Auf dem Wiiwegli durch das Markgräflerland

Bequeme, aussichtsreiche Weinbergewanderung, überwiegend auf Wirtschaftswegen. (Autor: Chris Bergmann)
14 km
320 m
3.00 h
Aus dem S-Bahnhof Müllheim tretend, gehen wir links (Bahnhofstraße), vor dem Klemmbach rechts (Eisenbahnstraße) und folgen nach Queren der B3 den Weinbergwegen halb rechts aufwärts zum Hachberg und weiter hinauf am Wasserbehälter vorbei zum Luginsland mit dem Jägerdenkmal; hier bietet sich ein erstklassiger Blick zum Schweizer Jura, auf den Sundgau und die Vogesen, zum Kaiserstuhl und auf die Freiburger Bucht sowie hinauf zum Hochblauen und zum Belchen.
Vom Luginsland führt das Wiiwegli weiter durch aussichtsreiche Weinberge zur weithin sichtbaren Kirche des Weinorts Auggen und weiter in den aussichtsreichen Rebhängen von Hurrberg und Himmelberg nach Schliengen. Gegenüber der ab dem 13.Jh. errichteten Leodegar-Pfarrkirche liegt das von einem schönen Landschaftspark umgebene Wasserschloss Entenstein, das der Gemeinde Schliengen als Rathaus dient. Der prächtige barocke Bau ging aus einem von Wasser umgebenen mittelalterlichen Wohnturm, dem so genannten Weiherhaus hervor und erhielt im 16.–19.Jh. seine heutige Gestalt.
Vom Marktplatz geht es kurz auf der Eisenbahnstraße Richtung S-Bahnhof, dann halb links durch die Bellinger Straße und wieder hinauf in die aussichtsreiche Rebflur.
Am Wanderparkplatz Pfaffenacker verlassen wir das Wiiwegli und wandern hinab in das Thermalbad Bad Bellingen, wobei wir die Hertinger Straße bei erster Gelegenheit rechts verlassen und uns am Kirchturm orientieren.
Der S-Bahnhof ist nach wenigen Minuten erreicht, bleibt noch Zeit, kann man durch den hübschen Kurpark schlendern. Der Thermalkurort Bad Bellingen liegt im Westen des Markgräflerlands an der durch den Rhein verlaufenden Grenze zu Frankreich. Das kleine Rebdorf gehörte jahrhundertelang den elsässischen Grafen von Andlau, deren Schloss (1590) heute als Rathaus fungiert.
Als die Bellinger in den 1950er-Jahren nach Öl bohrten, erlebten sie eine Überraschung: Statt des erwarteten schwarzen Goldes schoss am 28. November 1956 das 36°C warme Thermalwasser der Markusquelle aus dem Boden. 1972 wurde die Leodegar- und 1974 die Eberhardquelle erbohrt, aus dem Winzerdorf Bellingen wurde der Kurort Bad Bellingen.

Weinwandern

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied320 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktS-Bahnhof Müllheim.
EndpunktS-Bahnhof Bad Bellingen.
TourencharakterVon Müllheim, der ehemaligen Hauptstadt des Markgräflerlands, führt das Markgräfler Wiiwegli (Weinweglein) als erstklassiger Panoramawanderweg durch die Rebfluren des Markgräflerlands nach Auggen, Schliengen und Bad Bellingen.
Beste Jahreszeit
KartentippFreizeitkarte 1:50000 Blatt 508 Lörrach/Belchen (Landesvermessungsamt Baden-Württemberg).
MarkierungenGoldene Weintrauben in roter Raute (Wiiwegli) und namentliche Ausschilderungen.
VerkehrsanbindungS-Bahn S4 Basel Badischer Bahnhof – Weil am Rhein – Bad Bellingen – Schliengen – Müllheim – Freiburg. Mit dem Auto A5 Basel – Freiburg, Ausfahrt Müllheim.
Tourismusbüro
Touristik-Information Müllheim, Werderstraße 48, 79379 Müllheim, www.müllheim.de; Gemeinde Auggen, Hauptstraße 28, 79424 Auggen, www.auggen.de; Touristinfo Schliengen, Bürgermeisteramt, Wasserschloss Entenstein, 79418 Schliengen, www.schliengen.de; Kurverwaltung Bad Bellingen, Badstraße 12, 79415 Bad Bellingen, www.bad-bellingen.de

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