Antoniuskapelle und Wasserburg

Zwei leichte Anstiege in hügeliger Landschaft, letzter Abschnitt am Ufer bzw. in Ufernähe; Asphaltwege, ruhige Sträßchen, kurzzeitig befestigte Wege; Aussichtspunkt, Bademöglichkeit. (Autor: Ute und Peter Freier)
9 km
80 m
3.00 h
Vom Parkplatz am ehemaligen Bahnhof Nonnenhorn folgen Sie der Bahnhofstraße, kreuzen die Straße Seehalde und erreichen entlang den Gleisen die Mauthausstraße. Ihr folgen Sie nach rechts über die Bahngleise, unterqueren die »alte« B31 und steigen leicht an zu einer Rechtskurve der Straße. Hier verlassen Sie Bayern – alte Grenzsteine sind noch zu sehen – auf einem links abzweigenden Fahrweg, der in die baden-württembergische Ortschaft Retterschen führt (gut 30 Min.) mit der denkmalgeschützten Hofanlage Milz. Der Straße folgen Sie rechts durch den Ort und nach Selmnau, steigen an einer Kreuzung geradeaus auf einen Hügelrücken hinauf und wenden sich nach rechts – nun befinden Sie sich wieder in Bayern – zur Kapelle St.Antonius (465m; ca.1 Std.), die einen wunderbaren Ausblick bietet.
Hinter der Kapelle führt der Weg zum Ortsrand von Selmnau, wo Sie nach links dem Sträßchen Selmnau–Hengnau einige hundert Meter weit folgen. In einer Linkskurve führt geradeaus ein Feldweg in den Wald und mündet in einen Fahrweg ein (1:30Std.), der nach rechts zu einigen Gewerbebetrieben und zur Straße Hattnau–Wasserburg führt (1:15 Std.). Sie unterqueren die B31 und in Wasserburg die Bahngleise, folgen im Ortszentrum am Lindenplatz der Höhenstraße und wenden sich in die erste rechts abzweigende Straße, die Schulstraße. Nach 30 Metern biegen Sie links ab auf den Strandweg und gelangen an das Bodensee-Ufer (2 Std.) mit einem Bade- und Spielplatz sowie einem Strandbad zur Linken. Nach rechts erreichen Sie den Ortsrand und von dem hier beginnenden Wohnsträßchen biegen Sie nach 250Metern links ab (Ausschilderung: Uferweg zur Halbinsel) zum Ufer, wo ein Fußweg ohne Geländer unmittelbar über dem Wasser zu einigen auf einer kleinen Halbinsel gelegenen historischen Gebäuden führt: Barockkirche St.Georg, Pfarramt, Schloss und Malhaus, heute Museum. Ursprünglich war der Ort eine Insel, aber im 18.Jh. wurde die Insel zur Halbinsel, auf der sich heute die Besucher tummeln: im Haus des Gastes mit Restaurant, an der Schiffslände und im Museum.
Zwischen dem Haus des Gastes und dem Museum gelangen Sie zur Kirche, wenden sich nach rechts zum Schloss Wasserburg und folgen einer autofreien Allee durch das Naturschutzgebiet Wasserburger Bucht nach Nonnenhorn, einem gepflegten Luftkurort, in dem selbst mitten im Ort Wein angebaut und in traditionsreichen Gaststätten ausgeschenkt wird. Kurz nach den ersten Häusern biegen Sie an einem Bildstock links ab (Ausschilderung: Natur-Wanderweg, Uferanlage Paradies) und nach wenigen Metern wieder rechts in einen Kiesweg. Hier ist über einen links abzweigenden Fußweg ein Abstecher zum kleinen Rastplatz »Paradies« möglich.
Das Sträßchen Im Paradies führt zur Ortsdurchfahrt, auf der Sie sich links halten. An einem überdachten Torkel wenden Sie sich nach links in das Ortszentrum beim Hafen (3:15Std.). Die Straße steigt leicht an und mündet in die Uferstraße ein, auf der Sie geradeaus wenige Meter weitergehen zur Gaststätte Altdeutsche Weinstube. Die rechts abzweigende Straße führt an der Jakobuskapelle vorbei zu einer modernen Kirche, an der Sie sich nach links wenden und an Ihren Ausgangspunkt zurückkehren.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied80 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktNonnenhorn
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterRuhig geht es zu in den Obstplantagen im Hinterland von Nonnenhorn. Zwischen den Erholungsorten Wasserburg und Nonnenhorn jedoch sind zahlreiche Radfahrer und Fußgänger unterwegs, locken doch mehrere Einkehrmöglichkeiten und ein Badeplatz.
Beste Jahreszeit
KartentippFreizeitkarte des LVA Baden-Württemberg, Blatt 529 Östlicher Bodensee,1:50000.
MarkierungenBei der Kapelle St.Antonius kurzzeitig goldene Muschel auf blauem Grund (Jakobsweg); Bodensee-Rundweg-Markierung am Ufer; ansonsten keine Markierung.
VerkehrsanbindungPkw: B31, Friedrichshafen–Lindau, Ausfahrt Kressbronn; auf der »alten« B31 durch Kressbronn nach Nonnenhorn und rechts abbiegen in den Ort; an Bahnübergang links zu Parkplatz am Bahnhof. Bahn: Linie Radolfzell–Bregenz. Bus: Linie Lindau–Nonnenhorn (nur Mo–Sa), Haltestelle Gasthaus Adler. Schiff: Linie Konstanz–Bregenz.
GastronomieIn Nonnenhorn und Wasserburg.
Tipps
Malhaus in Wasserburg. Im Malhaus, das im 16.Jh. als Gerichtsgebäude durch die Fugger errichtet wurde, sind der Gerichtssaal sowie Gefängniszellen aus der Zeit der Hexenprozesse (16./17.Jh.) zu sehen. Die Dauerausstellung informiert vor allem über die Bodenseefischerei und über zwei Schriftsteller: Horst-Wolfram Geißler (1893– 1983), der den auch in Wasserburg spielenden Roman »Der liebe Augustin« schrieb und auf dem hiesigen Friedhof begraben liegt, und Martin Walser, der 1927 in Wasserburg geboren wurde (Di–Sa 10–12, Mi und Sa zusätzlich 15–17, So 10–17Uhr).
Tourismusbüro
Seehalde 2, 88149 Nonnenhorn, Tel. 08382/8250, www.nonnenhorn.de

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