Am Gamsfeld, 2027 m

Auf Gratwanderung über dem Pass Gschütt - Der Aufstieg über die Traunwand ist relativ steil, aber leicht. Anders die beschriebene Abstiegsvariante. Sie zieht sich nicht nur enorm lang und weit hin, sondern verlangt auch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. (Autor: Siegfried Garnweidner)
Neben dem Traunwandbach aufs Gamsfeld Vom Rinnbach bei der Straßenverzweigung rechts abzweigen, auf der Asphaltstraße um eine Hangkante herum, am Fallenbachhof vorbei und in den Wald hinein. In einer Lichtung beschreibt die Straße einen leichten Rechtsbogen. Dort zweigen zwei Fahrspuren links ab. Der oberen nach dem schmalen Bachlauf und der beschilderten Wegroute folgen. Auf knapp 1000 m Höhe verlässt der grobe Fahrweg den Wald und steigt über eine steinige Almwiese nach Nordosten an. Kurz unter der Traunwandalm gabelt sich die Fahrspur. Dort rechts und gleich darauf zu einer Wegkreuzung. Nun den Hang geradeaus nach Norden hinauf und auf das Trauerkar zu. Der Bergweg schlängelt sich weiter oben in der Nähe eines Rückens durch Latschengebüsch gegen Norden hinauf. Allmählich lichten sich die Latschen und es geht in eine Schafwiese, die sich oben etwas zurücklegt. Nach Westen öffnen sich freie Blicke auf die Berge der Osterhorngruppe. Auf der linken Seite eines steilen Abbruchs führt das Weglein zwischen zwei markanten Zacken an einer Routenverzweigung vorbei und über eine Wiese gemütlich am Grat entlang und zum Gipfelkreuz hinauf. Über das Haberfeld und die Wilden Jäger zurück Zunächst über eine steile Wiese nach Norden hinab. Schon bald nach Nordosten abdrehen und über das Haberfeld unter der Grathöhe weiter. Der Weg führt auf der Höhe von etwa 1780 m wieder in Latschenbuschwerk und dreht nach Osten ab. Nach dem Latschengürtel schwenkt der Pfad nach rechts und fällt in einem Schrofenhang, hoch über einer wild abbrechenden Schlucht, in eine enge Scharte auf 1695 m ab. Von dort etwa 20 Höhenmeter zu einem latschenbewachsenen Mugel hinauf und dann bis auf 1645 m steil am teilweise schmalen Grat wieder abwärts – nach einem weiteren Gegenanstieg zum Großen Brettkogel, 1658 m. Der schmale Steig fällt nun gegen Nordosten weiter ab. An zwei ausgesetzten Stellen, die wegen des feinen Gerölls arg rutschig sind, ist er mit Drahtseilen gesichert. In mehrmaligem Auf und Ab geht es durch Latschenbuschwerk weiter und unter dem Kleinen Brettkogel in den Wald hinein. Dort rechts ab und in einen Sattel. Bei den Wegtafeln an einem knorrigen Nadelbaum rechts halten und im steilen, felsigen Wald nach Südosten zum Knalltörl, 1450 m, hinab. Wieder rechts. Die Markierungszeichen weisen nun nach Südwesten zur Neualm, 1238 m. Von dort auf einem Fahrweg neben dem Randobach weiter abwärts. An allen Straßenverzweigungen geradeaus und schließlich wieder nach Rußbach zurück.

Dauer - ges. 71/2 Std. Rußbach – Traunwandalm 11/4 Std., Traunwandalm – Gamsfeld 13/4 Std., Gamsfeld – Haberfeld – Großer Brett- kogel 3/4 Std., Großer Brettkogel – Neualm 1/2 Std., Neualm – Weiglhofalm 1/2 Std., Weiglhofalm – Rußbach 11/4 Std. Höhenunterschied: ?? 1230 m Rußbach – Traunwandalm ? 490 m, Traunwandalm – Gamsfeld ? 690 m, Gamsfeld – Großer Brettkogel ? 20 m ? 390 m, Großer Brettkogel – Neualm ? 30 m ? 450 m, Neualm – Weiglhofalm ? 190 m, Weiglhofalm – Rußbach ? 200 m

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour15 km
Höhenunterschied1230 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
StartortStraßenverzweigung am Rinnbach, nördlich von Rußbach am Pass Gschütt, 850 m
AusgangspunktStraßenverzweigung am Rinnbach, nördlich von Rußbach am Pass Gschütt, 850 m
TourencharakterDer beliebte Aufstieg über die Traunwand zum Gamsfeld, dem meistbesuchten Gipfelziel rund um das schöne Urlaubsörtchen Rußbach am Pass Gschütt, ist relativ flott absolviert. Erwartet wird man – schon während des Aufstiegs – von einer Schau auf das Dachsteingebirge, wie sie an klaren Tagen eindrucksvoller kaum sein kann. Das ist recht reizvoll, aber fürs Adrenalin reicht's halt nicht. Dafür gibt es aber am Gamsfeld einen Anreiz, den wir auf der vorgestellten Abstiegsvariante finden, die obendrein auch noch gewisse Anforderungen an die Kondition stellt, denn diese Route ist lang und mit ihrem ständigen Auf und Ab auch recht zermürbend.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass-Wanderkarte, 1 - 50000, Blatt 20 (Dachstein–Ausseerland–Bad Goisern– Hallstatt)
VerkehrsanbindungBusverbindung ab Hallstadt bzw. Abtenau
GastronomieIn Rußbach am Pass Gschütt
Tipps
Für Kinder Wer sich den relativ anspruchsvollen und langen Rückweg nicht antun möchte, steigt einfach entlang der Anstiegsroute ab. So eignet sich die Tour auch für Kinder ab ca. zwölf Jahren.
Höchster Punkt
Gamsfeld, 2027 m
Unterkunft
In Rußbach am Pass Gschütt
Tourismusbüro
Rußbach, Tel.: 0043/(0)6243/4040; Internet: www.salzburgerland.com/russbach
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