AM ÜBERLINGER SEE

Bequeme Rundtour mit zwei Schiffsfahrten; asphaltierte, gelegentlich auch befestigte Rad- bzw. Wirtschaftswege und ruhige Sträßchen; keine nennenswerten Anstiege. (Autor: Ute und Peter Freier)
41 km
50 m
2.00 h
Von Unteruhldingen nach Meersburg Vom großen Parkplatz am Ortsrand gelangen wir durch eine Straßenunterführung in die Ortsmitte und zum Hafen. Rechter Hand liegt das Pfahlbaumuseum mit 20 rekonstruierten Häusern, die wie zur Stein- und zur Bronzezeit eingerichtet sind. Die Holzhäuser sind mit Reet oder Gras gedeckt und stehen auf ein bis zwei Meter hohen Pfählen im flachen Wasser. Am Hafen stoßen wir auf den Bodensee-Radweg und folgen ihm nach links entlang des Ufers nach Meersburg, wo wir am Ortsbeginn die Abfahrtsstelle der Autofähre passieren. Geradeaus erreichen wir das Unterstadttor, das in die reizvolle Stadt hineinführt, die sich am Uferhang hinaufzieht. Wer einen Abstecher in die Oberstadt machen möchte, wendet sich noch vor dem Tor nach links. In der von Fachwerkhäusern gesäumten Steigstraße geht es recht steil hinauf zum Marktplatz, zum Neuen Schloss, einem Barockbau, in dem ab 1750 die Bischöfe von Konstanz residierten, und zum Alten Schloss, einer mittelalterlichen Burganlage, die weitgehend im Originalzustand erhalten ist mit Rittersaal und Burggarten, Waffen und Rüstungen. Wer direkt zur Schiffslände möchte, bleibt in der Unterstadt, an deren Ende die Schiffe der »Weißen Flotte« ablegen. Wer vor der Schiffsfahrt noch einkehren möchte, hat die Qual der Wahl, denn an der Unterstadtstraße und auf der Uferpromenade reihen sich Gaststätten und Cafés aneinander. Per Fähre nach Konstanz Bei der Einfahrt in den Hafen von Konstanz ist von Weitem die neun Meter hohe Skulptur »Imperia« zu sehen. Wer nach dem Anlanden nicht so- fort weiterfahren möchte, macht einen Abstecher in die Altstadt. Geradeaus geht es, vorbei am mächtigen Konzilsgebäude, das im 14. Jahrhundert als Korn- und Lagerhaus erbaut wurde und Anfang des 15. Jahrhunderts Tagungsort des Konstanzer Konzils war, durch eine Unterführung in die lebhafte Altstadt, wo das Rad geschoben werden muss. Sehenswert ist das Münster, dessen Vorgängerbau bereits im 7. Jahrhundert an der Stelle eines römischen Kastells entstand; die heutige Kirche wurde im 11. Jahrhundert erbaut und im 14./15. Jahrundert gotisch umgestaltet. Einen Abstecher wert ist auch das Sea Life Center mit ca.30 Großaquarien mit Süß- und Salzwassertieren, das am Ufer in Richtung Kreuzlingen/Schweizer Grenze steht. Zur Insel Mainau Vom Hafen nach rechts setzen wir die Radtour fort. Vorbei an der »Insel« mit dem Inselhotel, eingerichtet in einem ehemaligen Dominikanerkloster, und über die Rheinbrücke gelangen wir auf die Halbinsel Bodanruck. Nach rechts radeln wir auf der autofreien Uferpromenade zum Yachthafen des Stadtteils Petershausen, wo sich der Bodensee-Radweg vom Ufer entfernt und durch Wald nach Staad führt. In Ufernähe geht es über Egg zum Parkplatz der Insel Mainau. Hier lässt man das Rad stehen, denn auf der Insel ist Radfahren nicht erlaubt. Durch einen Damm ist die Insel mit dem Bodenseeufer verbunden. Auf gepflegten Spazierwegen kann man sich alles Sehenswerte »erwandern« - farbenprächtige Rabatten mit jahreszeitlich wechselnden Blumen, den Kräutergarten, den Rosengarten mit Edelrosen, das Arboretum mit mehr als 500 seltenen und exotischen Bäumen, das Palmenhaus, Deutschlands größtes Schmetterlingshaus mit mehr als 25 Arten farbenprächtiger Tagfalter, die barocke Schlosskirche und das Schloss, in dem die gräfliche Familie lebt. Nach Überlingen Vom Parkplatz der Insel Mainau radeln wir in Ufernähe weiter über Litzelstetten und Dingelsdorf, vorbei an mehreren Badeplätzen, nach Wallhausen. Hinter der Werft befindet sich der Ablegesteg der Schifffahrt Ewald Giess. Die Boote transportieren Passagiere und Räder hinüber nach Überlingen, wo sie am Landungsplatz vor der prächtigen Greth anlegen, einst Handels- und Kornhaus, heute Markthalle, Restaurant und Tourist-Information. Die Größe des Gebäudes zeigt, welch wichtiger Umschlagplatz für Salz und Getreide die einstige freie Reichsstadt war. Aus jener Zeit sind Überreste der beiden Befestigungsringe erhalten: Stadttore, Wehrtürme und die tief in den Sandstein eingegrabenen, schluchtartigen Stadtgräben. In die Altstadt sind es geradeaus nur wenige Meter. Auf den Stadtgraben kann man einen Blick werfen, wenn man sich links hält zur Stadtmauer; außerhalb der Mauer gelangt man durch den Stadtpark zum tiefen Stadtgraben. Zurück nach Unteruhldingen An der Greth wenden wir uns nach rechts. In Ufernähe durchfahren wir den Ortsteil Nussdorf und gelangen zum Schloss Maurach. Erhöht an der Kante des Uferhangs steht die barocke Wallfahrtskirche Birnau, zu der sich des schönen Ausblicks wegen ein Abstecher lohnt, auch wenn es bergauf geht. Durch die Weiler Obermaurach und Seefelden kehren wir zurück nach Unteruhldingen.

BADEMÖGLICHKEITEN Strandbäder und Badestrände in zahlreichen Orten am See; Thermen in Meersburg und Überlingen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour41 km
Höhenunterschied50 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktUnteruhldingen.
EndpunktUnteruhldingen.
TourencharakterDicht gedrängt liegen am Überlinger See, dem nordwestlichen »Ast« des Bodensees, das Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen, die romantische Altstadt von Meersburg mit dem Alten Schloss, der lebhafte Hafen von Konstanz und das Sea Life Center, die Blumeninsel Mainau, Überlingen mit seiner gut erhaltenen Stadtbefestigung und die barocke Wallfahrtskirche Birnau mit schönem Ausblick über den See. Auf dem gut markierten Bodensee-Radweg und mit zwei Fähren lassen sich alle sehenswerten Stätten auf einer bequemen Tagestour einschließlich Badepausen verbinden.
KartentippRadwanderkarte des Landesvermessungsamts Baden-Württemberg, Blatt 52 (Bodensee), 1 - 100000.
MarkierungenBodensee-Radweg (blauer Punkt mit Pfeil).
VerkehrsanbindungPkw - Von der B31 Stockach–Überlingen–Friedrichshafen am Nordufer des Bodensees bei Uhldingen-Mühlhofen abbiegen und ca. 1,5 km zu Parkplatz am Ortsrand von Unteruhldingen. Bahn: Stationen der Bodensee-Gürtelbahn in Uhldingen-Mühlhofen und Überlingen.
GastronomieIn allen Orten am Weg.
Tipps
THERMEN Sowohl in Meersburg als auch in Überlingen kann man sich in einem Thermalbad erholen - In der Meersburg Therme hat man beim Entspannen auf den Whirlsitzen im Außenbereich, beim Blick aus der Sauna oder beim Gang über den Sonnensteg den See und die Berge stets vor Augen, selbst beim Schwimmen im Thermalbecken im Innenbereich, denn die Südseite des Thermalbads ist verglast. Die Überlinger Therme bietet nicht nur Entspannung im Thermalbereich, im Wellness-Bereich und in der Saunawelt, sondern auch die Möglichkeit zum Schwimmen im Sportbad und zum Toben auf der 90 m langen Reifenrutsche und der Breitrutsche. WEISSE FLOTTE Die Schiffe der »Weißen Flotte« pendeln zwischen März bzw. April und Ende Oktober zwischen den drei Bodenseeländern Deutschland, Österreich und Schweiz in regelmäßigem Zeittakt und verbinden die wichtigsten Städte und Sehenswürdigkeiten miteinander. Informationen zu den Fahrzeiten entnimmt man dem Schiffsfahrplan, der bei allen Informationsstellen und Schifffahrtsbüros kostenlos erhältlich ist, oder der Website www.vsu-online.com Auch Privatunternehmen befahren den Bodensee, wie die Schifffahrt Ewald Giess, deren Boote zwischen Wallhausen und Überlingen pendeln: zwischen Mitte April und 3. Okt. mehrmals täglich, im Winter nur von Mo bis Fr (Tel. 07533/5261, www.bodensee-personenschifffahrt.de).
Tourismusbüro
Haus des Gastes (Unteruhldingen), Schul- str. 12, 88690 Uhldingen-Mühlhofen, Tel. 07565/9216–0, www.seeferien.com; Verkehrsamt, Marktplatz 1, 88709 Meersburg, Tel. 07532/4400, www.meersburg.de; Tourist-Information, Fischmarkt 2, 78462 Konstanz, Tel. 07531/133028, www.konstanz.de; Kur und Touristik GmbH, Landungsplatz 14, 88662 Überlingen, Tel. 07551/991122, www.ueberlingen.de

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