Auf den Hohen Ifen

Anspruchsvolle, außerordentlich lange Gipfeltour, Ausdauer, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich; eventuell eine Zwischenübernachtung in der Schwarzwasserhütte (hinterstes Kleinwalsertal) einplanen. Nur bei günstigen Wetterbedingungen gehen, da ein Verirren ins Gottesackerplateau sehr gefährlich sein kann (Absturzgefahr). Alpinausrüstung! (Autor: Karin Pegoraro, Manfred Föger)
Von Schönenbach gehen wir über die feuchten Weideflächen der Haldenalpe in östlicher Richtung und überqueren die Subersach hinüber zur Iferwiesalpe. Während der Weg bisher fast eben verlaufen ist, beginnt er nun ins Tal des Laublisbaches hinaufzuziehen. Etwas mehr als einen Kilometer nach der Almfläche zweigt links der Zustiegsweg zum Schneckenloch, der größten Höhle Vorarlbergs, ab. Die Karstgrotte ist nur im Rahmen geführter Touren zugänglich.
Wir halten uns dagegen rechts und steigen in engem Zickzack in den Tobel an der Ostflanke des Sevischrofens auf. Bei 1540 Meter Seehöhe erreichen wir die Kalbelegüntlealpe, von der wir weiter gegen den Talschluss hin wandern, der von steilen Felsen »bedrängt« wird (2 Std.).
Knapp einen Kilometer nach der Alp knickt der Bergsteig links weg und bringt uns nun sehr steil an den Südwestrand des Gottesackerplateaus hinauf. Am Rand der Hochfläche leitet der Steig in südöstliche Richtung. Hier sollte man vorsichtig sein und auf keinen Fall vom Weg abkommen. Knapp vor dem Hahnenköpfle (2158 m) beginnt der eigentliche Gipfelanstieg. In einer weiten Schleife bringt uns der Pfad auf den kreuzgekrönten Gipfel des Hohen Ifen (2230 m), von dem wir einen gewaltigen Ausblick genießen (4:30 Std.).
Doch unsere Rast dauert nicht lange, denn der Rückweg ist sehr weit. Über die Südostflanke steigen wir ab und halten uns an einer Gabelung rechts. Der Eugen–Köhler–Weg bringt uns hinunter zur Ifersguntalpe, wo eine Jausenstation willkommene Erfrischung bietet. Weiterhin rechts und jetzt leicht aufwärts kommen wir zum Gerachsattel (1752 m) und kurz darauf zu einer neuerlichen Kreuzung, an der wir uns wieder rechts wenden.
Nach einem kurzen, flachen Teilstück kraxeln wir über eine Steilstufe in den obersten Abschnitt des Tales der Subersach hinunter, dem wir bachabwärts folgen. Nach der Miesbodenalpe wechseln wir von der orografisch rechten auf die linke Talseite und kommen hier nach Schönenbach zurück (9 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour17 km
Höhenunterschied1250 m
Dauer10.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSchönenbach (1025 m).
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDer Hohe Ifen ist eine der markantesten Berggestalten im hinteren Bregenzerwald. Seine Besteigung zählt zu den größten Herausforderungen, welche die Region dem versierten Bergwanderer zu bieten hat. Das nördlich anschließende Gottesackerplateau ist eine der größten Karsthochflächen Mitteleuropas.
Beste Jahreszeit
Kartentippfreytag & berndt-WK Bregenzerwald, 1:50 000. Kompass-WK 2 Bregenzerwald – Westallgäu, 1:50 000.
MarkierungenÜbliche Wanderwegemarkierung; Wegweiser an allen wichtigen Kreuzungspunkten; Orientierung am Berg teilweise nicht ganz leicht.
VerkehrsanbindungDie Vorsäß Schönenbach ist mit der Gemeinde Bizau durch eine schmale Mautstraße verbunden, die direkt beim Ausgangspunkt endet; hier gute Parkmöglichkeiten. Busanbindung bietet die Linie 36 (Bezau–Schönenbach), die in Bezau Anschluss zu anderen Umlandgemeinden hat.
GastronomieVerschiedene Einkehrmöglichkeiten im Talort; unterwegs Jausenstation an der Ifersguntalpe.
Tipps
Das Gasthaus Egender (geöffnet von Mitte Mai–Ende Oktober; 05513/64 10) in Schönenbach ist im ganzen Land Vorarlberg bekannt – hier werden die wahrscheinlich besten »Käsknöpfle« serviert. Im Herbst ist auch das aus der Region stammende Wildbret ein kulinarischer Genuss.
Unterkunft
Verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten in Bizau; für Zwischenübernachtung Schwarzwasserhütte (Tel. 05517/302 10).
Tourismusbüro
Tourismusbüro Bizau, Kirchdorf 340/1, A-6874 Bizau, Tel. 05514/21 29, tourismusverein.bizau@cnv.at, www.tiscover.at/bizau
Mehr zum Thema