Zinnenberg (1565 m)

Fahrwege und unerschlossenes Almgelände, teilweise dichter Wald Lange, aber unschwierige Skitour mit längeren ebenen Abschnitten. Im Prinzip ist das Lawinenrisiko gering, allerdings sind unter der Ellandalm und vor der Baumgartenalm ein paar Lawinenrinnen zu queren.
Exposition: Nordosten Lawinengefahr: Überwiegend gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
80 km
870 m
5.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Bei der Wegverzweigung am oberen Rand der Ortschaft Hammerbach rechts und nach Westen in lichten Wald hinein. Immer dem Sommerweg in Richtung Ellandalm folgen und im Wald eine Lawinenrinne queren. Dann zu einem Wegkreuz und einer kurzen, engen Steilpassage. Unmittelbar dahinter links schwenken und nochmals eine steile Rinne queren. Auf der Höhe von rund 900 Metern teilen sich die Wege. Dort geradeaus nach Südwesten deutlich flacher weiter.
Allmählich führt die Route in die ausgedehnte Lichtung der Ellandalm. Man quert sie leicht bergab an den idyllischen Almgebäuden vorbei und durch eine etwas steilere, breite Waldlichtung hinaufgehend, an deren oberen Rand der Hang abflacht. Hier quert man die Lichtung dem Verlauf des Sommerweges folgend auf ihrer rechten Seite. Nun moderat ansteigend im Wald weiter, ein paar steile, von Lawinen bedrohte Hänge queren und zur Baumgartenalm. Dahinter steigt die Route im lichten Waldhang noch etwas an, quert dann steile Hänge unter dem Predigtstuhl und führt durch einen Graben. Anschließend geht es gleichmäßig in den Sattel zwischen Klausenberg (siehe Tipp) und Zinnenberg. Im weiten Sattel links abdrehen und von Norden durch Latschenbuschwerk zum ausgedehnten Zinnenberggipfel hinauf.
Abstieg.
Entlang der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour80 km
Höhenunterschied870 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktHammerbach (710 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterSelten durchgeführte, lange Skitour durch Wald und freies Almgelände mit schöner Landschaft. Dem Gipfel liegt der Chiemsee fast zu Füßen.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 10 (ChiemseeSimssee)
VerkehrsanbindungBahnverbindung bis Bernau, Bus bis Hohenaschau; mit dem Auto von der A 8 (Ausfahrt Frasdorf oder Bernau) über Hohenaschau zum Ausgangspunkt
GastronomieGasthäuser in Hohenaschau (die Klausenhütte ist im Winter meistens geschlossen)
Tipps
Ein zweites Gipfelziel. Mit geringem Aufwand lässt sich auf dieser Tour ein zweiter Gipfel, nämlich der des Klausenbergs (1551 m), »machen«. Allerdings muss man bei hoher Schneelage auf dem Gipfelgrat auf Wechten achten, und die Abfahrt vom Klausenberg direkt nach Süden hinunter ist stark von Lawinen bedroht. Um das zweite Gipfelziel zu erreichen, biegt man im breiten Sattel vor dem Zinnenberg rechts ab und steigt an der Klausenhütte vorbei über den Südwestgrat zum schmiedeeisernen Gipfelkreuz auf. Vom Gipfel fährt man entlang der Aufstiegsroute ab.
Informationen
Dauer 5.30 Std. ('4 Std. '1.30 Std.)
Unterkunft
Gasthäuser und Hotels in Aschau und Hohenaschau
Tourismusbüro
Aschau im Chiemgau, Tel.: +49(0)8052/904945; www.aschau.de
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