Achentalalm und Kragenjochalm

Wirtschaftswege und Bergwanderwege. Nach Regenperioden passagenweise matschig. Kundl - Gasthof Klamm - Niederachen - Schönleitenhöfe - Achentalalm - Kragenjochniederalm - Kundl. (Autor: Heinrich Bauregger, Peter Freiberger)
14 km
1203 m
5.00 h
Von Kundl zur Achentalalm Vom Wanderparkplatz schlendern wir zunächst zur überdachten Klammeingangsbrücke, überqueren diese und halten uns dahinter rechts. Auf dem breiten Klammweg wandern wir an den steilen Felsen entlang und erreichen in einer Viertelstunde den Gasthof Klamm. Auf einer Tafel entdecken wir, dass dieser Klammweg schon zu Zeiten des Kaisers Franz Joseph I. angelegt worden ist. Hinter dem Gasthaus wird der Weg etwas schmaler. Wir erreichen nun den engeren Teil der Schlucht und das tosende Wasser rauscht hier am intensivsten. Wir durchwandern einen Felstunnel, schauen fasziniert die steilen Wände empor und treffen nach einer weiteren Viertelstunde auf eine Brücke. Hier wechseln wir auf die andere Bachseite, bleiben ein Stück auf dieser und kehren nach einer Weile wieder auf die linke Seite zurück. Dort ist auch bald das Ende der Schlucht erreicht. Auf einer reizvollen Waldlichtung finden wir Picknicktische vor, an denen wir idealerweise Brotzeit machen können. (Hier ist Abfahrt des Bummelzuges!) Auf unbefestigtem Wirtschaftsweg zunächst durch Wald, dann durch Wiesenlandschaft. Der Weg führt nun in einer knappen Stunde nach Mühltal. Wir folgen jedoch nach einer halben Stunde dem Abzweiger links über die Brücke nach Niederachen und orientieren uns an der Ausschilderung zu den „Schönberghöfen“. Ein schmales Asphaltsträßchen führt an schönen Bauernhöfen vorbei auf das Kragenjoch zu den Schönberghöfen. Am oberen Rand des schön gelegenen Weilers führt rechts das Sträßchen in Richtung Oberau, dem wir für kurze Zeit folgen. Nach 10 Minuten im Wald zweigt links ein steiler Wirtschaftsweg ab, dem wir hinauf zu einem einsamen Haus folgen. Dort rechts herum und weiter den blauen Farbmarkierungen folgend Richtung Achentalalm. (Links Abzweiger zur Lourdesquelle und durch die Steinrinn direkt zum Kragenjoch!). Wir wandern auf dem breiten Wirtschaftsweg rechts haltend weiter, bis uns links die Ausschilderung über steile Bergwiesen zur Achentalalm führt. Übergang zur Kragenjochalm Von der Achentalalm folgen wir links von den Gebäuden dem markierten Weg, der uns über zahlreiche Serpentinen hinauf zum Kragenjochkreuz bringt, das jedoch nicht am höchsten Punkt steht. Dort oben erwarten uns Sitzbänke und eine herrliche Aussicht auf das Kaisergebirge und die Kitzbüheler Alpen. Am Kreuz links vorbei und nahezu weglos am Begrenzungszaun entlang, bis uns ein Wegweiser zuerst rechts, dann links haltend in die bewaldete Einsenkung der Steinrinn führt. Dort halten wir uns rechts und folgen den nun roten Markierungen steil hinab in Richtung Kragenalm, die mitten im Wald liegt. Abstieg ins Tal Von der einfach bewirtschafteten Kragenjoch-Niederalm führt ein durchgehender Fahrweg hinab nach Kundl. Wir folgen diesem zunächst rechts, wandern mit der Markierungs-Nummer 3 links haltend zum Weiler Brach hinab, wo uns die Markierungs-Nummer 4 weiter talwärts leitet. Direkt neben dem Hof können wir ein Naturdenkmal besichtigen - einige jahrhundertealte Eschen. Dann wandern wir links haltend hinab auf schmalem Weg zum Waldrand, auf schönem Bergweg weiter durch Wald hinab in Richtung Kundl. Davor jedoch – falls Zeit bleibt – machen wir einen Abstecher zur Burgruine Kundl. Rechts weiter hinab ins Tal, das wir bei einer kleinen Kapelle erreichen. Knapp unterhalb führt links zuerst ein schmaler Weg, dann ein unbefestigter Fahrweg zurück zur Klammeingangsbrücke und zum Parkplatz. Im Gebiet der Kundler Klamm wurde in früheren Jahrhunderten ein reger Bergbau betrieben. Im Flussbett der Wildschönauer Ache, die durch die Klamm fließt, finden wir mit etwas Glück auch heute noch schöne Steine mit seltenem Erzgehalt.

kindgerecht

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied1203 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz am Eingang zur Kundler Klamm (520 m).
TourencharakterDie Achentalalm liegt in der Wildschönau in einer Senke unterhalb des Kragenjochs mit herrlichem Blick auf die Kitzbüheler Alpen. Sie ist eine ehrwürdige Eigentumsalm mit viel altem Holz und wird jeden Sommer mit zehn Kühen und etwa 40 Stück Jungvieh bestoßen. Zwei Brüder teilen sich den Betrieb. Auf der Alm wird gebuttert, und die Butter wird auch direkt vor Ort verkauft. Für die Wanderer, die dort einkehren wollen, gibt es natürlich Milch und Buttermilch und neben der üblichen Brotzeit auch ein paar warme Gerichte wie Kaiserschmarrn und Gulaschsuppe. Der erste Talhof der Alm liegt nur drei Kilometer unterhalb, der zweite in Niederau, nur wenige Kilometer von der Alm entfernt. Beim Almabtrieb wird nur teilweise geschmückt, und zwar das Almvieh des Niederauer Bauern. Auf unserer Wanderung überschreiten wir die Gemeindegrenze und treffen jenseits des Kragenjochs auf die Kragenjoch-Niederalm, die zu einem Bauern aus Saulueg bei Kundl auf der Inntalseite gehört. Auch hier können wir eine einfache almtypische Bewirtung genießen, und dazu gehört vielleicht auch ein Selbstgebrannter. Als Auftakt der Tour durchwandern wir erst mal die abwechslungsreiche Kundler Klamm.
Beste Jahreszeit
Kartentippf&b-Wanderkarte Nr. 321 Achensee - Rofan – Unterinntal, Maßstab 1 - 50 000.
VerkehrsanbindungÜber das Inntaldreieck in Richtung Innsbruck bis zur Ausfahrt Wörgl West, weiter auf der Landstraße nach Kundl. Im Ort dem Wegweiser zur Kundler Klamm folgen. Wanderparkplatz am Klammeingang. Von München über Kufstein bis zum Bahnhof Kundl; von dort in einer halben Stunde zu Fuß zum Klammeingang.
GastronomieAchentalalm (1300 m), privat, von Anfang Juni bis Ende September, im Oktober auch noch an den schönen Wochenenden bewirtschaftet; Kragenniederalm (1176 m), während der Weidesaison sowie im Mai und im Oktober an schönen Wochenenden bewirtschaftet. Weitere Einkehrmöglichkeiten - Gasthaus Klamm in der Kundler Klamm (Dienstag und Mittwoch Ruhetag), Gasthof Klammrast am Ende der Klamm.
Tipps
Der Tipp für Kinder Am Ende der Kundler Klamm wurde vor einiger Zeit ein regelmäßiger Bummelzug-Verkehr eingericht. In stündlichem Rhythmus können wir zum Endpunkt Mühltal zockeln – eine nette Abwechslung nicht nur für Kinder.
Informationen
Dauer - Von Kundl nach Niederachen 1 1/2 Std., Anstieg zur Achentalalm 1 1/2 Std., Abstieg nach Kundl über die Kragenniederalm 2 Std. Gesamtgehzeit: 5 Std.