Aiplspitz und Jägerkamp

Anregende Rundtour; am Aiplspitz-Nordgrat Felspassagen im Grenzbereich zum leichten Klettern, absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich; der Übergang zum Tanzeck verlangt wegen der sehr glatten Felsen besondere Vorsicht; im Bereich des Jägerkamp keine Schwierigkeiten. (Autor: Horst Höfler, Gerlinde M. Witt)
12 km
1070 m
6.00 h
Von Aurach zuerst auf Fahrweg unmittelbar südlich ins gleichnamige Tal. Dann, vom Ende der Fahrstraße, auf Steig am Bach entlang und vom Talschluss in Kehren zur Benzingberg-Jagdhütte hinauf. Von dort noch kurze Zeit dem Weg zum Jägerkamp südlich folgen, dann (Tafel) östlich ab und steil auf den Kamm, der von der Heißenplatte (1593 m) zum Aiplspitz herüberzieht. Der Kamm wird bald schrofig, später felsig. Man steigt immer der roten Markierung entlang über unschwierige Stufen und Wandln zum Gipfelkreuz.Übergang zum Jägerkamp Vom Gipfel dem Normalweg in westlicher Richtung folgen (Stellen I und Sicherungen, sehr »abgespeckter« Fels) und über das Tanzeck (1703 m) auf die grasigen Südhänge des Benzingspitz (1735 m). Man umgeht diesen südlich oder »nimmt ihn mit« und gelangt von Osten her zum großen Jägerkamp-Gipfelkreuz. Abstieg - Vom Jägerkamp nördlich über den zuerst freien, dann latschenbewachsenen Gratrücken abwärts. An der Wegabzweigung zur Spitzingstraße vorbei, doch gleich darauf steil nach rechts (östlich) auf schlechtem Steig in den Benzingkessel hinunter. Weiter in östlicher Richtung, an der Benzingalm vorbei, landschaftlich reizvoll zurück zum Aufstiegsweg, den man nahe der Benzingberg-Jagdhütte erreicht. Durch das Aurachtal nach Aurach zurück.

Dauer - Aurach – Aiplspitz 3 Std.; Aiplspitz – Jägerkamp 30 bis 45 Min.; Jägerkamp – Aurach etwa 2 Std. Höhenunterschied: Aurach – Aiplspitz 984 m; Aiplspitz – Jägerkamp 85 m.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied1070 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktAurach (775 m), Ortsteil von Fischbachau, zwischen Neuhaus und Geitau.
TourencharakterSchaut man vom Leitzachtal aus, zwischen Hundham und Fischbachau, nach Süden, fällt unter den Erhebungen der Rotwandgruppe besonders der Aiplspitz auf. Mit seiner schroffen, markanten Gestalt beherrscht er das Tal zwischen Aurach und Geitau. Der Berg wirkt auf den ersten Blick ein bisschen unnahbar und er ist auch kein »astreiner« Wandergipfel. Allerdings wurde ihm jahrzehntelang eine zu große Schwierigkeit beigemessen, geisterte doch für seinen Nordgrat die übertriebene Bewertung »I« durch die Beschreibungen. In Wirklichkeit sind dort eher harmlose Kraxelstellen zu meistern und wer trittsicher ist, wird am Aiplspitz-Nordgrat kaum auf ernsthafte Probleme stoßen. Ich finde, dass der Normalweg von Südwesten über das Tanzeck die heikleren Passagen aufweist. Dieser hat ein paar Einserstellen, und sie sind gemeinerweise noch extrem »abgespeckt«. Für uns heißt das - Nur bei trockenem Wetter und Fels auf den Aiplspitz gehen! Bei Nässe ist die Normalroute gefährlich! Diese Tour – das sei ausdrücklich vermerkt – ist bei all ihrer landschaftlichen Schönheit die technisch anspruchsvollste Unternehmung unseres Führers. Wie bereits erwähnt: Absolute Trittsicherheit im einfachen Fels- und Schrofengelände ist unabdingbar! Im Zweifelsfall lieber »nur« auf den Jägerkamp gehen. Ihm fehlen lediglich 13 Meter Höhe zum Aiplspitz und die Aussicht ist auch nicht schlechter als von dort.
Hinweise
Wenn man Bedenken ob der Felspassagen des Aiplspitz hegt, kann man von der Benzingberg-Jagdhütte direkt den wesentlich einfacheren Jägerkamp ansteuern. Man erreicht seinen Gipfel über die Benzingalm und den Nordrücken. (Also auf der unter »Abstieg« beschriebenen Route in umgekehrter Richtung.)
KartentippTopogr. Karte Mangfallgebirge, 1 - 50 000, BLVA.
VerkehrsanbindungAurach liegt an der B 307 und ist entweder über Schliersee und Fischhausen-Neuhaus oder von Miesbach bzw. von Bad Feilnbach über Hundham und Fischbachau zu erreichen. Nahe gelegener Haltepunkt der Bahnstrecke Schliersee – Bayrischzell (BOB) ist Hammer
GastronomieIn Aurach.

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