Auf den Leonhardstein

Zunächst leichte Bergwanderung; Gipfelbesteigung aber nur für geübte Bergwanderer, mit Trittsicherheit und Schwindelfreiheit (Autor: Dr. Wilfried und Lisa Bahnmüller)
7 km
700 m
3.00 h
Wir starten an der St. Leonhardskirche im Ortszentrum von Kreuth und wandern, die Kirche im Rücken, zunächst auf der Straße »Am Kirchberg« in westliche Richtung und gleich danach auf einem Wanderweg über freie Wiesen. Fast ein wenig vorwitzig und frech ragt aus dem Grün der bewaldeten Berghänge der spitze Felsen des Leonhardsteins hervor. Wir verlieren ihn jedoch schon bald aus den Augen, denn der Weg führt in einen schattigen Mischwald über ein paar Serpentinen bergan. Wir klettern über einige Viehgatter und queren dann, weiter bergauf, eine kleine Almwiese. Bald führt unser Weg an den ersten großen Felsbrocken vorbei zum letzten Etappenstück.
Wir erreichen die Abzweigung zum Gipfel des Leonhardstein. Weniger Geübten, vor allem nicht schwindelfreien Bergsteigern, sei ab hier der Abstieg geradeaus ins Tal südlich der Schwarztennalm empfohlen. Das ermöglicht eine alternative Rundtour, die durch das Schwarzenbachtal zur Winterstube im Kreuther Weißachtal führt. Dort können wir entweder mit dem Bus zurückkehren oder auf dem fast ebenen Wanderweg entlang der schattigen Weißbach marschieren. Über Wildbad Kreuth erreichen wir so nach strammen 5,5 Kilometern wieder unseren Ausgangsort. Die Abenteuerlustigeren unter uns zieht es nun jedoch links hinauf zum Gipfel. Zwischen den Felsbrocken finden wir genügend Halt, und schon nach wenigen Metern beginnt die Kraxelei so richtig Freude zu machen. Die Felsbrocken liegen verstreut in einer schmalen Rinne. Aber keine Angst, wir brauchen kein Seil und keine Hacken. Immer höher steigen wir, und ehe wir komplett aus der Puste sind, sehen wir steil über uns das Gipfelkreuz. Hier winkt die hart erarbeitete Rast, vorausgesetzt, es haben nicht zu viele mutige Gipfelstürmer den Weg hierher gefunden. Auf das schmale, kleine Plateau passen höchstens zehn Kletterfans! Wer jedoch einen Aussichtsplatz erobert hat, genießt den Rundblick über Roß- und Buchstein, den Hirschberg, das tief unten liegende Weißachtal mit Kreuth und uns direkt gegenüber Wallberg und Risserkogel. Besonders nach Südosten reicht die Sicht weit hin zur Halserspitz, den Blaubergen und dem Schinder. Der Rückweg erfolgt auf dem Hinweg bis nach Kreuth.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied700 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortKreuth Weissavhtal
AusgangspunktKreuth Weissachtal, Kirche St. Leonhard
Endpunktwie Ausgangspunkt
TourencharakterGleich einem felsigen Adlerhorst thront der Leonhardstein hoch über dem kleinen Ort Kreuth im Weissachtal. Wobei er von unten gar nicht so dramatisch aussieht, wie er sich dann zum großen Finale präsentiert. Die letzten Meter sind eine spannende Herausforderung für den ambitionierten Bergsteiger. Das Gipfelplateau ist winzig klein, atemberaubend steil, aber mit einer sensationellen Aussicht bis weit in die Blauberge hinein.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Nr. 8, Tegernsee,1 - 50 000
VerkehrsanbindungMit dem Auto. Auf der Salzburger Autobahn A 8 Ausfahrt Holzkirchen, auf der B 318 über Bad Wiessee und Rottach nach Kreuth ins Weißachtal; Parkplätze befinden sich rund um die Schule und Kirche. Mit der Bahn. Von München zum Tegernsee, Endstation; weiter fast stündlich mit dem Linienbus nach Kreuth
GastronomieUnterwegs keine Berghütte, also unbedingt Gipfelbrotzeit einstecken! Nach der Tour finden wir einige Cafés und Gaststätten in Kreuth
Informationen
Auf den Spuren der Volksmusik. Am Friedhof der Pfarrkirche von Kreuth steht ein bescheidenes, aber geschmackvolles Kreuz aus Schmiedeeisen mit der kurzen Inschrift »Kiem Pauli 25.10.1882, 10.9.1960«. Hier fand ein Mann seine ewige Ruhe, dessen großes Verdienst es war, als Erster nicht nur die bayerische Volksmusik erforscht, sondern auch zu einem neuen Leben erweckt zu haben. Seine Preissingen, die durch den Rundfunk eine breite Hörerschaft gefunden haben, sind legendär, seine veröffentlichten Musiksammlungen gehören heute noch zum Standardrepertoire vieler Volksmusikgruppen.
Tourismusbüro
Tourist-Information Kreuth, Nördliche Hauptstraße 3, 83708 Kreuth, Tel. 08029/ 18 19, www.kreuth.de

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