Alpe Larèchia

Steilanstieg auf einem alten Almweg, der gute Kondition, dazu Schwindelfreiheit voraussetzt. (Autor: Eugen E. Hüsler)
6 km
1000 m
5.00 h
Vom Grotto an der Talstraße hinein nach Fontana (616 m) und durch den Weiler, bis ein gelber Wegzeiger links bergauf weist. Hier geht es sehr steil am bewaldeten Hang aufwärts; am Zickzackweg sind einige uralte Baumriesen, erst Kastanien, später Buchen. Wo es möglich ist, weicht der Weg Felsaufschwüngen aus; eine riesige, vom Gletschereis glatt geschliffene Plattenflucht traversiert man auf einer langen, buchstäblich an den Steilfels »geklebten« Treppe. Noch atemberaubender sind dann, eine Viertelstunde höher, drei fast senkrecht übereinander angeordnete Stufenkehren – mehr als 600 Meter über dem Talboden. Eine weitere, scheinbar ins Nichts führende Treppe leitet schließlich in gestuftes Gelände; wenig weiter lädt eine baumfreie Terrasse zum Verweilen ein.
Der Weg gewinnt an der Sonnseite der ungangbar-wilden Valle di Larèchia noch etwas an Höhe. An einer Verzweigung verlässt man den zur Alpe Fiorasca führenden, weiß-rot-weiß markierten Pfad und folgt der deutlichen Spur, die einen an dem bewaldeten Hang leicht bergab und talein zu den Rustici der verlassenen Alm von Larèchia (1596 m; 3 Std.) bringt. Abstieg nur auf dem Anstiegsweg möglich.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied1000 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktFontana (616 m), Weiler in der unteren Val Bavona, 3 km von Bignasco.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterIn den Reiseführern wird sie regelmäßig als schönstes Tal des Sopra Ceneri gerühmt, die knapp 15 Kilometer lange Val Bavona, und das Beiwort »wildromantisch« fehlt auch nur selten. Die Bauern, die hier ihr Leben fristeten, dürften es etwas anders gesehen haben: ein Garten und ein paar kleine Felder im steinigen Talboden, Kastanien und irgendwo über all den Felsfluchten rundum eine Alm, oft nur auf halsbrecherisch steilen und abschüssigen Wegen zugänglich. Wer etwa in den schauerlichen Schlund der Valle di Foioi schaut oder die riesigen Granitwände oberhalb von Fontana absucht, kann kaum glauben, dass sich da irgendwo eine Alm versteckt, die regelmäßig bestoßen wurde, Jahr für Jahr. Nicht umsonst sprach man von den »Alpi della fame« – den Hungeralpen. Heute sind sie verlassen, manche der Steinhütten haben neue Besitzer, der eine oder andere dieser Wege ist für Wanderer markiert worden, auch jener, der von Fontana hinaufklettert zu den Alpen Larèchia und Fiorasca. Und »klettern« darf man hier durchaus wörtlich nehmen; wer nicht absolut schwindelfrei ist und einer 1000-Höhenmeter-Direttissima nichts abgewinnen kann, bleibt besser im Tal. Mein Tipp für diesen Fall: sich in ein Grotto setzen, ein Glas Nostrano bestellen und »Nicht Anfang und nicht Ende« von Plinio Martini lesen. So kann man die Val Bavona, ihre Geschichte und ihre Menschen auch kennenlernen…
Beste Jahreszeit
KartentippLandeskarte der Schweiz 1:50 000, Blatt 265T »Nufenenpass« mit Wanderwegeaufdruck. Landeskarte der Schweiz 1:25 000, Blatt 1271 »Basòdino«.
MarkierungenWeiß-rot-weiß, in großen Abständen, doch der deutliche Pfad ist kaum zu verfehlen. Gelbe Wegzeiger.
VerkehrsanbindungFontana liegt im unteren Bavonatal; Bus von Bignasco. Parkmöglichkeit an der Talstraße.
GastronomieGrotto bei Fontana an der Talstraße.
Tourismusbüro
Vallemaggia Turismo, CH-6673 Maggia; Tel. 091/7 53 18 85, info@vallemaggia.ch, www.vallemaggia.ch.

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