Auf den Hohen Freschen

Technisch nicht besonders schwierige Bergwanderung mit abschließendem Gipfelanstieg in alpinem Gelände. (Autor: Karin Pegoraro, Manfred Föger)
12 km
500 m
4.00 h
Die Bergbahn in Innerlaterns bringt uns in kurzer Zeit hinauf zur Station unweit des Berghofs Mangold. Die Region ist im Winter ein beliebtes Skigebiet, was auch die Liftanlagen rund um den vor uns liegenden Nob (1785 m) beweisen. Von der Bergstation wandern wir über die Gapfohlalp in nordöstlicher Richtung. In einem Tobel an der Ostflanke des Nobs wendet sich der Weg nordwärts und führt uns in den feucht-sumpfigen obersten Abschnitt des Garnitzatales. Nahe der Unteren Saluver Alpe zieht der Weg aus diesem eindrucksvollen Tal herauf.
Von der Almfläche geht es sanft zum Lusbühel hinauf, wo wir auf ein Wegekreuz treffen. Wir halten uns rechts und erreichen über die Obere Saluver Alpe das Freschenhaus (1846 m), wichtigster alpiner Stützpunkt dieser Region (1:30 Std.).
An der Weggabelung bei der Hütte gehen wir links und wandern auf den Gipfel des Schusterstuhls (1971 m) zu. Wo sich unser Weg immer weiter nach links wendet, zweigt rechts der Zustieg zu diesem Berg ab. Wir bleiben jedoch links und streben zügig »unserem« Gipfel entgegen. Über den grasigen Südostrücken erreichen wir schließlich das Kreuz auf dem Hohen Freschen (2004 m; 2:30 Std.). Der Ausblick ist wahrlich eindrucksvoll und der Tiefblick über die Felswände, die den Quellbereich des Frödischbaches umrahmen, kann für manch einen Schwindel erregend sein. Im Nordwesten liegt das Ebniter Tal zu unseren Füßen. Hier sammeln sich die zahlreichen Quellbäche zur Dornbirner Ach, die nur wenig flussabwärts durch eine eindrucksvolle Schluchtlandschaft fließt. Über dem Dunst jenseits des Rheintales erkennen wir die Gipfel der Säntisgruppe und anderer Schweizer Bergriesen.
Für den Rückweg bleiben wir auf dem bereits vom Anstieg bekannten Pfad und kehren mit der Bergbahn in den Talort zurück (4:30 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied500 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktInnerlaterns, Talstation der Bergbahn (1125 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDer Hohe Freschen ist ein markanter Berg im Südwesten des Bregenzerwaldes. Er markiert den Übergang zur weiten Tallandschaft des Rheintals. An seiner Nordwestflanke entspringen die wichtigsten Quellbäche der Dornbirner Ach, die am Westrand des Waldes entlangzieht – eine wahrlich landschaftsprägende Region, die wir auf dieser Tour erkunden.
Beste Jahreszeit
Kartentippfreytag & berndt-WK Bregenzerwald, 1:50 000. Kompass-WK 2 Bregenzerwald – Westallgäu, 1:50 000.
MarkierungenÜbliche Wanderwegemarkierung; Wegweiser an allen wichtigen Kreuzungspunkten; Orientierung am Berg bei Nebel schwierig.
VerkehrsanbindungInnerlaterns ist aus dem Rheintal kommend ab Rankweil über die Landesstraße ins Laternsertal, die in einem weiten Bogen die Üble Schlucht am Talbeginn umgeht, zu erreichen. Vom inneren Bregenzerwald bildet das Furkajoch ab Damüls die ideale Anbindung; Parkplätze an der Talstation. Eine Busverbindung aus dem inneren Bregenzerwald besteht nicht, man muss aus dem Rheintal mit der Linie 65 (Rankweil–Innerlaterns) anreisen.
GastronomieVerschiedene Einkehrmöglichkeiten im Talort; unterwegs Berghof Mangold an der Bergstation der Seilbahn; Freschenhaus.
Tipps
Eine lustige Freizeitattraktion in Laterns ist die Sommerrodelbahn mit einer Länge von rund 700 Metern. Eine Besonderheit der Anlage ist es, dass man nicht in einem normalen Lift nach oben gebracht wird, sondern schon im Tal auf den Schlitten Platz nimmt und mit einem Schrägaufzug zum Start befördert wird. Betriebszeiten Anfang Juni–Ende Oktober. Infos beim Verkehrsamt.
Unterkunft
Verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten in Innerlaterns.
Tourismusbüro
Verkehrsamt Laterns, Thal 52, A-6830 Laterns, Tel 05526/2 03, Fax 05526/2 14, www.tiscover.at/laterns
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