Alatsee und Zirmgrat

Auf Wirtschaftswegen und schmalen Steigen über den aussichtsreichen Bergkamm, der das Ostallgäu vom österreichischen Vilstal trennt. Sowohl der geheimnisvolle Alatsee als auch der heitere Weißensee bieten herrliche Bademöglichkeiten. (Autor: Bernhard Irlinger)
10 km
620 m
3.00 h
Vom Alatsee (868m) gehen wir auf der Zufahrtsstraße zurück und biegen am Ende der Parkzone links in einen Forstweg (Wegweiser Oberkirch, Weißensee). Nach kurzer Strecke wechseln wir rechts auf einen beschaulichen Waldweg, der bald oberhalb des Weißensees durch den steilen Waldhang quert. Ein steiniger Weg ermöglicht dann einen vorzeitigen Abstieg zum Seeuferweg. Wir folgen jedoch weiter dem schmalen Hangsteig, der uns oberhalb steil abfallender Wände zur »Magnusruh« bringt. An dieser Stelle soll sich im 8. Jahrhundert der aus St.Gallen kommende heilige Magnus auf seinem Weg nach Füssen ausgeruht haben.
Anschließend geht es auch für uns hinab zum Ufer des Weißensees (787m), dem wir auf breitem Weg nach links folgen. Vorbei an schönen Badeplätzen erreichen wir vor Oberkirch eine Weggabelung. Wer seine Tour an der Bushaltestelle in Roßmoos begonnen hatte, der kann hier rechts am See entlang zur Haltestelle im nahen Oberkirch gelangen. Wir halten uns jedoch links und wandern über den geteerten Wanderweg hinauf zu einem Parkplatz an der B310. Dort die Bundesstraße überqueren und der Oberkircher Straße folgen. Nach einem Linksknick wandern wir durch Vorderegg aufwärts, bis wir in ebenem Weideland eine Straßenkreuzung erreichen. Hier nach links (Wegweiser Roßmoos, Falkenstein), über eine nahe Vorfahrtsstraße und auf einer Brücke über die B310 nach Roßmoos. Vor und nach der Brücke führen von den nahen Haltestellen, an denen man bei Anreise mit dem Bus startet, Fußwege herauf.
Nach der Brücke halten wir uns rechts (bis zur Zufahrtsstraße zur Burggaststätte Falkenstein, Wegweiser Falkenstein) und gehen durch das Dorf aufwärts zu einer Kreuzung. Hier nach links und abzweigende Wege ignorierend zum Ortsrand hinauf. Wir folgen nun einem geteerten Weg durch die Wiesen aufwärts bis zu einem Kiesweg. Auf ihm nach links und bald geradewegs aufwärts durch den Wald zu einer Weggabelung. Hier rechts auf einem Forstweg teils steil aufwärts. Wenig oberhalb einer scharfen Linkskurve wechseln wir rechts auf einen Weg, der uns bis zur geteerten Zufahrtsstraße zur Burggaststätte Falkenstein führt. Auf ihr bergan bis zu dem Sattel, der den Falkenstein vom Einerkopf trennt. Wir biegen scharf links in einen schmalen Steig (Wegweiser Alatsee, Zirmgrat), über den wir uns anfangs steil bergauf mühen. Bald quert er durch die Nordflanke des Einerkopfs bis vor den Sattel, der Zwölfer und Einser voneinander trennt. Nach wenigen Metern Anstieg erreichen wir diese aussichtsreiche Scharte, von der man rechts aufwärts den Einerkopf (1260m) ersteigen kann.
Der Zirmgratweg quert geradewegs ohne große Anstiege durch die Nordflanke des Zwölferkopfs, bis wir die Gratschneide erreichen. Auch hier besteht wieder die Möglichkeit, einer Wegspur nach rechts zu folgen und nun den Zwölferkopf (1287m) zu besteigen. Der Hauptweg folgt jedoch dem breiten, aussichtsreichen Bergkamm nach Osten und führt uns auf den wenig ausgeprägten höchsten Punkt des Zirmgrates (1293m).
An dieser Stelle beginnt der Abstieg durch den teils dichten Wald, der uns bald rechts des Kammes auf österreichischer Seite zu einer Wegkreuzung hinableitet. Geradeaus folgt der rot markierte Hauptweg im Auf und Ab dem Kamm. Schöner und einfacher zu begehen ist jedoch der Weg zur Saloberalm. Dazu durchqueren wir an der Wegkreuzung den Zaun, der links bleibt. Ohne große Mühe führt uns das Weglein teils über aussichtsreiche Almflächen zur bewirtschafteten Saloberalm (1089m).
Wir folgen von der Alm der breiten Kiesstraße nach links und bald schon geht der Blick hinab zur Wasserfläche des Alatsees. Auf einem als »Friedrichsweg« ausgeschilderten Steig lässt sich eine Kehre der Schotterstraße abkürzen, ehe sie uns bis an das Seeufer hinabführt. Wir wenden uns nach links und erreichen nach kurzer Strecke die Parkplätze an der Zufahrtsstraße zum Alatsee (868m).

Frühlingstour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied620 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktMit eigenem Fahrzeug der Parkplatz am Alatsee. Bei Anfahrt mit dem Bus startet man am besten im westlich des Weißensees an der B310 gelegenen Dorf Roßmoos und wählt als Zielort das direkt am Weißensee gelegene Oberkirch.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterSüdlich über dem einladenden Weißensee erhebt sich der lang gezogene Zirmgrat, der herrliche Blicke über das Vilstal ins Hochgebirge bietet. In einer Waldmulde versteckt sich dort der geheimnisvolle Alatsee, der ebenso wie der Weißensee zu einem erfrischenden Bad einlädt.
Beste Jahreszeit
MarkierungenWegweiser und Farbmarkierungen.
VerkehrsanbindungMit eigenem Fahrzeug auf der B310, die Füssen mit Pfronten verbindet, bis zum Ostufer des Weißensees und von dort auf schmaler, ausgeschilderter Straße aufwärts zum Parkplatz am Alatsee. Mit dem Bus von Füssen, Pfronten oder Nesselwang bis zur Haltestelle Roßmoos an der B310 und wenige Meter aufwärts zur Brücke, die die Bundesstraße überspannt und über die die beschriebene Tour läuft. Für die Rückfahrt kann man schon in Oberkirch den Bus besteigen.
GastronomieAm Alatsee und in der Saloberalm.
Tipps
Der Alatsee. In einer von steilen Waldhängen eingefassten Mulde liegt westlich von Füssen der Alatsee. Der malerische Bergsee, in dem man bedenkenlos baden kann, verbirgt einige Geheimnisse. Sein schwefelhaltiges, durch Algen rot gefärbtes Tiefenwasser ist giftig. Und während des Zweiten Weltkriegs war der See militärisches Sperrgebiet, in dem geheime Waffen getestet wurden. Die Schätze, die auf seinem lebensfeindlichen Grund vermutet werden, blieben bis heute unauffindbar.
Unterkunft
In Füssen, Pfronten oder am Weißensee.
Tourismusbüro
Tourist-Information Weißensee, Tel. 08362/6500.

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