Albristhorn, 2763 m

Anspruchsvolle Gipfelüberschreitung, die Bergerfahrung und einen sicheren Tritt verlangt. Unmarkierter, aber im Verlauf eindeutiger Weg über das Albristhorn mit einigen kurzen Passagen an der Grenze zur leichten Kletterei. Wichtig: gutes Wetter, keine Gewittergefahr! (Autor: Eugen E. Hüsler)
Erstes (kleines) Gipfelziel der großen Tour ist der Schwandfälspitz (2025 m), keine Viertelstunde von der Liftstation Tschentenalp (1940 m). Der Buckel bietet Aussicht auf die gesamte Bergkulisse von Adelboden. Im Blickfeld hat man auch die wildzerfurchte Südostflanke des Gsür. Der Weg folgt zunächst ansteigend dem Grasrücken und wendet sich dann in dessen Südhang. Unterhalb von Härdigs Höreli beginnt die spannende Querung. Vor dem Ausstieg lädt eine Bank (»Gsür-Bar«) zu einem Rückblick in die verwunschene Felsszenerie ein. Die Fortsetzung des Weges führt oberhalb des Chüebachgrabens hinüber zur Alp Furggi. An der Weggabelung (2 Std.) hält man sich rechts und folgt dem Weglein, das hinaufklettert zum Furggeli (2387 m; 2:45 Std.). Hier beginnt die Kammüberschreitung, auf deutlicher Spur bergan gegen den Hempliger (2483 m), dann stets am Grat oder knapp rechts darunter weiter. Ein paar schroffe Felstürme werden – kurz absteigend – rechts umgangen. Im Zickzack gewinnt man zuletzt den Gipfel (4 Std.).
Der Abstieg folgt im wesentlichen dem langgestreckten Südgrat des Berges. Ein erster Vorgipfel (2728 m) wird westseitig passiert, dahinter läuft die deutliche Spur am Sattligrat abwärts und mit einigem Auf und Ab hinüber zum Seewlehore (2467 m). Weiter absteigend am Wiesenkamm zum Tierberg (2371 m) und am Laveygrat hinaus bis zu einer Liftstation (2194 m; 5:30 Std.). Hier spitzwinklig nach links und hinunter zum Sillerenrücken, zuletzt auf einer Asphaltstraße in fünf Minuten hinauf zur Liftstation am Sillerenbühl (1973 m; 6:15 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied940 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBergstation der Gondelbahn Adelboden – Tschentenalp (1940 m).
EndpunktLiftstation Sillerenbühl (1973 m).
TourencharakterDen höchsten Punkt der langgestreckten Niesenkette, die Diemtig- und Engstligental trennt, markiert das Albristhorn (2763 m). Auffallender mit seinen steilen, von tiefen Gräben durchfurchten Flanken ist allerdings das Gsür (2708 m). Quer durch das weiche Schiefergestein seiner Südostflanke verläuft der Auftakt zur großen Überschreitung auf dem vor ein paar Jahren neu angelegten »Gsür-Weg« – ein spannender Gang, aber an keiner Stelle wirklich ausgesetzt. Wem die Knie unterwegs doch etwas weich geworden sind, der kann sich in der winzigen »Gsür-Bar« stärken – Hochprozentiges muss allerdings selbst mitgebracht werden. Hat man den Riesentrichter des Stigelbachs und seiner Zuflüsse einmal verlassen, verwandelt sich der Fels- wieder in einen Wiesenweg. Erst oberhalb des Furggeli, am Ostgrat des Albristhorns, wird das Gelände erneut anspruchsvoller, muss man gelegentlich die Hände zu Hilfe nehmen. Als Belohnung winkt am Gipfel ein fantastisches Panorama.
Beste Jahreszeit
KartentippLandeskarte der Schweiz 1:25 000, Blatt 1247 »Adelboden«.
Markierungen»Gsürweg« weiß-blau-weiß, Aufstieg zum Furggeli, Tierberg – Laveygrat und Abstieg zum Sillerenbühl weiß-rot-weiß markiert.
VerkehrsanbindungLinienbus Frutigen – Adelboden. Die Gondelbahn zur Tschentenalp (1940 m) verkehrt Ende Mai bis Ende Oktober von 9–17 Uhr, die Gondelbahn Adelboden – Sillerenbühl von Mitte Juni bis Mitte Oktober 9–17 Uhr.
GastronomieUnterwegs keine; Restaurants an beiden Liftstationen.
Informationen
Kleine Variante: Von der Alp Furggi (2091 m) kann man auch via Hornbrügg nach Adelboden absteigen,insgesamt etwa 4 Std.
Tourismusbüro
Tourist Center, CH-3715 Adelboden; Tel. +41(0)33/673 80 80, Fax 673 80 92, E-Mail info@adelboden.ch, Internet www.adelboden.ch

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