Wankspitze, 2209 m

Die unten gemächliche Fahrwegsbummelei mutiert ab dem Lehnberghaus zu einer eleganten, aber für Einsteiger anspruchsvollen Skitour über einen Aussichtsrücken auf eine etwas Skisicherheit verlangende Gipfelkuppe (bei Vereisung mit Harscheisen oder zu Fuß) mit Blick ins Inntal.
Exposition: Nordwest, Südwest / Lawinengefahr: gering bis mäßig (Autor: Christian Schneeweiß, Siegfried Garnweidner)
10 km
1060 m
3.00 h
Aufstieg.
Auf dem geräumten Rodelweg nordostwärts in lichtem Wald talein und über eine Brücke rechts über den Sturlbach (geradeaus ein Karrenweg). Die folgende Kehre durch links haltenden Anstieg abkürzen und wieder auf dem Rodelweg oberhalb des Bachgrabens aufwärts queren zu einer breiten, vom Gipfel herunterziehenden Freifläche (geradeaus kurz weiter zum bewirtschafteten Lehnberghaus, 1554 m). Rechts ab auf diese, zu einer ostwärts hinaufführenden Waldschneise (ca. 1600 m) und durch diese zu einem breiten, licht bewaldeten Südwestrücken (ca. 1700 m). Über diesen hinauf in die Latschenzone, wo ein relativ steiler Einschnitt in einen flachen Kessel leitet. Aus diesem links haltend zum Ostrücken der Wankspitze und über diesen (bei Harsch/Vereisung evtl. zu Fuß) anfangs relativ steil zum Kreuz.
Abstieg.
Entlang der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied1060 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortNassereith (858 m)
AusgangspunktParkplatz am Gasthaus Arzkasten (Gäste) oder rechts unterhalb (gebührenpflichtig; ca. 1150 m)
TourencharakterBis zum Lehnberghaus kommen einem auf dem geräumten Fahrweg Sonntagsspazierer und Langsamrodler massenweise entgegen. Und nach dem zweiten Frühstück mit heißer Schokolade auf der in den Schnee gegrabenen Sonnenterrasse des Lehnberghauses geht man am Wochenende fast in der Herde der Skitourengeher unter. Kurz - Die Wankspitze ist etwas für gesellige Menschen sowie für fortgeschrittene Skitourengeher, die bei der Abfahrtsvariante über den rassigen Gipfelhang etwas vorzuführen haben. Unter dem quert man nämlich im Aufstieg zu einem traumhaftem Aussichtsrücken mit Tiefblick hinunter ins Inntal zum für blutige Anfänger etwas zu runden Gipfelbuckel. Hier beeindrucken eher die von Schluchten zerrissenen Felsflanken und zerhackten Schrofenwände der Mieminger Hauptkette, während die sich überm Inntal und dem Sellrain erhebenden Gletscherberge der Stubaier Alpen den Mund für die Spätwinter-Saison ziemlich wässrig machen.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippAV-Karte 1 - 25000, Blatt 4/2 Wetterstein-Mieminger Gebirge; Kompass-Wanderkarte 1:50000, Blatt 25, Ehrwald-Lermoos-Mieminger
VerkehrsanbindungAuto - Von München nach Garmisch-Partenkirchen, weiter Richtung Fernpass und über diesen nach Nassereith. Hier ostwärts hinauf Richtung Telfs/ Mieming und in Holzleiten links ab aufs Sträßchen nach Arzkasten. ÖV: Von München mit der Bahn über Innsbruck Richtung Landeck bis Telfs und mit dem Bus Richtung Nassereith bis Haltestelle Mooswald. Zu Fuß nordwärts zum Gasthaus Arzkasten.
GastronomieGasthaus Arzkasten
Informationen
Variante für Könner (bis 35°, mäßige bis hohe Lawinengefahr) Je nach Verhältnissen durch die Südwestflanke (oben evt. Schneebrettgefahr) oder in deren linker Rinne (evtl. Triebschnee; man kann auch ein Stück am Rücken zurück und von dort in eine relativ sichere Rinne) hinunter in ein System erstaunlich flacher Rinnen, bis man neben der breiten Freifläche herauskommt. Über diese hinab zum Aufstiegs-Fahrweg.
Höchster Punkt
Wankspitze, 2209 m
Unterkunft
Gasthaus Arzkasten
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