kurvenreiche, aber ordentliche Talstraße, etwa 20 km; Parkplatz vor dem Ort; Busverbindung mit Cannobio
GastronomieRifugio al Monte Vecchio di Orasso (1094 m); Auskunft über Bewirtschaftung in Cùrsolo
Unterkunft
In Cannobio
Tourismusbüro
Ufficio Turistico Pro Cannobio, Via Antonio Giovanola 25. I-28822 Cannobio; Tel. +39/0323/71212, info@procannobio.it, www.cannobio.net

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