Ankogel (3252 m)

Bergwege zum Kleinen Ankogel, Schneefelder, anspruchsvoll dann der Gipfelaufbau mit Blöcken und geröllbedeckten Platten, steil und ausgesetzt; idealer Aussichtsberg (Autor: Dieter Seibert)
Aufstieg über den Kleinen Ankogel (2.30 Std.).
Seilbahnfahrt über die Mittel- zur Bergstation (2626 m; 0.15 Std. oberhalb thront das Hannoverhaus auf einem Vorsprung). Leicht abwärts über die Böden und auf einem guten Steig unter einem Felssporn hindurch zur Wegverzweigung. Auf dem obe- ren Pfad über eine Stufe an den Rand des einst »stolzen« Lassacherkeeses und immer rechts am Firn entlang über Gletscherschliffe und Blockwerk zum obersten Boden. Über Schutt oder Firn auf den Grat und auf dem Pfad auf den Kleinen Ankogel (3097 m, knapp 2 Std., bis dort relativ einfach). Den Steigspuren folgend über die Schneide an das noch 150 Meter höhere Hauptmassiv, dann rechts der Kante über Blöcke und durch sandige Rinnen steil mit etwas einfacher Kletterei zum Kreuz und auf ganz schmalem First auf den höchsten Punkt.
Abstieg (1.45 Std.) wie Aufstieg.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied670 m
Dauer4 h
Schwierigkeit
StartortMallnitz (1190 m), Kärtner Ferienort nahe dem Südportal des Tauerntunnels
AusgangspunktMallnitz, Talstation der Seilbahn
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterDie Hohen Tauern werden in ein Dutzend kleinere und größere Berggruppen aufgeteilt, wie Glockner- und Venedigergruppe. Auch nach unserem Gipfel wurde eines dieser Gebiete benannt, und zwar als Ankogelgruppe, obwohl im gleichen Gebirge die Hochalmspitze gute 100 Meter höher aufragt. Schon immer zählte der Ankogel zu den beliebten Zielen, steht doch das Hannoverhaus seit 1911 auf der Arnoldhöhe, einer 2720 Meter hohen Erhebung im Tauern-Hauptkamm mit herrlichem Blick.
Im Jahr 1966 stieg die Besucherzahl noch einmal sprunghaft an - Nun konnte man von Mallnitz mit der Seilbahn bis in 2626 Meter Höhe hinaufschweben, und damit wurde unser so hoher, mächtiger Gipfel zur Spritztour. Doch Achtung – Seilbahngäste wollen es oft nicht glauben, dass ein auf der Karte rot eingetragener Steig anspruchsvoll und hochalpin sein kann. Man braucht für unsere Hochtour unbedingt gute Verhältnisse und alpine Erfahrung, sonst sollte man sich mit dem Kleinen Ankogel zufrieden geben. Ein Kuriosum: 1932 fiel der immerhin 16 Meter hohe Gipfelzacken in sich zusammen und stürzte über die 1000 Meter hohe Nordwand in die Tiefe.
Hinweise
Siehe Tour 60 in Karte.
KartentippAV-Karte, Blatt 44 (Hochalmspitze, Ankogel)
VerkehrsanbindungAus dem Unterpinzgau nach Bad Gastein und durch den Tauerntunnel (Autoverladung) nach Mallnitz und zum Ausgangspunkt
Höchster Punkt
Ankogel (3252 m)
Unterkunft
Hannoverhaus (2720 m), DAV, 70 Schlafplätze, Tel. - 0663/840852

Buchtipp

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