Auf dem Naturlehrpfad um Hiltpoltstein

Sehr abwechslungsreiche Wanderung auf Feld-, Waldund Wiesenwegen, zwischen Obstgärten und auf schmalen Asphaltstraßen (Autor: Tassilo Wengel)
9 km
300 m
2.00 h
Für den Start bieten sich mehrere Möglichkeiten an. Wir beginnen bei der Wanderwegtafel beim Gasthof Goldenes Ross in Hiltpoltstein und folgen zunächst der Markierung blauer Querstrich in Richtung Gräfenberg. Wir gehen auf der Hauptstraße (B 2) abwärts, schwenken bei der Straße Am Stock nach links und verlassen über die Schlossäckerstraße den Ort. Auf einem Feldweg wandern wir immer geradeaus, bis die Markierung roter Ring sichtbar wird, die uns auf der gesamten Rundwanderung bis an diese Stelle begleitet (15 Min.).
Zunächst wandern wir weiter geradeaus und verlassen den Feldweg nach rechts. Schon fallen die ersten Lehrtafeln auf, nach Feldahorn und Eingriffeligem Weißdorn folgen die einheimischen Schmetterlinge und Wiesenblumen. Wir kommen am Hüllweiher Etzahüll sowie bizarren Felsen vorbei und überqueren die B 2. Über eine Wiese führt der Weg aufwärts, rechts bietet sich ein großartiger Blick nach Hiltpoltstein. Oben am Waldrand angelangt, lohnt sich beim Kriegerdenkmal eine Pause, um die Aussicht auf das Hügelland zu genießen. Wir folgen weiter der Markierung roter Ring auf einem Pfad abwärts durch Wald, kommen zu einer Wiese und wenden uns nach links. Am Hang entlang wandern wir an imposanten Felsformationen vorbei, überqueren eine Wiese und gelangen auf eine schmale Asphaltstraße. Hier wenden wir uns nach links und kommen zum Kappler Hüllsee, wo auch eine Tafel über den Naturlehrpfad und ein Abbahrstein zu sehen ist (45 Min.). An dieser Stelle verlassen wir die Asphaltstraße und gehen auf einem Weg aus Formsteinen bis zur Kreuzung. Hier schwenken wir nach rechts, biegen an der Straße nach links, dann rechts und noch mal rechts und kommen zu einer interessanten Tafel mit einheimischen Heilpflanzen. In den Sommermonaten begleiten viele Arten den Wanderweg in voller Blüte, wie zum Beispiel Dost, Schafgarbe, Thymian, Johanniskraut, Odermennig und andere. Wir wandern zwischen Wald und Wiese und dürfen den nächsten Abzweig nach links nicht verpassen. Unser Weg führt an Obstplantagen mit Niederstämmen vorbei, biegt nach links und steigt leicht an. Bei einer Kirschenversuchspflanzung schwenken wir nach links und treffen auf die Markierung gelber Ring. Variante: Der Markierung gelber Ring am 586 m hohen Badersberg vorbei zum Stumpfelestein und der Silberecke folgen. Der Wanderweg trifft wieder auf unseren Lehrpfad mit der Markierung roter Ring (3 km zusätzlich).
Wir folgen weiter der Markierung roter Ring nach rechts, kommen zu einem Sitzplatz mit Informationstafel über die Fränkische Mehlbeere. Sie ist durch die natürliche Kreuzung aus Elsbeere und Gewöhnlicher Mehlbeere entstanden und nur in Franken anzutreffen. Unser Wanderweg führt am Feldrand entlang, an mehreren Informationstafeln über das Leben der Bienen und über die gefürchteten Hornissen vorbei zu einer schmalen Asphaltstraße. Hier schwenken wir nach links, kommen an einer Obstbaumwiese vorbei und verlassen diese schmale Straße auf einem Pfad nach links. Im Wald gelangen wir zu einer Mehrwegkreuzung und schwenken dort scharf nach rechts (spitzer Winkel). Allmählich geht es leicht abwärts, bis wir zur B 2 kommen, wo sich eine Informationstafel über den Naturlehrpfad sowie ein Wanderparkplatz befindet (2 Std.).
Wir überqueren die Bundesstraße, kommen zu einer Wiese und schwenken nach rechts. Der Weg mündet auf die Straße nach Großengsee, hier wenden wir uns nach rechts und schwenken dann nach links in den Wald. Auf einem Waldweg kommen wir an einer Tafel über einheimische Giftpflanzen vorbei, treten aus dem Wald, schwenken nach links und dann wieder rechts, gehen am Feldrain entlang, wenden uns nach links. Auf dem Fahrweg halten wir uns rechts, überqueren die Straße nach Oberndorf und folgen der Markierung roter Ring das letzte Stück bis zum Beginn unserer Rundwanderung auf dem Lehrpfad (2:15 Std.). Der Markierung blauer Querstrich folgend kommen wir auf bekanntem Weg zum Ausgangspunkt in Hiltpoltstein zurück (2:30 Std.).
Variante: Beginn der Wanderung am Wanderparkplatz an der B 2 von Hiltpoltstein in Richtung Bayreuth. Hier ist eine Wandertafel und der Beginn des Lehrpfades gekennzeichnet.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied300 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktHiltpoltstein, Wandertafel beim Gasthof Goldenes Ross
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDer kleine Ort Hiltpoltstein wird überragt vom überdimensional erscheinenden Schloss, das sich auf einem 40 m hohen Felsklotz erhebt. Mit der daneben stehenden evangelischen Pfarrkirche bietet sich dem Besucher ein eindrucksvolles Bild, das sich auf dem wunderschönen Spazierweg des Lehrpfades aus verschiedenen Perspektiven wiederholt.
Beste Jahreszeit
KartentippFritsch Wanderkarte Naturpark Fränkische Schweiz Veldensteiner Forst – Hersbrucker Alb, Blatt Süd, 1:50 000.
MarkierungenBlauer Querstrich, roter Ring, blauer Querstrich.
VerkehrsanbindungAutobahn A 9, Ausfahrt Weidensees bis zur B 2 in Weidensees, weiter über Leupoldstein nach Hiltpoltstein.
GastronomieHiltpoltstein: Gasthof Aures, Schulstraße 11.
Tipps
Hüllweiher sind typische Stillgewässer auf den Höhen des Fränkischen Jura. Die wasserarmen Hochflächen, wo die Bäche schnell im durchlässigen Karst versickern, waren auf diese Gewässer als Reservoire für Trink- und Brauchwasser, zum Waschen von Feldfrüchten und als Viehtränke angewiesen. Heute haben sie diesbezüglich keine Bedeutung mehr, sind aber wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen.
Unterkunft
Obertrubach: GasthofPension Alte Post, Tel. 09245/3 22. Bärnfels: Gästehaus Brütting, Tel. 09245/5 55.
Tourismusbüro
Marktgemeindeverwaltung, 91355 Hiltpoltstein, Tel./Fax 09192/17 78.

Buchtipp

Tassilo Wengel

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