Auf den Monte Legnone (2609 m)

Bergwanderung auf markierten Wegen; im Gipfelbereich ist Trittsicherheit erforderlich. (Autor: Eugen E. Hüsler)
9 km
1300 m
5.00 h
Der Anstieg folgt weitgehend dem ausgeprägten Westgrat des Bergstocks, was die Orientierung wesentlich erleichtert. Vom Straßenendpunkt kurz aufwärts, dann links unter dem Rifugio Roccoli Lorla (1463 m) hindurch und ohne größere Steigung an dem bewaldeten Rücken entlang, mit gelegentlichen Ausblicken zu den Grigne. An den ersten Kehren der Mulattiera stört kurz eine Hochspannungsleitung, die den Bergstock quert, das malerische Bild. Wenig weiter senkt sich der Weg dann zum Almgelände von Agrogno (ca. 1660 m). Hier wird erstmals die Sicht nach Norden frei, auf die Bergeller Berge.
Auch das Gipfelziel zeigt sich; deutlich auszumachen sind an dem breiten Vorbau der Porta dei Merli (2129 m) die Serpentinen des kunstvoll angelegten Plattenweges. Knapp unter der Höhe quert man auf die Ostseite des Kamms, der zum eigentlichen Gipfelaufbau überleitet. An dessen Fuß steht die Biwakhütte Cr da Legn (2146 m; 2:15 Std.), stets zugänglich, aber nicht bewirtschaftet. Nun in kurzen Serpentinen am schrofigen Westgrat aufwärts, vorbei an einem großen SIP-Reflektor. Am Vorgipfel (2529 m) mündet links der Nordanstieg; zum großen Kreuz am Legnone (3:30 Std.) ist es nur mehr ein Katzensprung: ein gutmütiger Rücken, zuletzt ein paar leichte Felsen. Abstieg auf dem gleichen Weg.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied1300 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktNamenloser Sattel (ca. 1450 m) unter dem Monte Legnoncino, ein paar Minuten vom Rifugio Roccoli Lorla
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterVergleiche mögen zwar oft hinken, hilfreich sind sie mitunter aber doch. Garmisch-Partenkirchen, weltberühmter Ferienort im schönen Bayern, hat zwar keinen See, dafür aber die Zugspitze, einen »Fast-Dreitausender«, vom Ort aus eindrucksvoll anzuschauen. Und um gut 2300 Meter überragt er die Spitze des Garmischer Kirchturms, dies bei einer Horizontalentfernung von gut zehn Kilometern. Deutscher Rekord.
In Cólico am Comer See muss man sich allerdings schon etwas weiter zurücklehnen, will man den Gipfel des Legnone ins Auge fassen: 2609 Meter brutto, 2400 Meter netto auf gerade mal gut fünf Kilometer Abstand, horizontal gemessen! Und das bei einem Berg, der da steht, wo die meisten Bayern bereits Alpenvorland und Surfrevier vermuten ... Ein Glück, dass man die Tour nicht gleich unten am See, sondern in halber Höhe starten kann!
Beste Jahreszeit
KartentippKompass 1:50000, Blatt 105 »Lecco – Valle Brembana«
MarkierungenGut bezeichneter Weg, eindeutig im Verlauf, deshalb keine Schwierigkeiten mit der Orientierung.
VerkehrsanbindungAn dem kleinen Sattel (1450 m) unweit vom Rifugio Roccoli Lorla endet ein Asphaltsträßchen. Es zweigt in Tremenico (759 m) von der Straße in die Val Varrone ab, insgesamt 18 km von Dervio (204 m) am Ostufer des Comer Sees. Parkplatz; Bus nur bis Tremenico.
GastronomieRifugio Roccoli Lorla (1463 m), bewirtschaftet Juli/August durchgehend, Juni und September an Wochenenden; Tel. 0342/684346
Unterkunft
Rifugio Roccoli Lorla
Tourismusbüro
Pro Loco, Piazza IV Novembre, I-23824 Dervio; Tel. +39/0341/806060

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Region:
Italien
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