Alpspitzbahn (Osterfelderbahn)

Gut gesicherte Klettersteigrouten. Wegen der Höhe sind es trotzdem ernstzunehmende Bergtouren (Helm, Klettersteigsicherung, Schwindelfreiheit, Trittsicherheit!). Die Route über die Hochalm zum Kreuzeckhaus und zurück zum Osterfelderkopf verläuft auf breiten Wanderwegen. Alle anderen Wege sind nur für berggeübte Wanderer. (Autor: Heinrich Bauregger)
6 km
740 m
5.00 h
Die Eröffnung der Alpspitzbahn auf den Osterfelderkopf beflügelte die technischen Erschließer. Somit wurde 1975 der Klettersteig durch die Nordwand und 1978 die Alpspitz-Ferrata angelegt. Diese Klettersteige lassen sich zu einer Rundtour verknüpfen (Ferrata im Aufstieg!). Wer es nicht so luftig mag, wandert via Hochalm hinab zum Kreuzeckhaus und nimmt die Kreuzeckbahn ins Tal zurück (ideal - Kombiticket). Die Rückkehr ist auch mit der Hochalmbahn möglich, die von der Einkehrstation zum Osterfelderkopf hinaufschwebt. Die Bergstation ist im gleichen Gebäude. Anspruchsvollere Bergwege führen über den Bernadeinsteig zur Bockhütte im Reintal und weiter über die Partnachklamm nach Garmisch oder über den Hupfleitensattel ins Höllental.
Wanderung bergab über die Hochalm.
Von der Bergstation am Osterfelderkopf folgen wir links dem ausgeschilderten breiten Wanderweg (klimatherapeutischer Weg) in einem weiten Linksbogen über den Hochalmsattel hinab zur Hochalm. Die Alm kann über zwei weitere, aber steilere Bergwege erreicht werden, der direkte Abstieg ist ein geologisch-botanischer Lehrpfad. Von dort weiter auf dem Sommerweg zum Kreuzeckhaus und zur Bergstation der Kreuzeckbahn.
Der Nordwandsteig.
Bei der Bergstation weisen Schilder den Weg zu den Steigen: zunächst fast waagrecht in östlicher Richtung auf die Alpspitz-Nordwand zu, bis der Steig sich nach etwa 200 Metern rechts verzweigt. Nun links weiter, wo der ausgeschilderte »Nordwandsteig« ansetzt, eine technisch gut gesicherte Steiganlage, die den Sockel der Alpspitz-Nordwand fast horizontal nach links durchzieht (Leitern, Drahtseile, Tunnels) und zum oberen Rand der Nordabstürze und ins Oberkar führt. Dort mündet von links der Anstieg über die »Schöngänge« ein. Über den schrofigen, teils drahtseilgesicherten Ostgrat der Alpspitze hinauf zum Gipfelkreuz.
Die Alpspitz-Ferrata.
Von der Bergstation der Osterfelderbahn weisen Schilder den Weg zu den Klettersteigen: Zunächst wandern wir nahezu eben in östlicher Richtung auf die Alpspitz-Nordwand zu, bis der Steig sich nach etwa 200 Metern teilt. Markierungen und eine Tafel weisen nun nach rechts zum Beginn der Sicherungen der Nordwand-Ferrata. Nach einer ersten langen Felspassage mit mehreren Leitern steigen wir zur Stoaröslscharte an, wo uns ein herrlicher Blick auf die Zugspitze erwartet. Über schrofiges, immer steileres Felsgelände erreichen wir den Nordwestgrat der Alpspitze. Weiterhin verläuft die Route unfehlbar, weil ständig drahtseilgesichert, hinauf zum 2628 Meter hohen Gipfel, geschmückt mit einem großen Gipfelkreuz.

Dauer.
Von der Bergstation über die Ferrata oder den Nordwandsteig zum Gipfel 3 Std.; Abstieg 2 Std.; Abstieg vom Osterfelderkopf zur Hochalm 3/4 Std.; Weiterweg zum Kreuzeckhaus 20 Minuten.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied740 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktHP Kreuzeckbahn/Alpspitzbahn
EndpunktKreuzeckhaus, Bergstation der Alpspitzbahn
Tourencharakter1973 nahm die Alpspitzbahn (landläufig auch Osterfelderbahn) ihren Betrieb auf. Die Talstation (750 m) liegt 200 m westlich des Haltepunkts »Kreuzeckbahn/Alpspitzbahn« der Zugspitz-Schienenbahn. Die 2 Kabinen befördern zur und von der Bergstation (2050 m) je 80 Pers. in 9 Min.
Die Trassenlänge ist 3800 m, 3 Stützen halten die 46 mm starken Tragseile. Hochalmbahn - Kabinenbahn, die die Hochalm (1700 m) mit der Bergstation (2050 m) der Alpspitzbahn verbindet.
Beste Jahreszeit
KartentippBLVA, topograf. Karte 1 - 50000, Werdenfelser Land.
VerkehrsanbindungAuto. Auf der Garmischer Autobahn (A 95) bis zu deren Ende, dann auf der Bundesstraße (B 2) nach Garmisch-Partenkirchen, 700 m; im Ortsteil Garmisch auf ausgeschilderter Route zur Alpspitzbahn mit Parkplatz. Bahn/Bus. Von München im Werdenfelstakt nach Garmisch-Partenkirchen, dann mit der Zugspitzbahn (nur 150 m vom Bahnhof entfernt) zum Haltepunkt Kreuzeckbahn bzw. mit City-Bus zur Talstation der Alpspitzbahn.
GastronomieKioskbetrieb und Restaurant. an der Bergstation der Alpspitzbahn. Kreuzeckhaus. (1652 m), AV-Hütte, ganzjährig bewirtschaftet, 58 Betten, 43 Lager; Tel. 0 88 21/22 02. Hochalm. (1705 m), privat, nahezu ganzjährig bewirtschaftet.
Höchster Punkt
Alpspitze (2628 m)
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