Am Achensee entlang

Der Achensee gilt als einer der schönsten Alpenseen Tirols. Das in der Sonne hellgrün schimmernde Wasser steht im Kontrast zu den dunklen Fichtenwäldern, die stellenweise bis ans Ufer heranreichen. (Autor: Wolfgang Taschner, Michael Reimer)
16 km
140 m
2.00 h

Der Achensee

Der aus zahlreichen Gebirgsbächen gespeiste Achensee erstreckt sich auf 9 Kilometer Länge von Norden nach Süden; die breiteste Stelle misst etwa 1000 Meter. Durch einen unterirdischen Abfluss wird das Wasser des Achensees nach Jenbach abgeleitet, um dort die Turbinen zur Stromerzeugung anzutreiben.

Von Pertisau zur Gaisalm

Das östliche Ufer des Achensees ist stark durch die parallel dazu verlaufende Bundesstraße geprägt; auf der Westseite hingegen können wir unbeeinträchtigt vom Autoverkehr den See genießen. Vom Schiffsanleger in Pertisau führt der Uferweg am Strandbad vorbei in Richtung Gaisalm. Nach etwa 1,5 Kilometer wird es langsam eng zwischen dem Wasser auf der einen und den Felsen auf der anderen Seite. Der Weg steigt leicht an und führt dann etwas oberhalb des Ufers durch das felsige Gelände. Auf halber Strecke erreichen wir die bewirtschaftete Gaisalm, die auch von den Achenseeschiffen angefahren wird. Da wir unterwegs meist auf Unebenheiten im Weg achten mussten, können wir die Pause jetzt nutzen, um in Ruhe das gegenüberliegende Rofangebirge zu betrachten. Für Kinder gibt es einen schönen Spielplatz. Nach den Ziegen, die in Tirol Geißen heißen, werden sie jedoch vergeblich Ausschau halten. Die Tiere, von denen die Gaisalm ihren Namen hat, weiden schon seit langem nicht mehr hier.
Rückfahrt mit dem Achenseeschiff.

Anschließend müssen wir über etliche Treppenstufen auf einen Felsvorsprung hinaufsteigen; von dort führt dann ein stellenweise in das Gestein gehauener schmaler Steig in Schwindel erregender Höhe über dem Ufer bis ans nördliche Ende des Achensees. Wir umrunden die Seespitze auf einem breiten Wanderweg. Im Bereich des Campingplatzes kommen wir an etlichen Kunstwerken vorbei, die thematisch mit dem See oder den Bergen verbunden sind.

Auf den grünen Wiesen direkt am Achensee bietet es sich an, ein Sonnenbad zu nehmen, ein Picknick abzuhalten oder ein Boot zu mieten. Zudem gibt es hier mehrere Einkehrmöglichkeiten vom Kiosk bis zum Restaurant. Vom Badegelände ist es nun nicht mehr weit zum Schiffsanleger in Scholastika, an dem die Wanderung endet. Von dort können wir mit dem Achenseeschiff an unseren Ausgangspunkt zurückfahren, wobei wir unterwegs wieder an der Gaisalm vorbeikommen und so den Wanderweg in den Felsen vom Schiff aus noch einmal sehen können.

Rückfahrt mit dem Boot

Von Scholastika mehrmals täglich Boote der Achenseeschifffahrt zurück nach Pertisau bzw. Seespitz mit Anschluss an die Achenseebahn. Fahrplan-Infos: www.tirol-schiffahrt.at

Dauer: 2:30 Std.
Pertisau – Gaisalm 1 Std., Scholastika 1:30 Std.
 

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour16 km
Höhenunterschied140 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSchiffsanleger Pertisau
EndpunktSchiffsanleger Scholastika
TourencharakterIn Pertisau beginnt ein breiter Uferweg, der nach etwa 30 Min. Gehzeit in einen schmalen Steig übergeht, der sich in permanentem Auf und Ab oberhalb des steil abfallenden Ufers am See entlangschlängelt. Die letzten 20 Min. bis zum Schiffsanleger in Scholastika auf breitem und flachem Wanderweg.
Hinweise
Für die Wanderung ist gutes Schuhwerk sowie Trittsicherheit erforderlich.
KartentippKompass-Wanderkarte Nr. 182: Isarwinkel, 1:50 000
VerkehrsanbindungStündliche Bahnverbindung auf der Strecke Rosenheim–Innsbruck. In Jenbach auf die Zahnradbahn (Achenseebahn) nach Seespitz am Achensee umsteigen oder den Postbus nehmen. Mit dem Auto über Tegernsee oder Bad Tölz zum Achenpass und weiter nach Pertisau. Beim Schiffsanleger großer Parkplatz.
GastronomieGaisalm, Tel.: 0043/5243/55 42, täglich warme und kalte Gerichte, sowie in Pertisau und Scholastika
Tipps
Das Tiroler Steinöl:
Im so genannten Ölstein (Dirschenitschiefer) sind Reste vorzeitlicher Meerestiere und Pflanzen gebunden. Gleichzeitig verfügt dieser Stein über einen hohen Gehalt an natürlichem Schwefel. Über ein thermisches Verfahren wird daraus das Tiroler Steinöl gewonnen, dem heilende Kräfte zugesprochen werden. Etwa auf halber Strecke zwischen Pertisau und der Gaisalm führt linker Hand ein Weg hinauf zu einem Schaubergwerk, in dem der Ölstein vorkommt. Die Öffnungszeiten sind beim Achensee Tourismus unter Tel.: 0043/5246/53 00 zu erfahren.

Im Achensee baden:
Sowohl in Pertisau als auch in Scholastika gibt es einen öffentlichen Badestrand. Unterwegs ist Baden nur im Bereich nördlich der Gaisalm möglich.
Tourismusbüro
Achensee-Tourismus, Rathaus, A-6215 Achensee, Tel.: 0043/5246/53 00, Fax: 0043/5246/53 33, E-Mail: info@achensee.tirol.at, Internet: www.achensee.com

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