Auf den Hohen Peißenberg

Oben wartet die Belohnung – ein Panorama von der Benediktenwand bis zum Grünten, eine Wallfahrtskirche und vielleicht ein Stückerl Apfelkuchen? (Autor: Michael Pröttel)
3 km
230 m
3.00 h
Die Tour - Von der Alpenblickstraße folgt man den Schildern Stollenweg/ Zum Berg und somit einer Sackgasse bergan. Diese wird gleich zu einem Schotterweg und führt an einer Wiese entlang zu einer Asphaltstraße. Hier geht man geradeaus und gelangt in ein Tälchen mit einer Brücke. Auf der anderen Seite geht es wieder bergan und man geht ein Stück lang auf einer Asphaltstraße (Brandlweg) halblinks hinauf. Nach wenigen Metern verlässt man die Straße, indem man einem verblassten Schild Zum Berg nach rechts in einen Fußweg folgt. Über einen schönen Wiesenweg geht es nun in den Wald hinein. Sanft ansteigend stößt der Weg bald auf eine Forststraße, der man kurz nach links folgt, um sie gleich wieder nach rechts in einen Fußweg zu verlassen. Kurze Zeit später stößt man auf die Autostraße, die zum Hohen Peißenberg führt, überquert diese und folgt ein Stück lang einer Stichstraße der Bergstraße bergan. Auf dem freien Wiesengelände hat man einen schönen Blick auf die Ammergauer Alpen und auch die Gipfelkapelle ist bereits über den Bäumen auszumachen. Vor dem ersten Haus folgt man der Beschilderung nach rechts und somit einem Wiesenweg, der wieder in den Wald eintaucht. Auf einem breiteren Weg geht es nun etwas steiler in Schleifen bergan und auf eine zunehmend freier werdende Wiese. Über diese gelangt man schließlich auf den breiten Gipfelrücken des Hohen Peißenbergs, wo bei guter Fernsicht ein traumhafterAusblick auf das hügelige Alpenvorland des Pfaffenwinkels und die dahinter aufragenden Gipfel der Ammergauer Alpen, des Wettersteingebirges und weiter westlich auch der Allgäuer Bergwelt lockt.
Bevor man oben angekommen im Bayerischen Rigi einkehrt, lohnt sich unbedingt ein Besuch des Infopavillons des Wetterobservatoriums. Das Observatorium ist die weltweit älteste Bergwetterwarte mit einer seit 1781 praktisch ununterbrochenen Beobachtungsreihe. Das heute dem Deutschen Wetterdienst angegliederte Observatorium hat weltweite Bedeutung, da es über eine der längsten Ozonmessreihen höchster Datenqualität verfügt. Und auch die Besichtigung der Marienwallfahrtsstätte mit ihrer weithin sichtbaren Doppelkirche sollte man nicht verpassen. Schließlich gilt sie neben der Wieskirche als weiteres Wahrzeichen des Pfaffenwinkels. Da die bereits 1514 errichtete Gnadenkapelle sehr viele Pilger anzog, entschloss man sich hundert Jahre später für den Bau der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt, welche in den Jahren zwischen 1615 und 1619 fertig gestellt wurde.
Zurück zum Ausgangspunkt gelangt man auf demselben Weg.

Frühlingstour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour3 km
Höhenunterschied230 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
Startort Hohenpeißenberg, Alpenblickstraße
Ausgangspunkt Hohenpeißenberg, Alpenblickstraße
Endpunkt Hohenpeißenberg, Alpenblickstraße
Tourencharakter»Wanderer, schau hier nieder ins Tal und es öffnet dieWelt sich Deinem erstaunenden Blick, Wolken und Berge erstehen.« Treffender als die lateinische Steininschrift im Pfarrhaus auf dem Hohen Peißenberg kann man die Stimmung auf dem Gipfel nicht beschreiben. Das gilt vor allem für den Herbst, wenn der Hohe Peißenberg über die Hochnebeldecke hinausragt und einen klaren Blick auf die Ammergauer Alpen und das Wettersteingebirge freigibt.
Hinweise
VerkehrsanbindungVon München aus auf der A95 und A952 nach Starnberg und hier weiter auf der B2 nach Weilheim; dort erst geradeaus, dann nach rechts in Richtung Peißenberg und von hier weiter nach Hohenpeißenberg; bald nach Ortsbeginn rechts der Alpenblickstraße folgen und nach ca.200m, wo eine Stichstraße nach links abzweigt, parken (kleines Schild Stollenweg/ Zum Berg)
GastronomieHoher Peißenberg - Bayerischer Rigi, geöffnet Apr.–Okt. Mo 8:30–18Uhr, Di–So 8:30–21Uhr, Nov.–März Di–Fr 8:30– 18Uhr, Sa, So, Fei 8:30– 21Uhr, Tel. 08805/330, www.bayerischer-rigi.de
Tipps
Meteorologisches Observatorium. Im Infopavillon kann man sich täglich über die vielfältigen Arbeiten rund um die Wetterbeobachtung informieren. Die Ausstellung wird ständig aktualisiert und erweitert. Geöffnet ganzjährig täglich 8– 18Uhr, Tel.08805/954-0, www.dwd.de/mohp
Informationen
Bergbaumuseum. Unternimmt man die Tour an einem ersten oder dritten Sonntag im Monat, lohnt sich auf der Rückfahrt der Besuch des Bergbaumuseums in Peißenberg, Am Tiefenstollen 2. Hier erfährt man Interessantes über die Geschichte des Bergbaus im Pfaffenwinkel, aber auch, wie die Kohle im Alpenvorland überhaupt entstanden ist. Geöffnet jeden 1. und 3. So im Monat 14–16Uhr sowie 15. Mai– 15. Sept. Mi 14–16Uhr, Tel.08803/51 02, www.peissenberg.de/kulturfreizeit/ bergbaumuseumpeissenberg