Ackeralm und Roßalm

Sachrang - Wildbichleralm - Wandberghaus - Ackeralm - Priener Hütte - Roßalm - Weitlahnerkopf - Hintere Dalsenalm - Klausgraben - Hainbach. Almsträßchen und leichte Bergwanderwege, an keiner Stelle ausgesetzt. Der Abstieg vom Weitlahnerkopf kann nach Regenperioden etwas rutschig sein. Trittsicherheit auf alle Fälle erforderlich (eine Stelle mit Drahtseil gesichert). (Autor: Heinrich Bauregger, Peter Freiberger)
17 km
1278 m
6.00 h
Von Sachrang zur Ackeralm Vom Wanderparkplatz folgen wir zunächst dem ausgeschilderten Fahrweg in Richtung Priener Hütte in den Wald hinein. Nach wenigen Minuten zweigt rechts der Steig ab, der hinauf zur Wildbichler Alm führt. Kurz weiter im Talboden bleiben, bis wir auf einen Wirtschaftsweg treffen, dann links auf steilen, aber gut zu begehenden Steig hinauf zur Wildbichler Alm. Dort treffen wir auf einen breiten Almfahrweg (rechts geht es wenige Meter talwärts zur Alm). Nun links auf diesem hinauf durch Wald und über die Rettenbachalm zum Wandberghaus (immer gut ausgeschildert). Dort folgen wir links einem schmaleren Wirtschaftsweg durch Weidegebiet abwärts, bis rechts der Steig zur Ackeralm abzweigt. Ein Stück bergan, durch Wald und um eine Ecke herum und hinab – wir überschreiten hier noch mal die Landesgrenze – zur Ackeralm. Von ihr führt ein schmaler Wiesenweg, rechts um den Moosberg herum und vorbei an einem kleinen Weiher, hinauf zur Priener Hütte. Über die Priener Hütte zur Roßalm Von der Alpenvereinshütte folgen wir rechts ein kurzes Stück dem Almweg, bis rechts der Wanderweg zur Roßalm (Markierungs-Nr. 207) abzweigt. Über die ansteigenden Bergwiesen hinauf zu einem Sattel rechts des Wandspitz' (Wegtafel), dann nahezu eben über die kleine Hochfläche und jenseits hinab zu Roßalm. Abstieg über die Dalsenalm ins Priental Auf ausgeschildertem Wanderweg von der Roßalm hinab in die Mulde unterhalb des Tauron und rechts durch die freien Hänge (rechts zweigt der Weg zur Haidenholzalm ab) hinauf zum Weitlahnerkopf (1615 m), wo wir einen überraschenden Tiefblick auf die Dalsenalmen haben. Direkt gegenüber erhebt sich die vielzackige Kampenwand mit ihrer Südseite. Jenseits hinab auf steilem Wanderpfad, bald links haltend, in Serpetinen talwärts. Ein Stück durch lichten Wald, weiter über freie Almhänge. Bei der Wegverzweigung knapp oberhalb der Hinteren Dalsenalm müssen wir uns entscheiden, ob wir noch kurz einkehren wollen oder doch talwärts streben. Noch kurz auf dem Pfad über die Almweiden links weiter, wo wir auf den schmalen Forstweg treffen, der von Hainbach herauf führt. Auf diesem durch den bewaldeten, nun angenehm schattigen Weg – denn beim Übergang von der Priener Hütte waren wir doch sehr der Sonne ausgesetzt – den Klausgraben hinab nach Hainbach. Falls wir öffentlich unterwegs sind, nehmen wir den Bus von dort nach Aschau bzw. den Bus in die andere Richtung nach Sachrang zurück zu unserem Ausgangspunkt beim Wanderparkplatz. Der Gipfelabstecher Der Geigelstein (1813 m) gilt als der Blumenberg der Chiemgauer Alpen. Von unserem Weg zur Roßalm lässt er sich mit einem kurzen Abstecher einen Besuch abstatten. Am Weg zum Sattel, der den Übergang vermittelt, nehmen wir den ersten Abzweiger nach rechts und steigen über die steilen Weidehänge bis zu seinem Nordgrat an. Von dort führt rechts ein guter Pfad durch Latschen hinauf zu seinem Gipfel, den ein Kreuz und eine kleine Kapelle schmücken.

kindgerecht

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour17 km
Höhenunterschied1278 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWanderparkplatz (735 m) an der Straße 2093, kurz vor Sachrang.
TourencharakterAuf dieser ausgedehnten Almrunde begegnen wir den unterschiedlichsten Almen - Unsere erste Station ist die Wildbichler Alm, die bereits auf Tiroler Gebiet liegt uns mit ihrem frischen neuen Äußeren verblüfft. Von ihrer Terrasse hat man einen herrlichen Blick ins Inntal. Wir gehen jedoch bald weiter und durchschreiten das Almgebiet rund um das Wandberghaus. Nächste Station ist die urtümliche Ackeralm, die auf einem kleinen Plateau unterhalb der Priener Hütte liegt. Auf ihr weidet Pensionsvieh aus dem Alpenvorland, das mit Lastwägen hierher gebracht wird. Es gibt Brotzeit und Getränke für vorbeiziehende Wanderer. Die Roßalm gilt als eine der am höchsten gelegenen Almen in den Bayerischen Alpen. Früher hieß sie Obere Aschentaleralm und wurde von einem Schlechinger Bauern bestoßen. Diese Berechtigungsalm stand nach dem zweiten Weltkrieg für einige Jahre leer. Damals waren Stall und Kaserl noch getrennt. Es gab nur einen Verschlag zum Schlafen. Etwa 1949 erbaute man aus dem alten Material und neuem Holz (der Kalk wurde vor Ort angerührt) einen neuen Kaser nach alter Manier. Rösser findet man hier oben allerdings heute keine mehr. Früher (zu Zeiten als man mit den Fuhrwerken noch Wein von Südtirol hierher brachte) waren es bis über 70 Pferde, denn die Schlechinger waren so genannte „Weinzinser“. Heute grasen hier knapp 40 Stück Vieh den Sommer über, darunter ein paar Kühe. Es wird gebuttert, doch der Käse, der auch gemacht wird, ist nur für den Eigengebrauch bestimmt. Ende September werden die Rinder geschmückt und abgetrieben. Der Talbauer hat seinen Hof in Bad Aibling. Die alte Grenze zwischen der Aschentaleralm und der Roßalm ist an dem alten Steinwall noch zu erkennen. Der Weidegrund gehört der Bayerischen Staatsforstverwaltung. Die Roßalm ist eine der letzten Almen in Oberbayern ohne Zufahrtsmöglichkeit. Der Fahrweg endet unterhalb bei der Oberkaseralm.
Hinweise
Der Übergang von der Priener Hütte zur Dalsenalm ist in der Zeit vom 1.11. bis zum 30.5. aus Naturschutzgründen gesperrt.
VerkehrsanbindungAuf der Salzburger Autobahn (A 8) bis zur Ausfahrt Frasdorf, auf der Landstraße über Aschau nach Sachrang im Priental. Oder Inntalautobahn bis Ausfahrt Oberaudorf, über Niederndorf und die B 175 dorthin. Mit der Bahn bis Prien, dort umsteigen in die Prientalbahn und weiter nach Aschau; mit dem RVO-Bus nach Sachrang.
GastronomieWildbichleralm (1000 m), bewirtschaftet; Wandberghaus (1318 m), privat, vom 2. Weihnachtsfeiertag bis Allerheiligen bewirtschaftet, 40 Betten und Lager, Tel. ++43/664/432 17 70; Ackeralm (1200 m), von Juni bis Mitte September bewirtschaftet; Priener Hütte (1410 m), AV-Hütte, ganzjährig bewirtschaftet, 35 Betten, 70 Lager, Tel. 08057/428; Roßalm (1741 m), Anfang Juni bis Ende September almtypisch bewirtschaftet; Vordere Dalsenalm (920 m), von ca. 20. Mai bis 3. Oktober bewirtschaftet.
Tipps
Der Tipp für Kinder Wer auf dieser langen Tour mit Kindern unterwegs ist, sollte auf der Priener Hütte übernachten. Die Hütte gilt als sehr familienfreundlich, es gibt Kinderteller und entsprechendes Spiel- und Lesematerial. Unter der Woche bekommen Kindergruppen einen Sondertarif. Rund um die Hütte gibt es allerhand zu entdecken - weidende Kühe und junge Rinder, etwas unterhalb liegt ein Weiher, und am Abend und am frühen Morgen kann man Wild beobachten. Zudem gibt es einen Klettergarten in Hüttennähe.
Informationen
Dauer - Von Sachrang über die Wandberghütte zur Ackeralm 2 1/2 Std., Weiterweg über die Priener Hütte zur Roßalm 1 1/2 Std., Abstieg über die Hintere Dalsenalm nach Hainbach 2 Std. Gesamtgehzeit: 6 Std. – Abstecher zum Geigelstein 1/2 Std.
Unterkunft
Wie Einkehr.