Ackernalm und Bärenbadalm

Alm- und Fortststräßchen, ein Abschnitt auf Bergwanderweg. Der Gipfelanstieg zum Hinteren Sonnwendjoch erfolgt auf leichtem und markiertem Bergwanderweg; am Gipfel selbst jedoch Vorsicht, der Berg bricht nach Norden steil ab. Im Hochsommer kann es recht heiß werden, weit und breit gibt es kaum Schatten. Ackernalm - Steinkaseralm - Bärenbadalm - Reichsteinalm - Marchbachtal - Ackernalm. (Autor: Heinrich Bauregger, Peter Freiberger)
12 km
747 m
4.00 h
Von der Ackernalm zur Bärenbadalm Vom großen Parkplatz unterhalb des Berggasthofes wandern wir auf dem gesperrten Asphaltsträßchen hoch zur Einkehrstation und zur Schaukäserei – bei der wir unbedingt mal reinschauen sollten – und erreichen über eine Linkskurve die reizvolle kleine Almkapelle. Dann wandern wir gemütlich auf dem breiten, aber leider asphaltierten Fahrsträßchen bergwärts durch freies Almgelände und ein kurzes Stück durch Wald, hinauf zur Steinkaseralm (1522 m), die jedoch nicht bewirtschaftet ist. An dieser gehen wir vorbei, bei der Wegverzweigung halten wir uns links und erreichen nach einem letzten steileren Wegabschnitt den weiten Kessel der Bärenbadalm (1580 m). Nun nahezu eben hinüber zu den Almhütten der Bärenbadalm, die ebenfalls unbewirtschaftet, aber von zahlreichem Weidevieh bevölkert ist. Rückweg über die Reichsteinalm Bei den Almhütten treffen wir auf eine Weggabelung (rechts geht es um das Bärenjoch herum in die Valepp). Wir halten uns links und folgen dem rot markierten Weg über die Almweiden; bei der letzten Almhütte halten wir uns links und wandern auf den Waldrand, beim Hochsitz, zu, wo der Waldpfad bergab beginnt. Nach einer halben Stunde erreichen wir eine Lichtung mit einem Wassertümpel im Wald. Dort links weiter zu einer Jagdhütte, an dieser rechts und weiter auf Waldpfad steil hinab zur Reichsteinalm (1020 m). Während der Vor- und Nachsaison weidet hier Almvieh, es gibt aber keine Einkehrmöglichkeit. Über die Bergwiesen hinab (oder rechts auf dem Almfahrweg, allerdings kleiner Umweg), bis wir auf den Almfahrweg treffen. Auf diesem wandern wir links haltend weiter durch Wald, treffen bald auf eine Weggabel und gehen dort ebenfalls links weiter. Nun immer dem Marchbach folgend leicht ansteigend weiter, bis wir die ersten Almwiesen der Ackernalm ereichen; dort entweder rechts auf der Brücke über den Marchbach und in Kehren hinauf weiter zur Ackernalm, wobei wir den Bach erneut überschreiten, oder links haltend am Bach entlang auf Wanderweg zurück zur Almsiedlung. Der Gipfelabstecher Zum Hinteren Sonnwendjoch (1986 m) - Kurz bevor wir die Almsiedlung Bärenbadalm erreichen, zweigt von der Almstraße rechts der Steig zum Gipfel ab. Wir steigen nun etwas an und folgen dann ziemlich eben dem markierten Weg über Almböden und mit lichtem Baumbestand unter dem Gipfelaufbau in Richtung Osten. Bei einer Wegverzweigung halten wir uns links und steigen über weiterhin freies Gelände recht steil hinauf zum Gipfelkreuz. Dort brechen die steilen Nordabstürze nahezu 1000 Meter ins Kloo-Ascher-Tal ab. Prächtiges Panorama der Tegernseer und Schlierseer Berge im Norden, im Süden reicht der Blick bis zu den vergletscherten Zentralalpen.

kindgerecht

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied747 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGroßer Parkplatz beim Almdorf Ackernalm (1383 m).
TourencharakterDie Ackernalm ist die größte Alm Tirols – und die am leichtesten zugängliche, eine Mautstraße führt von der Verbindungsstraße Ursprungpass/ Landl bis zum Almdorf. Auf dem Gebiet zwischen dem Veitsberg, dem Bärenjoch und dem Hinteren Sonnwendjoch erstreckt sich ein riesiges Almgebiet, das teilweise bis zu den genannten Gipfeln reicht und schon im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde. Die Almhütten sind so zahlreich, dass sie sogar Hausnummern tragen. Ein paar hundert Kühe, ebenso viele Stück Jungvieh, Schafe, Ziegen und sogar Haflinger verbringen dort oben den Sommer, auf dieser Gemeinschaftsalm der Thierseer Bauern. Es gibt eine Schaukäserei mit täglicher Käse- und Butterproduktion, eine Milchstube und ein Berggasthaus. Erläuterungstafeln geben uns zudem einen weitergehenden Einblick in die Almwirtschaft. Dort hergestellter Emmentaler Käse, für den die Ackernalm berühmt ist, der ebenfalls produzierte Bergkäse sowie Butter können vor Ort gekauft werden. Wem der Sinn nach Überirdischem steht - Etwas oberhalb des Almdorfes befindet sich sogar eine Almkapelle. Beliebtes Gipfelziel von der Alm aus ist das Hintere Sonnwendjoch.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte BLVA, 1 - 50 000, Blatt „Mangfallgebirge“.
VerkehrsanbindungAuf der Salzburger Autobahn (A 8) bis zur Ausfahrt Weyarn, über Miesbach, Schliersee und Bayerischzell zum Ursprungpass. Gut drei Kilometer nach dem Grenzübergang zweigt rechts die Mautstraße (16 % Steigung) zur Ackernalm ab; auf dieser 6 km bis zum Ende der öffentlich befahrbaren Straße. Oder Anfahrt über Kufstein, Vorderthiersee und Landl dorthin. Keine Verbindung.
GastronomieAckernalm (1383 m), Almdorf mit Molkerei und Käserei. Berggasthof Ackernalm (1400 m), von Mai bis Allerheiligen bewirtschaftet.
Tipps
Der Tipp für Kinder Auf der Rückfahrt können wir einen Badeabstecher zum Thiersee einlegen. An dessen Nordufer gibt es eine Badeanstalt (mit großem Sprungturm) sowie einen Bootsverleih. Wer es ruhiger haben will, kann auch am See entlanglaufen und am Ost- oder Westufer einen schönen Badeplatz finden.
Informationen
Dauer - Von der Ackernalm zur Bärenbadalm 1 Std., Abstieg zur Reichsteinalm 1/2 Std., Rückkehr durch das Marchbachtal zur Ackernalm 2 Std. Gesamtgehzeit: knapp 4 Std. Gipfelabstecher zum Vorderen Sonnwendjoch ab der Bärenbadalm 1 1/2 Std.