Auf dem Pfaffenwinkler Milchweg

Unterwegs mit Wanderlust und Wissensdurst auf einem gar nicht faden Lehrpfad (Autor: Michael Pröttel)
4 km
50 m
3.00 h
Vom Parkplatz geht man nicht gleich zur Schönegger
Käsealm, sondern ein Stück die Straße, auf der man gekommen
ist, nach Westen zurück und an der Kreuzung geradeaus. Man
folgt nun einemSchotterweg leicht bergab undwendet sich an der
ersten Gabelung nach rechts. Kurz darauf hat man die erste Station
des Milchwegs erreicht. Sie steht unter dem Motto »Beste
Qualität – Fairer Preis« und erklärt, warum die Milchbauern unbedingt
einen Mindestpreis von 41 Cent pro Liter Milch erhalten
müssen. Keine Angst! An den nächsten Stationen geht es nicht
mehr um Agrarpolitik,
sondern um Fragen, die
auch kleinere Kinder
interessant finden. Beispielsweise
wird mithilfe
eines Brunnens die
Frage geklärt, wieviel
Wasser für einen Liter
Milch benötigt werden.
An einer Gabelung hält
man sich rechts und
man kommt bald zu einer
Station, an der es
um das Thema »Waldarbeit derMilchbauern« geht. Hier wurde für die Kinder im
Wald eine Seilrutsche sowie Balancierbalken errichtet. Weiter
dem Fahrweg folgend gelangt man auf eine Asphaltstraße
und wendet sich an der Station »Vom Kalb zur Kuh«
nach rechts. Kurz danach weist die Milchweg-Beschilderung
abermals nach links in die Heldenbergerstraße. Man
folgt der Asphaltstraße nun nach Süden und wandert aus
demRottenbucher Ortsteil Solder heraus. Bald erreichtman
die nett gestaltete Station »Von Ziegen und Schafen«, wo
man viel Interessantes über diese Tiere erfährt und an einem
Kuhglockenspiel einige Kinderlieder nachspielen
kann. An der folgenden Gabelung geht es nach rechts und
auf dem Asphaltweg durch freie Wiesen weiter. Bald schon
sieht man vor sich auf dem Hügel die Schönegger Käsalm
vor sich, kommt an zweiweiteren Stationen desMilchwegs vorbei
und erreicht schließlich den Endpunkt der Rundtour, der nicht
nur für Kinder den krönenden Abschluss darstellt: Während sich
der Nachwuchs zuerst imMelken einer Kuh (natürlich aus Kunststoff)
üben und dann die verschiedenen Tiere der Alm (natürlich
lebend) bewundern kann, freuen sich die Eltern über kulinarische
Genüsse, die Schönegg zu bieten hat. Im kleinen Laden der Alm
gibt es leckerste Käseprodukte aus eigener Produktion, aber natürlich
auch ein frischesWeißbier, dasman etwas oberhalb des Ladens
mit herrlichen Blicken auf die Ammergauer Alpen genießen
kann – wenn man nicht von den Kindern gedrängt wird, mit ihnen
im etwas unterhalb der Alm gelegenen Schwaigsee schwimmen
zu gehen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour4 km
Höhenunterschied50 m
Dauer3.00 h
StartortRottenbuch-Schönegg
Ausgangspunkt Rottenbuch-Schönegg, Schönegger Käsealm (873m)
Endpunkt Rottenbuch-Schönegg, Schönegger Käsealm (873m)
TourencharakterIm Jahr 2009 wurde der Pfaffenwinkler Milchweg auf Initiative der Landfrauen des Bayerischen Bauernverbandes eröffnet. Mit diesem gut konzipierten Lehrpfad wollen die 1200 Milchbetriebe des Pfaffenwinkels den Ausflüglern alles Wissenswerte rund um das Thema Milch näher bringen. Die Informationstafeln werden an zehn Stationen durch Lernspiele wie beispielsweise ein Milch-Memory oder ein Kuhglockenspiel ergänzt. Ein kleines Manko ist, dass der Weg zum großen Teil auf Asphaltstraßen verläuft. Dafür ist er aber sehr gut für den Kinderwagen geeignet.
Beste Jahreszeit
VerkehrsanbindungVon München auf der A95 und A952 nach Starnberg und weiter auf der B2 nach Weilheim; hier weiter nach Peißenberg folgen; auf der Umgehungsstraße an Peißenberg vorbei und nach Rottenbuch; hier nach links auf der B23 in Richtung Saulgrub/Bad Bayersoien; kurz vor der Echelsbacher Brücke nach rechts Richtung Wildsteig und wenig später nach rechts zum Parkplatz der Schönegger Käsealm
GastronomieSchönegger Käsealm, geöffnet im Sommer täglich 9–19Uhr, jeden Do 11Uhr Schaukäsen, Tel.08867/489
Informationen
Rottenbuch – wo die »Buchen gerodet « wurden Besichtigen Sie nach der Wanderung den schönen Ortskern und die im Rokoko- Stil ausgeschmückte Stiftskirche. Sie ist im Sommer täglich von 8– 19Uhr geöffnet. Ein Rundweg erläutert auf 18 Tafeln, wie die Klosteranlage des ehemaligen Augustinerchorherrenstifts vor der Säkularisation aussah und wie die noch vorhandenen Gebäude heute genutzt werden. Seit 1963 ist es das Kloster der römisch-katholischen Ordensgemeinschaft der Don- Bosco-Schwestern.