Wildhorn

Leichte Skitour über gleichmäßig geneigte Hänge. Lawinengefahr: Vor allem unterhalb des Chilchli besteht Lawinengefahr. (Autor: Janina und Markus Meier)
9 km
1680 m
5.00 h
Zur Wildhornhütte.
Von der Iffigenalp (1584 m) wandern wir auf dem Sommerweg nach Groppi (1741 m). Dem dort ansetzenden Rücken Egge folgen wir zu einer kleinen Einsattelung (2086 m). Von dem kleinen Pass gehen wir in wenigen Schritten hinunter zum Iffigsee (2065 m). Sollte das Eis dick genug sein, gehen wir direkt über den See, ansonsten können wir ihn rechts oder links umgehen. Nach einem kurzen Anstieg sehen wir die ?Wildhornhütte (2303 m) vor uns. Über eine weite Ebene gehen wir auf die Hütte zu, die wir bald nach einem kurzen Anstieg erreichen.
Zum Wildhorn.
Von der Hütte wandern wir flach taleinwärts bis zu einer Moräne. Auf dieser Moräne steigen wir bergan bis unter die Felsen von Chilchli. Dort wenden wir uns nach links und gelangen so zum Chilchligletscher, der sich leider stark zurückgezogen hat. Über den sanft geneigten Gletscher gehen wir in Richtung Süden auf eine Einsattelung (2815 m) zu. An dieser wechseln wir auf den Glacier de Ténéhet. Nun drehen wir nach rechts in südwestliche Richtung und steigen ziemlich flach über den Gletscher bis zum Gipfelaufbau. Den Nordost-Gipfel des Wildhorns (3246 m) mit seinem kleinen Kreuz besteigen wir über einen letzten, etwas steileren, aber unschwierigen Rücken. Wir könnten auch unter dem Gipfelaufbau durchgehen und den einen Meter höheren Südwestgipfel besteigen.
Der Gipfel steht genau auf der Grenze zwischen dem Wallis und der Deutschschweiz. Wir stehen auf einer wahren Aussichtsperle, vor allem die Aussicht auf die berühmten Walliser Viertausender, allen voran das Matterhorn, beeindruckt uns sehr. Gemütlich lässt es sich dabei an den Gipfelfelsen rasten. Aber auch im Osten fällt uns ein Gebirgsstock mit eher sanfteren Gipfeln auf: der Wildstrubel – ein ebenso lohnender Skiberg.
Abfahrt.
Die Abfahrt erfolgt am Anstiegsweg über die beiden Gletscher zur Wildhornhütte (2303 m) und über den Iffigsee (2065 m) zurück zur Iffigenalp (1584 m).
Eine schöne Abfahrtsvariante bildet der Tungelgletscher. Auf diesem kann man unter dem Gipfelaufbau auf 3100 Metern steil über eine Wechte abfahren. Der Gletscher bietet, ebenso wie der folgende Chilchligletscher, häufig schönen Pulverschnee.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied1680 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortLenk
AusgangspunktIffigenalp (1584 m). Die Straße ist erst im Frühjahr befahrbar. Ansonsten Taxi von Lank.
EndpunktIffigenalp (1584 m).
TourencharakterDas Wildhorn überragt den benachtbarten Wildstrubel um wenige Meter. Somit ist es der höchste Gipfel zwischen Sanetsch- und Gemmipass. Deshalb ist das Wildhorn einer der beliebtesten Skigipfel der Berner Alpen. Die Wildhornhütte teilt den Anstieg in zwei gemütliche Tagesetappen. Die Tour weist eine geringe Spaltengefahr auf, trotzdem ist entsprechende Ausrüstung empfehlenswert.
Hinweise
Gehzeit. Iffigenalp-Wildhornhütte 2.30 Std., Wildhornhütte-Wildhorn 3 Std.
KartentippSchweizer Landeskarte 1:25 000, Blatt 1266 Lenk; Schweizer Landeskarte 1:25 000, Blatt 1286 St Leonard; Schweizer Landeskarte 1:50 000, Blatt 263 S Wildstrubel; Schweizer Landeskarte 1:50 000, Blatt 273 S Montana
VerkehrsanbindungVon Bern über das Simmental bis nach Lenk.
GastronomieWildhornhütte (2303 m), Anfang März bis Anfang Mai, Tel. 0041/(0)33-733 23 82, www.cas-moleson.ch/infrastructures/wildhornhuette.html
Höchster Punkt
Wildhorn (3246 m)

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