Weitwanderweg im Harz

Auf dem Kaiserweg durch den Harz

Der Kaiserweg wurde erstmals im Jahr 1014 als »Heidensteig« erwähnt und ist der bekannteste Weitwanderweg im Harz. Für die 900 Höhenmeter sollten am besten zwei bis drei Tage eingeplant werden.
41 km
900 m
10.00 h
Der Kaiserweg ist der bekannteste Weitwanderweg im Harz. Von Bad Harzburg im Radautal am Nordrand des Gebirges führt der vom Harzklub betreute und mit dem Zeichen »blauer Punkt im weißen Dreieck« markierte, bequeme Weg auf einer Länge von 43 km zum Kloster Walkenried am Harzsüdrand, wobei er auf den ersten gut 25 km den Nationalpark Harz durchquert. Von Walkenried führt er weiter nach Nordhausen und über den Kyffhäuser und endet an der Königspfalz Tilleda. Erstmals erwähnt wird er im Jahr 1014 als »Heidenstieg«. Es handelt sich um einen bereits seit der Jungsteinzeit existierenden Höhenweg, auf dem in christlicher Zeit auch Pilger wallfahrteten.

Im Gebiet der Breitesteinklippen sind noch Teile einer mittelalterlichen Pflasterung erkennbar. Der Canossa-Kaiser Heinrich IV. benutzte den Heidenstieg, als er im Jahr 1073 vor den aufständischen Sachsen von der Harzburg in den Südharz und weiter nach Hersfeld und Worms floh. Im ausgehenden 19. Jh. erhielt der Heidenstieg den Namen »Kaiserweg«. Der Name »Kaiserweg« erinnert an ein dramatisches Kapitel Harzer Geschichte. Im Sommer 1073 erhoben sich die sächsischen Fürsten und Bauern gegen König Heinrich*IV., der die zerrüttete Königsmacht in Sachsen wieder herzustellen und durch eine Reihe von Zwingburgen zu sichern versuchte.

Im Frieden von Gerstungen nahm Heinrich am 2. Februar 1074 die Bedingungen der Fürsten an. Als die Bauern aber die Harzburg stürmten und zerstörten, sah Heinrich den Frieden gebrochen. Im Frühjahr 1075 bot er ein Reichsheer gegen die Sachsen auf und besiegte sie am 13. Juni 1075 in der Schlacht bei Homburg an der Unstrut; dabei wurden zwischen 8000 und 13000 sächsische Bauern erschlagen.

Tourenverlauf Kaiserweg

1. Bad Harzburg, 6 Std., 22 km.
Wegverlauf: Bad Harzburg (Bhf.) - Großer Burgberg - Antoniusplatz - Säperstelle - Molkenhaus - Muxklippe - Einmündung - Goetheweg - Braunlage-Königskrug - von Torfhaus - Abzweig Goetheweg - zum Brocken -Oderbrück - [Achtermannshöhe] - Königskrug.
Bequeme Wald- und Aussichtsetappe von den aussichtsreichen Ruinen der Harzburg durch den Nationalpark Harz in das Quellgebiet von Radau, Ecker und Bode. Von Bad Harzburg auf den Burgberg und zur Waldgaststätte »Molkenhaus«. Vorbei an der Muxklippe hoch über dem Eckertal geht es weiter durch Wälder, bis an der Schutzhütte bei der Luisenklippe der von Torfhaus heraufführende Goetheweg einmündet. In gemeinsamer Routenführung geht es kurz gerade- aus aufwärts, dann zweigt der Goetheweg links hinauf zum Quitschenberg und zum Brocken ab. Vorbei am Quellmoor der Oder und hinab zur Gaststätte Oderbrück. Bei guter Sicht ist es lohnend, bei den Breitesteinklippen auf den Parallelweg zur Achtermannshöhe zu wechseln, einem der herausragenden Panoramaberge im Nationalpark Harz.

2. Braunlage - Königskrug - Walkenried 6 Std., 21 km.
Wegverlauf: Königskrug - Brunnenbach - Waldmühle - Lausebuche - Kapellenfleck - Jagdkopf - Walkenried (Bhf.).
Die zweite Etappe ist landschaftlich weitaus ruhiger: Nahezu durchgehend geht es durch Wälder ohne nennenswerte Aufstiege in sacht hügeligem Gelände. Es gibt keine Einkehr- oder Übernachtungsmöglichkeit unterwegs. Ziel ist das Kloster Walkenried im Wiedatal.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour41 km
Höhenunterschied900 m
Dauer10.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktTalstation (310 m) der Burgberg-Seilbahn an der B 4 in der Oberstadt von Bad Harzburg in unmittelbarer Nähe von Kurpark, Kurhaus und Sole-Therme.
EndpunktKloster Walkenried.
TourencharakterZwei- bis Dreitages-Streckenwanderung überwiegend im Wald.
Beste Jahreszeit
KartentippWandern im Westharz (Landesvermessungsamt Niedersachsen).
MarkierungenBlauer Punkt.
VerkehrsanbindungA 395 Braunschweig – Harz bis Bad Harzburg.
GastronomieUnterkunftsmöglichkeiten unterwegs bilden die Waldgaststätte »Molkenhaus«, die Brockenherberge, verschiedene Übernachtungsbetriebe in Torfhaus, das Hotel-Restaurant »Oderbrück« (Ortsteil von Sankt Andreasberg) und das Gasthaus »Königskrug« (Ortsteil von Braunlage).
Unterkunft
Unterkunftsmöglichkeiten unterwegs bilden die Waldgaststätte »Molkenhaus«, die Brockenherberge, verschiedene Übernachtungsbetriebe in Torfhaus, das Hotel-Restaurant »Oderbrück« (Ortsteil von Sankt Andreasberg) und das Gasthaus »Königskrug« (Ortsteil von Braunlage).
Tourismusbüro
Tourist-Information Bad Harzburg, Herzog-Wilhelm-Straße 86, 38667 Bad Harzburg, Tel. 05322/7 53 30, Fax 05322/7 53 29, Internet www.bad-harzburg.de
Kurverwaltung Sankt Andreasberg, Am Glockenberg 12, 37444 Sankt Andreasberg, Tel. 05582/8 03 36, Fax 05582/ 8 03 39, Internet www.sankt-andreasberg.de 
Kurbetriebsgesellschaft Braunlage, Elbingeröder Straße 17, 38700 Braunlage, Tel. 05520/9 30 70, Fax 05520/93 07 20, Internet www.braunlage.de

Buchtipp

Chris Bergmann

Harz

40 Touren quer durch den Harz! Hinweise zu Naturhighlights sowie zu Einkehrmöglichkeiten machen diesen Wanderführer zu einem praktischen Begleiter.

zum Shop
Mehr zum Thema