Auf das Hintere Sonnwendjoch, 1986 m

Durch die Schnittlauchrinne - Leicht, aber lang auf Fahrstraßen (z.T. asphaltiert) und gut markierten Bergwegen. In der Schnittlauchrinne liegt oft bis Ende Juni noch Schnee. Deshalb entweder Grödl mitnehmen oder nicht zu früh im Jahr aufbrechen. (Autor: Siegfried Garnweidner)
7 km
1240 m
5.00 h
Zuerst zur Wildenkaralm Mit dem Rad, dem Auto oder zu Fuß von der Mautstelle auf der schmalen, aber asphaltierten Bergstraße in rund 10%iger Steigung anfangs gegen Süden, dann gegen Westen durch den Wald hinauf. An der Stallenalm (954 m) vorbei und nach 3,48 km das Auto oder das Rad (Fahrzeit 40 Min.) auf der Höhe von 1061 m bei einem Wegkreuz und einer Rastbank abstellen. Dort nach rechts die Straße verlassen und den Wegweisern folgend im Wesentlichen gegen Norden hinauf. Der Weg steigt im Wald an, dreht rechts ab, quert unter einer wilden Felsenmauer einen Kahlschlag und dreht dann im Wald wieder links ab. Weiter oben führt der alte Almweg aus dem Wald heraus und in die malerische Gegend der Wildenkaralm. In der Nähe einer Hütte wird eine Fahrstraße erreicht, der man bis zur beschilderten Abzweigung Richtung Sonnwendjoch folgt. Durch die Schnittlauchrinne und zum Gipfel Bei der Abzweigung links halten, an ein paar Almgebäuden vorbei und auf einem guten Wanderweg nördlich des Schnittlauchgrabens nach Westen dahin. Allmählich führt der Bergweg in den Graben hinein, und im Frühsommer wird man durch alten Schnee steil in den Sattel zwischen Burgstein und Hinterem Sonnwendjoch hinaufstapfen. Dort über den Weidezaun und rechts abdrehend auf dem schmalen Steig über steile Wiesen gegen Nordwesten hinauf. Kurz unter dem Gipfelgrat rechts schwenken und zum Kreuz hinüber. Abstieg über Steinerkaseralm und Ackernalm Vom Gipfel bis an den oberen Rand der Schnittlauchrinne entlang der Aufstiegsroute. Nun aber nicht nach links in die Rinne abbiegen, sondern ganz kurz aufwärts, über einen Felsenriegel und durch Latschengebüsch steil und felsig rund 20 Höhenmeter nach Süden hinunter. Bald wird eine ausgedehnte, sonnige Bergwiese erreicht, über die nach links gering abfallend ein Pfad führt. Noch weit vor der Frommalm biegt man rechts ab und kommt auf einen Fahrweg. Auf ihm oder knapp darunter gegen Westen weiter und zur Steinerkaseralm, 1522 m. Dort links abdrehen und auf der Asphaltstraße zur Ackernalm (Jausenstation, Molkerei, Parkplatz). Von dort auf der Straße zum Raddepot oder zum Auto und auf der Straße zum Ausgangspunkt zurück. Man kann auch bis zur Frommalm absteigen und von dort auf schmalem Bergweg steil direkt zur Ackernalm hinuntergehen.

Dauer - ges. 51/2 Std. Wacht – Wegabzweigung auf 1061 m 3/4 Std., Wegabzweigung – Wildenkaralm 3/4 Std., Wildenkaralm – Hinteres Sonnwendjoch 11/2 Std., Hinteres Sonnwendjoch – Steinerkaseralm 3/4 Std., Steinerkaseralm – Ackernalm 1/2 Std., Ackernalm – Wacht 11/4 Std. Höhenunterschied: ?? 1240 m Wacht – Wegabzweigung zur Wildenkaralm ? 311 m, Wegabzweigung – Wildenkaralm ? 340 m, Wildenkaralm – Hinteres Sonnwendjoch 585 m, Hinteres Sonnwendjoch – Steinerkaseralm ? 465 m, Steinerkaseralm – Ackernalm ? 140 m, Ackernalm – Wacht ? 635 m

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied1240 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortLandl, Wacht, Mauthäusl für die Fahrstraße zur Ackernalm, 727 m
AusgangspunktLandl, Wacht, Mauthäusl für die Fahrstraße zur Ackernalm, 727 m
TourencharakterDas Hintere Sonnwendjoch (nicht zu verwechseln mit dem Vorderen Sonnwendjoch im Rofan) ist fest in bayerischer Hand. Von der Valepp herauf, aus dem Kloo-Aschautal, aber hauptsächlich von der Ackernalm, kommen die Wanderer in Scharen. Und obwohl der Berg zu den Bayerischen Voralpen gerechnet wird, liegt er ganz auf Tiroler Landesgebiet. Wer die stattliche Straßenmaut zahlen will, kann mit dem Pkw bequem zur Ackernalm auffahren und dann ist es zum Gipfel nicht mehr weit. So wird das oft gemacht. Radfahrer müssen übrigens keine Maut zahlen, aber dafür brauchen sie stramme Wadl, denn die Auffahrt fällt anfangs mit rund 10% relativ moderat aus, schwingt sich aber zuletzt auf weit mehr als 15% Steigung auf – und das kostet Kraft.
Hinweise
ACHTUNG In manchen Karten ist unerklärlicherweise vom Wildenkarsattel über den Krenspitz zum Hinteren Sonnwendjoch ein Wanderweg eingetragen. Vorsicht! Diesen Weg gibt es nicht! Es finden sich dort nur ein paar Gamswechsel und das Gelände ist stark exponiert, mit losem Geröll übersät und teilweise führt es in den Schwierigkeitsgrad III hinein. Gefährliches Absturzgelände; bitte diese Route nicht versuchen! Die Schnittlauchrinne ist vor der Sonne gut abgeschirmt und vom Burgstein kommen im Winter und im Frühjahr jede Menge Lawinen herab. Deshalb ist die Rinne ziemlich schneesicher und das ideale Gelände für eine zünftige Frühjahrsskitour.
KartentippTopografische Karte des Bayer. Landesvermessungsamtes, 1 - 50000, Blatt UK L 12 (Mangfallgebirge–Tegernsee–Schliersee–Rosenheim), oder Kompass-Wanderkarte, 1:50000, Blatt 8 (Tegernsee–Schliersee– Wendelstein)
VerkehrsanbindungMit dem Auto von Bayrischzell durch das Ursprungtal oder von Kufstein über Landl zur Mautstelle in Wacht; mit dem Linienbus ab Kufstein oder ab Bahnhof Bayrischzell
GastronomieEinkehr in der Ackernalm
Tipps
Mit Kindern Unterwegs Wer mit Kindern (ab sieben Jahren) aufs Hintere Sonnwendjoch will, fährt mit dem Auto zur Ackernalm und geht ab dort zum Berg, dann bleiben nur noch gut 600 Höhenmeter für den Aufstieg.
Höchster Punkt
Hinteres Sonnwendjoch, 1986 m
Unterkunft
Einkehr in der Ackernalm
Tourismusbüro
Landl, Tel.: 0043/(0)5376/5880; Internet: www.tirol.at/landl
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