Auf den Monte San Primo (1686 m)

Recht kurze Gipfelrunde mit bequemem Anstieg, aber sehr steilem Abstieg (bei Nässe nicht ratsam, dann Abstieg besser auf dem Anstiegsweg). Vom Monte San Primo große Schau über den Comer See und seine Bergkulisse. (Autor: Eugen E. Hüsler)
7 km
710 m
3.00 h
Vom Parkplatz des »Parco Monte San Primo« (ca. 1120 m) führt ein schmales Asphaltsträßchen in einer Schleife zur nahen Alpe del Borgo (1181 m). Weiter über einen Wiesenhang in die kleine Senke (1312 m) unter dem Monte Forcola, dann, nach rechts umbiegend, bergan zum langgestreckten Hauptkamm des Monte San Primo. Hier stößt man auf eine alte, schon recht verwachsene Straßentrasse, die in angenehmer Steigung unter dem Buckel der Cima del Costone (1614 m) hindurch bis an die Gipfelkuppe heranführt. Zuletzt über einen Grashang zum Gipfel des Monte San Primo (1686 m) mit großer Aussicht (1:45 Std.). Der Abstieg folgt dem Nordgrat des Monte San Primo, zunächst mehr Spur als Weg und extrem steil. Da hat man auch bei trockenem Gelände erhebliche Mühe mit dem Gleichgewicht, hilft mitunter nur der Griff nach einem Strauch, einer knorrigen Wurzel. Freundlicherweise hält der »Weg« die Falllinie nicht allzu lange und geht bald in leichtes Zickzack über, was die Stimmung hebt und die Gelenke schont. Beim Rifugio Martina (1233 m) stößt man auf eine Schotterstraße, die zurückleitet zum Ausgangspunkt (3 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied710 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz des »Parco Monte San Primo« (ca. 1120 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterEin kurzer Blick auf die Landkarte genügt, um zu verstehen, weshalb man den Monte San Primo besteigen muss: der Aussicht wegen. Und die verdankt er seiner Lage über den drei langen Fjorden des Comer Sees – was für eine Schau! Aus dieser Perspektive ist der Lario ein richtiger Alpensee, mit schroffen Ufern und hohen Gipfeln rundum; keine andere Warte gewährt eine ähnlich umfassende Sicht auf all seine Bergketten. Genau westlich hat man das markante Horn des Sasso Gordona (1410 m); rechts dahinter erhebt sich der breite, kahle Rücken des Monte Generoso (1701 m). Im Nordwesten, über der weiten Senke von Intelvi, lugt der Monte Boglia (1516 m) herein, über der Tremezzina erkennt man den hohen Kamm, der im Crocione (1641 m) ausläuft und jäh gegen Menaggio abfällt.
Die Gipfelparade über dem Ostufer beginnt mit dem Monte Legnone (2609 m), einem massigen, düsteren Koloss. Ganz anders das Massiv der Grigne: heller Kalk, Wandfluchten, filigrane Turmbauten. Es kulminiert im Grignone (2409 m), den ein langer Grat mit der Grignetta (2177 m) verbindet. Einem Schiffsbug gleich schiebt sich der Coltignone (1474 m) gegen die Talmulde von Lecco vor; oben über der Eisenstadt steht der hohe Zackenkamm des Resegone (1875 m) – lauter Wanderziele in unserem Führer notabene!
Beste Jahreszeit
KartentippKompass 1:50000, Blatt 91: Lago di Como – Lago di Lugano
MarkierungenAufstieg als Teilstück des Wanderweges »La Dorsale del Triangolo Lariano« rot-weiß-rot bezeichnet. Sonst kaum Markierungen; bei guter Sicht ist die Orientierung aber problemlos.
VerkehrsanbindungVon Bellagio (229 m) bzw. Madonna del Ghisallo (755 m) erreicht man den Ausgangspunkt der Tour auf guten Bergstraßen, 16 bzw. 13 km. Nächster Bushalt: Madonna del Ghisallo (755 m)
GastronomieRifugio Martina (1233 m), im Sommer durchgehend bewirtschaftet, sonst an den Wochenenden; Tel. 031/964695. Nur einheimische Produkte werden in der »Osteria Gaetan« angeboten. Die urige Wirtschaft steht an der Straße von Bellagio zum »Parco Monte San Primo«.
Unterkunft
Rifugio Martina
Tourismusbüro
Ufficio IAT, Piazza della Chiesa 14, I-22021 Bellagio; Tel./Fax 031/950204

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Region:
Italien
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