Auf den Giübin

Leichte, nur mäßig anstrengende Gipfeltour in der Gotthardregion, ideal für einen »Einstieg« ins Tessin. (Autor: Eugen E. Hüsler)
14 km
690 m
4.00 h
Vom Gotthard-Hospiz (2091 m) geht man auf dem Asphaltsträßchen zum oberen Parkplatz am Fuß der Staumauer des Lago della Sella (2256 m). Hinauf zur Mauerkrone, kurz am Seeufer entlang und dann rechts bergan. Durch einen felsigen Graben, und nun bereits hoch über dem See, gelangt man in die flache Senke des Passo Posmeda (2569 m). An dem Grat, der deutlichen Spur folgend, geht's zum Gipfel des Giübin (2776 m; 2:30 Std.).
Auf dem Anstiegsweg zurück bis zu der signalisierten Verzweigung westlich unterhalb des Passo Posmeda. Hier hält man sich rechts und wandert über die Wegschleifen hinunter zum oberen Ende des Lago della Sella. Am Nordufer auf dem Sandsträßchen zurück zur Staumauer und auf asphaltierter Unterlage zum Gotthard-Hospiz (2091 m; 4 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied690 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGotthard-Hospiz (2091 m) am gleichnamigen Pass. Mehrere Parkplätze an der Straße. Man kann auch bis zum Fuß der Staumauer des Lago della Sella fahren (Parkplatz); dadurch verkürzt sich die Gesamtgehzeit um knapp eine Stunde.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDass der St. Gotthard weit mehr als nur ein Alpenpass ist, braucht man in der Schweiz niemandem zu erklären. Er steht für die Wehrhaftigkeit des Landes (Gotthardfestung); Straße und Tunnels sind aber auch Symbole für Weltoffenheit. Die (ausgedienten) Festungsanlagen dürfen mittlerweile sogar Zivilisten besichtigen, und tief drunten im Granit arbeiten sich Tunnelbohrmaschinen Meter um Meter voran: ein dritter Tunnel, 54 Kilometer lang, soll den Transit der Zukunft aufnehmen, auf Schienen wohlgemerkt. Über die Geschichte des Passes, der kurioserweise nach einem deutschen Heiligen, Godehard, benannt ist, informiert das Nationalmuseum (Museo nazionale del San Gottardo; Juni–Oktober 9–18 Uhr) am Pass, und wenig oberhalb kann man abtauchen ins kriegerische Innere des Passes: in die Katakomben der Armee (Öffnungszeiten wie Museum). Ein lohnendes, leichtes Gipfelziel in der Umgebung des Gotthard ist der Giübin (2776 m), gerade zweieinhalb Stunden vom Pass. Oben genießt man ein bemerkenswertes Panorama, das lediglich im Nordwesten durch den Pizzo Centrale (2999 m) etwas eingeschränkt ist. Es ist eine Schau in alle Himmelsrichtungen. Da die meisten Tessinbesucher ihren Weg über den Gotthard nehmen, gilt die Giübin-Tour als idealer »Einstieg von oben«. Weit offen liegt die Leventina, umrahmt von tief gestaffelten Bergketten, und wenn einem am Gipfel auch noch der Nordföhn kühl um die Ohren pfeift, ganz weit im Südosten aber zartweißer Dunst die Nähe des Südens signalisiert, sind wir (fast) angekommen in der »Sonnenstube« der Schweiz.
Hinweise
An Werktagen öfters Schießbetrieb in der Gotthard-Region. Entsprechende Hinweise sind am Gotthard-Hospiz angeschlagen.
KartentippLandeskarte der Schweiz 1:50 000, Blätter 265T »Nufenenpass« und 266T »Valle Leventina« mit Wanderwegeaufdruck.
MarkierungenWeiß-rot-weiß, gelbe Wegzeiger.
VerkehrsanbindungDie Gotthard-Passstraße verbindet das Urseren mit der obersten Leventina, je 14 km von Andermatt bzw. Airolo. Regelmäßige Postbuskurse.
GastronomieAm Gotthardpass.
Tourismusbüro
Leventina Turismo, CH-6780 Airolo; Tel. 091/8 69 15 33, info@leventinaturismo.ch, www.leventinaturismo.ch.

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